3.2

Der falsche Gruß

von Maxim Biller

Format:Hardcover

»'Der falsche Gruß' veredelt eigene Obsessionen zu brillanter Literatur [...] Maxim Biller hat ein brillantes Buch darüber geschrieben, wie der Glaube an die eigene Marginalisierung und an die Verworfenheit des Gegners in Repression und moralische Selbstgefälligkeit umschlägt.«

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
128 SeitenHardcover
Erschienen an: August 19, 2021

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.2(5 ratings)
Christian Steinberger Rezension von Christian Steinberger

Erick Dessauer trifft in einer Bar seinen verhassten Gegenspieler in der Literaten-Szene, Hans Ulrich Barsilay. Von Abscheu und Wut getrieben, lässt sich Dessauer dazu hinreißen, vor Barsilay den Hitlergruß zu machen. Überrascht und schockiert von seiner eigenen Tat, reflektiert Dessauer seine Aktion und schaut zurück auf seine Familiengeschichte, in der die Dessauers mehrfach im Stich gelassen wurden, Schmähungen und Niederlagen erfahren haben. Dass Barsilay da ein literarischer Gegenspieler ist, noch dazu im gleichen Verlag wie Dessauer, macht die Sache nicht gerade leichter. Wer Maxim Biller liest, weiß eigentlich, dass einen spitzfindige und böse Pointen erwarten, lakonische und verdichtete Erzählungen mit einer Doppelbödigkeit, die sich um die deutsche und oft auch die jüdische Identität drehen. Obwohl die Erzählung kurz ist, fand ich sie anstrengend. Sprachlich interessant, da herrlich bärbeißig und schwarz, verkommt die Geschichte meiner Meinung nach doch zu einem anstrengenden Lamento und Selbstmitleids-Gesuhle eines kartoffeligen und eher mittelmäßigen Literaten, der sich in seiner Opferrolle ("die deutsche Geschichte hat mir so übel mitgespielt") zu arg gefällt. Nett ist allenfalls noch der Twist am Schluss, meinen persönlichen Geschmack traf das Buch eher nicht.

Emily Rezension von Emily

ich hab so viele fragen

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