Als der sechzehnjährige Franklin Starlight herbeigerufen wird, um seinen Vater Eldon, den er kaum kennt, zu besuchen, trifft er auf einen vom Alkohol gezeichneten, dem Tode geweihten Mann. Die beiden machen sich auf den Weg durch das raue Herzland British Columbias und auf die Suche nach einer letzten Ruhestätte, wo Eldon nach Art der indianischen Krieger beerdigt werden will.Auf der Reise erzählt der Vater dem Sohn seine Lebensgeschichte, die Momente der Verzweiflung genauso wie die Tage der Hoffnung und des Glücks - und so entdeckt Franklin eine Welt, die er nicht kannte, eine Geschichte, die ihm fremd war, und ein Erbe, das er hüten kann.Mit einem Nachwort von Katja Sarkowsky, Professorin für Amerikanistik an der Universität Augsburg.
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Das weite Herz des Landes
von Richard Wagamese
Als der sechzehnjährige Franklin Starlight herbeigerufen wird, um seinen Vater Eldon, den er kaum kennt, zu besuchen, trifft er auf einen vom Alkohol gezeichneten, dem Tode geweihten Mann. Die beiden machen sich auf den Weg durch das raue Herzland British Columbias und auf die Suche nach einer letzten Ruhestätte, wo Eldon nach Art der indianischen Krieger beerdigt werden will.Auf der Reise erzählt der Vater dem Sohn seine Lebensgeschichte, die Momente der Verzweiflung genauso wie die Tage der Hoffnung und des Glücks - und so entdeckt Franklin eine Welt, die er nicht kannte, eine Geschichte, die ihm fremd war, und ein Erbe, das er hüten kann.Mit einem Nachwort von Katja Sarkowsky, Professorin für Amerikanistik an der Universität Augsburg.
Aktuelle Rezensionen(1)
Frank wächst bei seinem Ziehvater, dem "Alten", auf. Sie führen ein klassisches, abgeschiedenes Selbstversorger-Leben auf einer Farm fernab jeglicher Zivilisation und Industrialisierung. Sein leiblicher Vater Eldon hat seit der Geburt seines Sohnes nie geschafft, sich um ihn zu kümmern. Zwar hat er zeitweise versucht, eine Verbindung zu ihm aufzubauen, ihn aber aufgrund des Alkoholismus immer wieder enttäuscht. Trotzdem reitet Frank eines Tages zu seinem todkranken Vater in die Stadt, um ihm einen letzten Wunsch zu erfüllen. Eldon möchte, dass Frank ihn, nach Art seiner Vorfahren, auf einem fernen Bergkamm bestattet. Nach anfänglichem Zögern entschließt Frank, sich gemeinsam mit seinem Vater auf diese letzte Reise zu begeben – nicht zuletzt, weil so viele seiner Fragen noch unbeantwortet sind: Wer und wo ist seine Mutter? Was hat Eldon zu der Person gemacht, die er heute ist? Wer ist der Alte bzw. warum wächst er bei ihm auf? Und so begleiten wir Vater und Sohn, die nie Zugang zueinander gefunden haben, nicht nur auf eine abenteuerliche Reise zu diesem Bergkamm, sondern auch in Eldons Vergangenheit, sodass beide abschließen und Frieden finden können – jeder auf seine Weise. Richard Wagamese beschreibt in dieser Vater-Sohn-Geschichte die dunklen Seiten des Lebens und die Verarbeitung oder auch Verdrängung dieser. Es ist ein Roman über Liebe, Hass, Trauer und Verzeihen. Über Großmut und Reue. Eine schicksalhafte Geschichte, die der Autor so ruhig, aber auch eindringlich und bildhaft beschreibt, sodass alle Charaktere lebhaft und nahbar werden. Mit seiner Art, Geschichten zu erzählen, zieht uns Richard Wagamese förmlich in dieses Buch und lässt uns erst los, wenn alle Fragen beantwortet sind.