Ich denke darüber nach, meine Schwester zu töten. Ein gespanntes Nylonseil an der Treppe. Eine gelockerte Schindel. Es gibt so viele Arten, den Halt zu verlieren und gleichsam das Leben. Jenna und Scarlett sind Schwestern – und Feinde bis aufs Blut. Zwischen ihnen entbrennt ein Kampf um Macht und die Wahrheit. Was geschah wirklich, damals vor zehn Jahren, als ihre Mutter am helllichten Tag und ohne eine Spur verschwand? Jenna kämpft gegen das Vergessen und das Schweigen in ihrem eigenen Haus. Doch wenn sie sich selbst schon nicht trauen kann, wem dann?
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Das Tagebuch der Jenna Blue
von Julia Adrian
Ich denke darüber nach, meine Schwester zu töten. Ein gespanntes Nylonseil an der Treppe. Eine gelockerte Schindel. Es gibt so viele Arten, den Halt zu verlieren und gleichsam das Leben. Jenna und Scarlett sind Schwestern – und Feinde bis aufs Blut. Zwischen ihnen entbrennt ein Kampf um Macht und die Wahrheit. Was geschah wirklich, damals vor zehn Jahren, als ihre Mutter am helllichten Tag und ohne eine Spur verschwand? Jenna kämpft gegen das Vergessen und das Schweigen in ihrem eigenen Haus. Doch wenn sie sich selbst schon nicht trauen kann, wem dann?
Aktuelle Rezensionen(2)
„Das Tagebuch der Jenna Blue“ hat kurze Kapitel und die Tagebucheinträge peppen das Ganze wirklich sehr gut auf. Wer schon einmal was von Julia Adrian gelesen hat weiß, dass sie gerne märchenhaft schreibt und dabei ist es auch bei ihrem neuen Werk geblieben. Märchenmetaphern und ein sehr poetischer Stil machen das Buch sehr besonders und man fühlt sich gar nicht, wie in einem Jugendthriller. Und genau das war wahrscheinlich mein Problem. Es war schon ganz interessant herauszufinden, wie die ganzen Ereignisse zusammenhängen und wo genau der Hund begraben liegt. Allerdings hatte ich einfach kein Thriller Gefühl. Zwar konnte ich sehr gut mit Protagonistin Jenna fühlen und auch die Problematik mit ihrer Schwester ist sehr tiefgründig geschildert, aber der Funke wollte einfach nicht überspringen. Es fühlte sich mehr wie ein Jugendroman ohne Thrill an. Zum Ende hin empfand ich das Buch wieder ein wenig spannender, aber auch die Auflösung konnte mich nicht catchen und mitnehmen. Die Charaktere waren wirklich überragend gestaltet, aber die Handlung konnte mich in Richtung Thriller nicht wirklich überzeugen. Wer Julia Adrian liebt und ihre Bücher kennt, wird sich aber bestimmt auch in diesem Buch wiederfinden und es lieben.
"Das Tagebuch der Jenna Blue" enthält keine fantastischen Elemente. Ich wünschte, das hätte ich vorher gewusst, denn so wäre ich mit anderen Erwartungen in das Buch gegangen. Doch weil ich selten bis keine Klappentexte lese und ich das Cover mit Fantasy assoziierte, ging ich davon aus.<br/><br/>Den Roman verbinde ich mit der Sorte TV-Serie, die sehr ruhig ist, einen düsteren Filter verwendet und auf Minimalismus setzt. Das ist eher nicht mein Typ, weshalb ich an dieser Stelle zugebe, dass mir der Roman nicht besonders gefallen hat, was aber nicht an ihm liegt, sondern an meinem Geschmack.<br/><br/>Nicht nur die Ruhe war nichts für mich (ich brauche einen eindeutigen Spannungsbogen), sondern auch der überaus metaphorische Schreibstil. Gegen einen schönen Stil habe ich nichts einzuwenden, aber stellenweise nervten mich die metaphysisch anmutenden Fragen und die vielen Momente, in denen man nicht wusste, was jetzt eigentlich wirklich passiert.<br/><br/>Keiner der Charaktere sprach mich sonderlich an, was aber vielleicht an Jennas Linse lag, durch die wir den Cast ja betrachten. Jenna, die Protagonistin an sich, mochte ich anfangs, doch mit der Zeit wurde sie immer anstrengender, was es nicht leichter machte, mit ihr mitzufühlen.<br/><br/>All diese Punkte tragen zur Atmosphäre des Buchs bei, die wirklich gut geschaffen ist, und wer auf sowas steht, findet hier eine Goldader, um es mit den Worten der Autorin zu sagen :D