Der Barockdichter Andreas Gryphius, sagte einmal eine prominente Literaturkritikerin, kann nur fortissimo und nur die langsamen Tempi, das aber immer höchst eindrucksvoll. Andere hingegen können tänzeln, wie Martin Opitz oder Hofmannswaldau, wieder anderen gelingt eine Gedankenlyrik von fast Brechtschem Talent, Liedlyrik, die man bis heute singt, oder gar konkrete Poesie in Bildgedichten. In fast keiner anderen Epoche der deutschen Literaturgeschichte hat das lyrische Schreiben eine solche Blüte erlebt wie in der Barockzeit – die ja nun, traumatisiert vom Dreißigjährigen Krieg und seinen Folgen, gerade als »schlechte Zeit für Lyrik« gilt. Die bewusst schön, ja gewissermaßen kulinarisch angelegte Anthologie gibt von dieser Blütezeit vor dunklem Hintergrund ein vielfältiges und reizvolles Bild.
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Das Spiel der Zeit
von Volker Meid
Der Barockdichter Andreas Gryphius, sagte einmal eine prominente Literaturkritikerin, kann nur fortissimo und nur die langsamen Tempi, das aber immer höchst eindrucksvoll. Andere hingegen können tänzeln, wie Martin Opitz oder Hofmannswaldau, wieder anderen gelingt eine Gedankenlyrik von fast Brechtschem Talent, Liedlyrik, die man bis heute singt, oder gar konkrete Poesie in Bildgedichten. In fast keiner anderen Epoche der deutschen Literaturgeschichte hat das lyrische Schreiben eine solche Blüte erlebt wie in der Barockzeit – die ja nun, traumatisiert vom Dreißigjährigen Krieg und seinen Folgen, gerade als »schlechte Zeit für Lyrik« gilt. Die bewusst schön, ja gewissermaßen kulinarisch angelegte Anthologie gibt von dieser Blütezeit vor dunklem Hintergrund ein vielfältiges und reizvolles Bild.
Aktuelle Rezensionen(1)
Gran antología.<br/><br/>En la carrera de literatura alemana, el barroco es una época que pasamos un poco de largo, sobre todo debido a su contexto político: la guerra de los 30 años, la separación cultural entre territorios protestantes y católicos, la falta de unidad en el imperio. Esta antología llenó huecos de esa formación de forma muy satisfactoria. Descubrí géneros líricos y temas centrales de la época, el orden cronológico me permitió entender cómo se transformaba el interés con el paso del tiempo, además de que pude conocer más textos que sí me gustaron, como los de Flemming, Sybille Schwarz o Catharina Regina von Greiffensberg. Si no tuvo 5 estrellas fue porque no todos los textos me gustaron, pero eso es cuestión de gisto, no de calidad editorial.