Empfehlungen basierend auf "Das Literatur-Buch"

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von Desmond Morris

Wie lebten sie wirklich, die inzwischen so berühmten Künstlerinnen und Künstler? Desmond Morris gehörte zu ihrem Kreis und kennt ihre Vorlieben, Freundschaften und dramatischen Zerwürfnisse. Er porträtiert einsame Wölfe, rebellische Vorkämpferinnen, brillante Exzentriker. Seine zweiunddreißig Lebensbilder der Surrealisten sind selbst Geschichte.

von Peter Zumthor

Eine Architektur, die in einer sinnlichen Verbindung zum Leben stehen soll, erfordert ein Denken, das über Form und Konstruktion weit hinausgeht. In seinen Texten bringt Peter Zumthor zum Ausdruck, was ihn zu diesen Gebäuden motiviert, die Gefühl und Verstand auf so vielfältige Weise ansprechen und über eine unbedingte Präsenz und Ausstrahlung verfügen.Dieses Buch, das nun bereits in dritter Auflage erscheint, wurde nun um zwei neue Essays ergänzt: «Architektur und Landschaft» beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Bauwerk und Umgebung, dem Geheimnis der gelungenen Platzierung und topografischen Einbindung von Architektur. In «Die Leiserhäuser» beschreibt Peter Zumthor das Entstehen zweier Holzhäuser im bündnerischen Leis und thematisiert damit die besondere Herausforderung, zeitgenössische Architektur in einen traditionellen baulichen Kontext zu integrieren.

von Ursus Wehrli

»Ursus Wehrli kennt sich super mit dem Aufräumen und mit dem Chaos aus und beides nutzt er um fantastische Kunstwerke herzustellen!« CheckerTOBI, BR/KiKa, 19.04.2024

von E.H. Gombrich

Das im Grunde schon über jedes Lob erhabene, 1950 erstmals erschienene Standardwerk zur Kunstgeschichte erscheint in der 16. Ausgabe. Die komplizierte Editionsgerschichte des vielübersetzten Werkes mit Direktübersetzungen der englischen Ausgabe ( BA 1/79, 382) und um deutsche Künstler ergänzte Ausgaben (eine solche wurde zuletzt besprochen: BA 4/87) führte zu einem Bruch in der Auflagenzählung. Hier handelt es sich um die neueste Ausgabe, 1995 im englischen Original erschienen, direkt (von Gombrich selbst) übersetzt, wobei die Ergänzungen der letztbesprochenen Ausgabe zum Teil wegfielen. Dies wird mehr als wettgemacht durch die Erweiterungen und Aktualisierungen im Text und in der Bibliographie und das weiter verbesserte und vergrößerte Bildmaterial (mehrere Ausklapptafeln). Wer es sich nur irgend leisten kann, sollte die Neuausgabe anschaffen, auf jeden Fall gehört eine nicht zu alte Ausgabe des Titels zum Grundbestand. (1 J,S).

von Rainer Stamm

Claude Monet (1840-1926) gilt als einer der bedeutendsten französischen Impressionisten, seine Seerosen-Bilder sind weltberühmt. 1883 ließ er sich in Giverny nordwestlich von Paris nieder; dort lebte und arbeitete er bis zu seinem Tod. Am Zusammenfluss der Flüsse Seine und Epte legte er nach eigenen Vorstellungen seinen Garten an, der mit der ›japanischen Brücke‹ und dem Seerosenteich zum Motiv einer Vielzahl seiner Bilder wurde. Die hier entstandenen Werke erweiterten die impressionistische Malerei hin zu einem Fest der Farbe, und der gemalte Garten führte Monet schließlich bis an die Grenzen der Abstraktion. In dem vorliegenden Band zeigen Gloria Köpnick und Rainer Stamm die Entwicklung von Monets Bildserie anhand ausgewählter Meisterwerke und erläutern die Geschichte der in Giverny entstandenen Gartenbilder in einem kenntnisreichen Nachwort.

von Giorgio Vasari

Aus Vasaris »Lebensbeschreibungen«, der ältesten Kunst- und Künstlergeschichte (Ausgabe von 1568), sind die drei Renaissance-Genies herausgegriffen, in denen nicht nur er die Vollendung einer Entwicklungsgeschichte der Kunst sah: der zukunftweisende Erfinder Leonardo, der »göttliche« Michelangelo und »il graziosissimo« Raffael.

von Aldo Rossi

Aldo Rossi verfolgte in seiner 1966 erschienen Publikation L’Architecttura della Città die städtebauliche Entstehung und Entwicklung der großen europäischen Metropolen und legte damit seine Theorie zum Umgang mit den historisch gewachsenen Strukturen dar. Die 1973 in der Reihe der Bauwelt Fundamente erstmals erschienene deutsche Ausgabe gehört bis heute zur Pflichtlektüre für Studierende, Architekten und an der Architektur Interessierte.

Das »Wörterbuch der Architektur« bietet Worterklärungen und Begriffsdefinitionen aus der Fachsprache der Architekten und Kunsthistoriker. Es konzentriert sich auf die gängigsten historisch verankerten Bezeichnungen von Bauten, Bauteilen, -formen, -ornamenten, -techniken und -materialien aus der europäischen Baukunst seit der Antike. Das reich bebilderte Sachwörterbuch ist erweitert durch sechs Musterbeschreibungen von Bauten oder Bauteilen unterschiedlicher Epochen. Von Abakus bis Zwiebelhelm, vom archaischen Megaron bis zum Penthouse: In alphabetischer Reihenfolge werden die Grundbegriffe der europäischen Baukunst seit der Antike erläutert. Viele sind durch Zeichnungen veranschaulicht. Exemplarische Baubeschreibungen am Ende des Buches zeigen Möglichkeiten auf, wie architektonische Gegebenheiten sprachlich wiedergegeben werden können. Mit dem kleinen, handlichen Format eignet sich dieser Band ideal als Nachschlagewerk für Unterricht und Studium wie auch für die Besichtigung unterwegs.

von Otl Aicher

Otl Aicher (1922-1991) war einer der herausragenden Vertreter des modernen Designs. Was er seit den 1950er Jahren, seit seiner Zeit an der von ihm mitbegründeten und heute legendären Ulmer Hochschule für Gestaltung, etwa auf dem Gebiet des Corporate Design, geschaffen hat - erinnert sei hier nur an die Erscheinungsbilder für die Firma Braun, die Lufthansa, das Zweite Deutsche Fernsehen und die Firma ERCO, gehört zu den ganz großen Leistungen der visuellen Kultur unserer Zeit. Mit einer aktuellen Einführung von Wilhelm Vossenkuhl:"Ein wesentlicher Aspekt der Arbeiten von Aicher ist deren Verankerung in einer von Denkern wie Ockham, Kant oder Wittgenstein inspirierten "Philosophie des Machens", die die Voraussetzungen und Ziele sowie die Gegenstände und Ansprüche von Gestaltung zum Thema hat. Aichers Schriften zu Fragen des Designs (wobei hier alle Bereiche der visuellen Gestaltung bis hin zur Architektur gemeint sind) liegen in diesem Band in geschlossener Form vor.Wenn Aicher das Analoge und Konkrete dem Digitalen und Abstrakten vorzieht, tut er dies mit philosophischer Absicht. Er relativiert die Rolle der reinen Vernunft. Er kritisiert den Rationalismus der Moderne als Ergebnis der Vorherrschaft des bloß abstrakten Denkens. Wer das Abstrakte dem Konkreten vorzieht, missversteht nicht nur die wechselseitige Abhängigkeit von Begriff und Anschauung. Er schafft nach Aichers Urteil auch eine falsche Hierarchie, eine Rangordnung, die kulturell verhängnisvoll ist. das digitale, Abstrakte ist nicht höher, größer und wichtiger als das Analoge, Konkrete." W. Vossenkuhl

von Volker Reinhardt

Leonardo da Vinci – Maler der Mona Lisa, visionärer Konstrukteur von Flugapparaten und Zeichner des ideal proportionierten Menschen – ist als prototypisches Universalgenie der Renaissance weltberühmt. Volker Reinhardt entdeckt demgegenüber einen Künstler, der vor allem gegen seine Zeit lebte: gegen die wortverliebten Humanisten, gegen das weltabgewandte Christentum, gegen den Glauben der Alchemisten an verborgene Kräfte der Natur. Für Leonardo galt nur, was das Auge sieht, und seine Mission war es, sehend, zeichnend und malend zum Auge der Welt zu werden. Leonardo wuchs in Florenz auf, arbeitete in der Werkstatt Verrocchios, als Hofkünstler in Mailand, als Kriegsingenieur Cesar e Borgias und verbrachte einen luxuriösen Lebensabend am Hof des französischen Königs. Die Stationen seines Lebens sind gut erforscht und doch voller Rätsel: Warum stellte er kaum ein Werk fertig und schrieb in Spiegelschrift? Wen stellt die Mona Lisa dar? Sind seine gebirgigen Hintergründe geheime Seelenlandschaften? Volker Reinhardt hat die von Kunsthistorikern vernachlässigten Notizbücher Leonardos neu gelesen und kann so quellenbasiert gängige Mutmaßungen über sein Leben und Werk korrigieren. Vor allem aber gibt er dem von allen vereinnahmten Außenseiter seine subversive Sperrigkeit zurück – und sein Geheimnis, denn die Aura des Mysteriums, mit der sich Leonardo selbst umgab, war, wie das profunde, glänzend geschriebene Buch zeigt, eines seiner erfolgreichsten Werke.