›Das Leben und die Ansichten des Tristram Shandy‹ erschien in neun Büchern in London von 1759 bis 1767, und bereits zehn Jahre später auf Deutsch. Als neue und überaus anpassungsfähige Kunstform hatte der Roman im England des 18. Jahrhunderts eben seine ersten Höhepunkte erlebt, als Laurence Sterne eingriff und die literarischen Konventionen parodierte und auf den Kopf stellte. ›Tristram Shandy‹ ist voll kunstvoller Unordnung und voller Überraschungen: empfindsam, skurril, tiefsinnig, frivol, belehrend, phantasievoll, subjektiv, philosophisch, experimentell, geistreich, assoziativ verknüpft, ausschweifend (mit Exkursen über Gott und die Welt, Befestigungen, Hebammen, Namen oder Nasen) und urkomisch.
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Das Leben und die Ansichten Tristram Shandys Roman
von Laurence Sterne, Rudolf Kassner
›Das Leben und die Ansichten des Tristram Shandy‹ erschien in neun Büchern in London von 1759 bis 1767, und bereits zehn Jahre später auf Deutsch. Als neue und überaus anpassungsfähige Kunstform hatte der Roman im England des 18. Jahrhunderts eben seine ersten Höhepunkte erlebt, als Laurence Sterne eingriff und die literarischen Konventionen parodierte und auf den Kopf stellte. ›Tristram Shandy‹ ist voll kunstvoller Unordnung und voller Überraschungen: empfindsam, skurril, tiefsinnig, frivol, belehrend, phantasievoll, subjektiv, philosophisch, experimentell, geistreich, assoziativ verknüpft, ausschweifend (mit Exkursen über Gott und die Welt, Befestigungen, Hebammen, Namen oder Nasen) und urkomisch.
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