Empfehlungen basierend auf "Das Leben Gebrauchsanweisung"
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von Walter Benjamin
Benjamins Prosa ist nicht etikettierbar, auf keine Formel zu bringen: sie umgreift alle literarischen Formen, von der profunden wissenschaftlichen Abhandlung bis zum »Denkbild« und zum geschliffenen Aphorismus. Die Auswahl aus den von Adorno 1955 herausgegebenen Schriften faßt Arbeiten zusammen, die für das Denken Benjamins charakteristisch sind.
von Marcel Proust
Viele Jahrzehnte wurde die »Suche« nur als ein Sittengemälde der Belle Époque gelesen, als ein Schlüsselroman der frivolen Pariser Oberschicht um 1900. Dabei geht es jedoch um Tieferliegendes: um die unaufhebbare Einbindung des Individuums in die Gesellschaft und seine Abhängigkeit von deren Entwicklung. Proust fängt sie ein, die leisen Erschütterungen und Einflüsse auf der Ebene des Unter- oder Unbewussten – und die Übersetzung von Bernd-Jürgen Fischer macht das im Deutschen auf besondere Weise erfahrbar. Seine zeitgemäße Übersetzung berücksichtigt, dass Proust auch über das Wirken der Zeit auf die Sprache nachdenkt.
von Peter Weiss
Sein neues Theaterstück, das sich eng an historische Fakten hält, auf authentisches Material sich gründet und doch von einem historischen Stück so weit wie nur irgend möglich entfernt ist. Leben und Tod Jean Paul Marats werden als Spiel im Spiel, als Theater im Theater, dreizehn Jahre nach seinem Tode im Irrenhaus von Charenton dargestellt. Regie führt der Marquis de Sade.
von Elias Canetti
Elias Canetti. Includes Bibliographical References ( 351-364) And Index. Alphabetical List Of Canetti's Works: P. 365-387. Essays Primarily In German; One Also In English Translation.
von Rüdiger Safranski
Having previously tackled Nietzsche and Schiller, renowned biographer Rüdiger Safranski sets his sights on the writer considered the Shakespeare of German literature. Goethe (1749–1832), a remarkably prolific poet, playwright, novelist, and, as Safranksi emphasizes, a statesman and naturalist, first awakened not only a burgeoning German nation but also the European continent with his electrifying novel The Sorrows of Young Werther. Safranski has scoured Goethe’s entire oeuvre, relying on primary sources as well as Goethe's correspondence with contemporaries and their comments to one another, to produce an illuminating portrait of the avatar of the Romantic era. Set against the cultural and political turmoil of Europe in the late eighteenth and early nineteenth centuries, Goethe, who intersected with almost every great figure of his age, is thrillingly re-created in this monumental biography. As Safranski ultimately shows, Goethe’s greatest creation, even in comparison to his masterpiece Faust, was his own life.
von Jean-Paul Sartre
Die Fliegen/Die schmutzigen Hände - 2 Dramen - bk2066; Rowohlt Verlag; Jean Paul Satre; pocket_book; 1970
von Raymond Queneau
In einem Pariser Bus der Linie S beschimpft ein junger Mann mit Hut einen älteren Herrn, setzt sich dann auf einen freien Platz und taucht zwei Stunden später an der Gare Saint-Lazare wieder auf, wo einer ihm sagt, sein Überzieher habe einen Knopf zu wenig. Die Stilübungen bilden das Kunststück, diese Alltagsepisode in über hundert Varianten zu präsentieren – ob als Komödie, Sonett, Haiku, Traum, Amtsschreiben oder Verhör, in Alexandrinern oder Jugendstil, ob kulinarisch, mengenmathematisch, lautmalerisch, weiblich oder reaktionär. Raymond Queneaus populärer Klassiker ist ein fintenreiches erkenntnistheoretisches Sprachspiel und ein überbordendes Lesevergnügen. Ein geradezu diabolisch hintersinniges Buch.
von Marcel Proust
Gesamtausgabe mit Kommentarband in einem E-Book! Im Herbst 2016 erschien der siebte, abschließende Band der Neuübersetzung von "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" bei Reclam – die erste Gesamtübersetzung des Romans aus einer Hand. Jetzt hat Bernd-Jürgen Fischer seiner Übersetzung ein 824-seitiges Handbuch beigefügt. Das E-Book-Bundle, bestehend aus allen sieben Bände und dem Kommentar des Übersetzers zum Gesamtwerk, erscheint zur Buchmesse 2017, auf der Frankreich Ehrengastland ist.
von Charles Baudelaire
Charles Baudelaire (9.4.1821 Paris – 31.8.1867 Paris) ist einer der berühmtesten französischen Schriftsteller. Baudelaire, der bereits mit fünf Jahren seinen leiblichen Vater verliert, wächst in einem gestörten Verhältnis zu seinem Stiefvater auf – einem ehrgeizigen Offizier und späteren Admiral. Wegen eines vorangegangenen Schulverweises muss Baudelaire das Baccalauréat als Externer abschließen. Anstatt dem begonnenen Jura-Studium nachzugehen, gibt sich Baudelaire einem ausschweifenden Leben in der Pariser Literaten- und Künstlerszene hin. Bei einer Prostituierten steckt er sich mit Syphilis an. Während der Revolution 1848 ist er Teil der Aufstände in Paris. Sein Leben ist bis zum Schluss von finanziellen wie gesundheitlichen Problemen geprägt. Charles Baudelaires einziger Gedichtband »Les Fleurs du Mal« (»Blumen des Bösen«) ist Ausdruck seiner morbiden Faszination für das Hässliche und den Verfall, was ihn zu einem Vorläufer der Dekadenz-Dichtung macht. Der Band brachte ihm einen Strafprozess wegen ›Beleidigung der öffentlichen Moral‹ ein. Bekannt war Baudelaire seinen Zeitgenossen als Kunstkenner, Wagner-Enthusiast und Übersetzer der Schauerliteratur Edgar Allan Poes, den er als einen Bruder im Geiste ansah. Mit dem posthum erschienenen »Le Spleen de Paris« (dt. »Der Spleen von Paris«) erschuf Baudelaire eine neue literarische Gattung: das Prosagedicht.
von Jean-Paul Sartre
Wenn die deutsche Sartre-Edition in dieser Form weiterschreitet, dann gibt es hierzulande bald mehr und im großen und ganzen einen besser edierten Sartre als in Frankreich.