4.3

Das Heim

von Mats Strandberg

Format:Softcover

Zum ersten Mal nach zwanzig Jahren kehrt Joel zurück in sein Heimatstädtchen an der schwedischen Westküste, um seine demenzkranke Mutter zu pflegen. Seit ihrem Infarkt ist Monika nicht mehr dieselbe, und schweren Herzens bringt Joel sie im Seniorenheim unter, wo sie sich zunächst zu erholen scheint. Doch schon bald verschlechtert sich Monikas Zustand: Sie magert ab. Wird ausfallend. Und spricht dunkle Geheimnisse aus, von denen sie eigentlich gar nichts wissen kann. Manche der Alten halten sie deshalb für einen Engel, andere für einen Dämon, und auch auf Joel wirkt seine Mutter, als wäre sie nicht sie selbst. Eine von Monikas Pflegerinnen ist Joels Jugendfreundin Nina. Seit zwanzig Jahren haben die beiden nicht miteinander gesprochen, und so schmerzhaft sich ihre Wege damals getrennt haben, so schmerzhaft ist jetzt ihr Wiedersehen. Und als sich die beklemmenden Vorkommnisse im Heim häufen, findet Joel ausgerechnet in Nina eine Verbündete, um dem Grauen entgegenzutreten.

Mystery, Thriller, Horror & Crime
400 SeitenSoftcover
Erschienen an: 2018-10-24

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Aktuelle Rezensionen(1)

4.3(2 ratings)
JuliaRezension von Julia

Schweren Herzens entscheidet sich Joel dazu, seine Mutter Monika in ein Pflegeheim zu bringen. Doch dort verschlechtert sich ihr Zustand in einem Maße, der ihn ängstigt, ihm sogar regelrecht unheimlich vorkommt. Er und seine Freundin aus Jugendtagen, Nina, die im "Nebelfenn" als Pflegerin arbeitet, scheinen die Einzigen zu sein, die Monikas Veränderungen ernst nehmen. Sie machen sich daran, herauszufinden, was in Monika gefahren ist... Im wahrsten Sinne des Wortes. Manchmal fehlen einem die Worte, man kann nicht genau erklären, was es ist, das einen stört. Deshalb möchte ich erst einmal lobend die Charaktere in diesem Horror-Roman erwähnen. Joel ist ein Typ mit einer Menge Probleme, von denen er sich nicht selbst befreien kann. Er schleppt sie seit seiner Jugend mit sich, seit der Zeit, in der Nina seine engste Freundin war. Diese löste sich irgendwann von ihm und entschied sich für ein konservatives Leben mit Ehemann und Kind. Aber auch Nina hadert mit ihrem Leben. Durch das Aufeinandertreffen der beiden kommt alles wieder hoch und ihre gemeinsame Vergangenheit zu entdecken nimmt einen relativ großen Teil des Buches ein. Die Figuren sind alle interessant und lebensecht, wenn auch nicht immer sympathisch gezeichnet. Auch die anderen Pfleger und die Bewohner des Heims haben ihre eigene, persönliche Note und es fällt einem als Leser leicht, sich im "Nebelfenn" einzufinden. Eine Grusel-Geschichte in einem Heim stattfinden zu lassen, diese Idee gefiel mir und wurde auch spitze umgesetzt. Die Tatsache, dass die meisten alten Leute auf irgendeine Art und Weise geistig verwirrt sind, steigert die Spannung, denn wer nimmt es schon ernst, wenn diese plötzlich von unheimlichen Ereignissen berichten? Spannung, bleiben wir gleich dabei. Ich denke, das ist es, was mir etwas fehlte bei "Das Heim". Wobei ich finde, die Geschichte lässt sich von vorne bis hinten flüssig lesen. Es gibt keine langatmigen Passagen aber irgendwie konnte der Autor mich nicht berühren. Obwohl die Charaktere und das Setting toll ausgearbeitet sind, konnte ich beim Lesen nicht in der Geschichte Fuß fassen. Vielleicht liegt es am Schreibstil von Mats Strandberg, wirklich benennen kann ich es nicht. Das ist natürlich subjektives Empfinden, daher bin ich der Ansicht, wer sich vom Klappentext angesprochen fühlt, kann ruhig dazu greifen. "Das Heim" ist ein solider Horror-Roman mit besonderen Protagonisten.

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