Empfehlungen basierend auf "Das große Welttheater von der Macht der Vorstellungskraft in Zeiten des Umbruchs"

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von Tim Marshall

Ein ausgezeichneter Einstieg ins Thema Geopolitik.

von Tim Marshall

Anhand von 10 Karten wird erklärt, wie Geschichte und Politik durch geografische Gegebenheiten geprägt wurden und werden. Wer die Nachrichten von morgen heute schon verstehen möchte: Die grossen internationalen Konflikte des 21. Jahrhunderts sind heute bereits angelegt. Mit bestechender Klarsicht identifiziert der Politikexperte Tim Marshall, welche zehn Regionen die gröt︣en Krisenherde der nächsten Zukunft darstellen. Er erklärt, welche Rolle geographische Faktoren spielen, wer in die Konflikte verwickelt ist und welche Lösungen es geben könnte. So wird Australien im Pazifik mit der Supermacht China konfrontiert sein, Griechenland mit der Türkei um Gebiete im Mittelmeer kämpfen, die Sahelzone eine neue Flüchtlingskrise in Europa hervorrufen und der Weltraum unterschiedlichste Besitzansprüche wecken IBM ein äusserst spannendes Buch, das uns die Augen für die grossen Herausforderungen der kommenden Jahre öffnet. (Verlagswerbung)

von Tim Marshall

Weltpolitik ist auch Geopolitik. Alle Regierungen, alle Staatschefs unterliegen den Zwängen der Geographie. Berge und Ebenen, Flüsse, Meere, Wüsten setzen ihrem Entscheidungsspielraum Grenzen. Um Geschichte und Politik zu verstehen, muss man selbstverständlich die Menschen, die Ideen, die Einstellungen kennen. Aber wenn man die Geographie nicht mit einbezieht, bekommt man kein vollständiges Bild. Zum Beispiel Russland: Von den Moskauer Großfürsten über Iwan den Schrecklichen, Peter den Großen und Stalin bis hin zu Wladimir Putin sah sich jeder russische Staatschef denselben geostrategischen Problemen ausgesetzt, egal ob im Zarismus, im Kommunismus oder im kapitalistischen Nepotismus. Die meisten Häfen frieren immer noch ein halbes Jahr zu. Nicht gut für die Marine. Die nordeuropäische Tiefebene von der Nordsee bis zum Ural ist immer noch flach. Jeder kann durchmarschieren. Russland, China, die USA, Europa, Afrika, Lateinamerika, der Nahe Osten, Indien und Pakistan, Japan und Korea, die Arktis und Grönland: In zehn Kapiteln zeigt Tim Marshall, wie die Geographie die Weltpolitik beeinflusst und beeinflusst hat.

von Benjamin Abelow

Das westliche Narrativ zeichnet Wladimir Putin als unersättlichen, mit Hitler vergleichbaren Expansionisten, der grundlos in die Ukraine eindrang, um Land einzunehmen. Diese Darstellung ist jedoch falsch. In Wirklichkeit tragen die Vereinigten Staaten und die NATO eine erhebliche Verantwortung für die Ukraine-Krise. Durch eine fehlgeleitete Politik brachten Washington und seine europäischen Verbündeten Russland in eine unhaltbare Situation, in der Krieg für Wladimir Putin und seine Militärstrategen die einzige sinnvolle Lösung zu sein schien. Dieses kurze Buch legt die maßgeblichen Entwicklungen dar und erklärt, wie der Westen einen unnötigen Konflikt geschaffen hat und nun unter einer existenziellen Bedrohung leidet, die er selbst verursacht hat.„Sehr gut gelungen ... Behandelt Material, das viel bekannter sein sollte.“ — Noam Chomsky„Eine hervorragende, bemerkenswert prägnante Erklärung der Gefahr, welche die militärische Beteiligung der USA und der NATO in der Ukraine geschaffen hat. Dieses Buch muss von allen gelesen und beachtet werden, die in der Lage sind, rational und verantwortungsbewusst über die amerikanische und europäische Sicherheit nachzudenken.“— Jack F. Matlock, Jr., US-Botschafter in der Sowjetunion, 1987–1991, Autor des Buchs Superpower Illusions„Für alle, die daran interessiert sind, die wahren Ursachen der Katastrophe in der Ukraine zu verstehen, ist Wie der Westen den Krieg in die Ukraine brachte eine Pflichtlektüre. Abelow argumentiert klar und überzeugend, dass die Vereinigten Staaten und ihre NATO-Verbündeten – nicht Wladimir Putin – die Hauptschuldigen sind.“ — John J. Mearsheimer, Autor von The Tragedy of Great Power Politics , ist R. Wendell Harrison Distinguished Service Professor für Politikwissenschaften an der University of Chicago„Dies ist ein großartiges und präzises Buch, logisch strukturiert, leicht zu lesen und überzeugend, aber mit der nötigen Vorsicht formuliert. Es bietet einen wertvollen Überblick zu den Entwicklungen und Ereignissen, die zur Eskalation des Krieges in der Ukraine geführt haben. Ohne die in diesem Buch dokumentierte Geschichte zu verstehen, wird es keine Deeskalation der amerikanisch-russischen Konfrontation an den östlichen Grenzen Europas geben.“ — Chas Freeman, ehemaliger Staatssekretär für Internationale Sicherheitsfragen im US-Verteidigungsministerium, Autor von Arts of Power: Statecraft and Diplomacy„Für diejenigen, die sich um die nationale Sicherheit der USA und den Frieden in Europa sorgen, ist dieses Buch eine unverzichtbare Lektüre.“ — Douglas Macgregor, Oberst (a. D.) der US-Armee, Autor von Margin of Victory, ausgezeichnet für besondere Verdienste bei den Kampfhandlungen von 73 Easting im Irak, ehemaliger Direktor des Joint Operations Center der NATO in den Supreme Headquarters Allied Powers Europe (SHAPE), dem Oberkommando der Alliierten Streitkräfte in Europa„Ein kompakter, aber umfassender und zugänglicher Überblick. Von unschätzbarem Wert, um zu verstehen, wie der Krieg wieder nach Europa zurückgekehrt ist. Benjamin Abelow zeigt, dass die Krise in der Ukraine vorhersehbar war, vorhergesehen wurde – und vermeidbar gewesen wäre.“ — Richard Sakwa, Autor von Frontline Ukraine, ist Professor für russische und europäische Politik an der University of Kent„Ben Abelow führt uns von den falschen Narrativen weg und hin zur Wahrheit über die Ukraine-Krise.“ — Krishen Mehta, Senior Global Justice Fellow an der Yale University„Im Stellvertreterkrieg zwischen den USA/der NATO und Russland droht eine nukleare Eskalation, welche das Ende der menschlichen Zivilisation bedeuten könnte. Abelows Buch ist eine unverzichtbare Lektüre für alle, die diese Bedrohung verstehen möchten und wissen wollen, warum sie 30 Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wieder aufgetaucht ist.“ — Gilbert Doctorow, Autor von Memoirs of a Russianist, ist Historiker und unabhängiger, in Brüssel ansässiger Russland-Spezialist

von Reinhard Bingener

DER PIPELINE-DEAL: HINTER DEN KULISSEN EINES VERHÄNGNISVOLLEN NETZWERKS Deutschland hat über viele Jahre die Gefahr ignoriert, die von Putins Regime ausging. Es hat die Warnungen seiner europäischen Nachbarn in den Wind geschlagen und sich von Gas und Öl aus Russland immer abhängiger gemacht. Die Folge ist eine schwere Wirtschaftskrise, die den Wohlstand der Bundesrepublik langfristig schmälern wird. Wie konnte es dazu kommen? Welche Rolle spielte dabei Gerhard Schröder als SPD-Bundeskanzler und späterer Gas-Lobbyist mit seinem weitverzweigten Netz in Politik und Wirtschaft? Warum schlug CDU-Kanzlerin Angela Merkel keinen weitsichtigeren Kurs ein? Welche geschäftlichen und politischen Verbindungen, aber auch welche wirtschaftlichen und strategischen Interessen führten dazu, dass Deutschland auf Putin setzte, obwohl er schon vor seinem Überfall auf die Ukraine Kriege geführt, die Opposition ausgeschaltet und Freiheits- und Menschenrechte missachtet hatte? Die FAZ-Korrespondenten Reinhard Bingener und Markus Wehner decken die Moskau-Connection der deutschen Politik auf und zeigen, wie eine der größten Fehleinschätzungen deutscher Außenpolitik seit 1945 möglich wurde. Hannover – Berlin – Moskau: Die große Recherche über Gerhard Schröders verhängnisvolles Netzwerk in Politik und Wirtschaft Wie zwielichtige Honorarkonsuln, ominöse Bauunternehmer, Ex-Stasi-Majore und naive Entspannungspolitiker Deutschland in die Abhängigkeit vom Kreml geführt haben Für Leser:innen von Catherine Belton "Putins Netz"

von Rüdiger von Fritsch

»2014 kam Rüdiger von Fritsch als Botschafter nach Moskau, in einem für die russisch-europäischen Beziehungen höchst tragischen Jahr. Damals traten die verborgenen Absichten des Kremls, der von einem Wiederaufstieg zur Großmacht träumte, deutlich zutage. Im politischen Nebel zeichneten sich vage die Konturen des alten russischen Reiches als Zukunftsvision ab – endgültig untergegangen mit der Sowjetunion und wie diese angeblich Opfer westlicher Verschwörung. Moskau präsentierte den Zuschauern rund um den Globus eine Ü eine geschickte Spezialoperation zur Angliederung der Krim an Russland. Und anschließend löste es einen ganz realen Krieg mitten in Europa aus, im Südosten der Ukraine. ›Russlands Weg‹ bietet eine ausführliche und fundierte Analyse dieser Geschehnisse, der Gründe und Ziele, und geht auch darauf ein, wie sich die Situation weiterhin entwickelt, denn die Tragödie ist noch nicht zu Ende.« Viktor Jerofejew »Ein ebenso anschaulicher wie tiefenscharfer Bericht aus dem Russland Wladimir Putins. Das Buch des langjährigen deutschen Botschafters in Moskau sollte zur Pflichtlektüre für alle Politiker werden.« Heinrich-August Winkler

von Schulze Wessel, Martin

Russlands imperiale Vergangenheit ist der Schlüssel, um Putins Überfall auf die Ukraine und seine anitwestlichen Obsessionen zu verstehen. Der renommierte Osteuropa-Historiker Martin Schulze Wessel stellt den Krieg in den langen Kontext der russischen Expansion nach Westen und beschreibt, wie das Ausgreifen in die Ukraine und die Teilung Polens seit dem 18. Jahrhundert einen Irrweg in der russischen Geschichte begründeten, der als "Fluch des Imperiums" bist heute fortwirkt. Dabei zeigt er, wie eine fatale Ideenwelt entstehen konnte, die noch im 21. Jahrhundert in den Köpfen der Moskauer Führung spukt. Deutschlland hat sich nach 1945 von seinem Fluch des Imperiums befreit und sich in Richtung Westen geöffnet. Russland steht dieser Weg noch bevor.

von Kristina Spohr

In einer umfangreichen historischen Studie auf breiter Quellenbasis analysiert die deutsch-finnische Historikerin, wie es den handelnden Politikern in West und Ost 1988-1992 gelang, die Auflösung der Blöcke friedlich zu gestalten, und wie sie mit den anstehenden Machtverschiebungen umgingen. Rezension: In einer brikettschweren, lebendig geschriebenen historischen Studie betrachtet die in London lehrende deutsch-finnische Historikerin (zuletzt Helmut Schmidt, 2016) die Schlüsseljahre zwischen 1988 und 1992, an deren Ende die Auflösung der bipolaren Nachkriegsordnung stand. Gestützt auf eine umfassende Archivauswertung nimmt Spohr in überwiegend klassisch diplomatiegeschichtlichem Zugriff vor allem die Interaktionen der massgeblichen Politiker in den Blick, bezieht dabei neben den Westmächten und Russland auch die wachsende Bedeutung Chinas ein. Dank dem "konservativem" Agieren der Politiker habe sich die Auflösung der Blöcke friedlich gestaltet, doch seien keine Lösungen gefunden worden, um den fundamentalen Machtverschiebungen zwischen den USA, China, Russland und Europa in den Jahrzehnten bis heute institutionell begegnen zu können. Karten im Umschlag, Schwarz-Weiss-Abbildungen im Text. Personenregister. Bibliografie nur im Netz. - Neben der spektakulärer zuspitzenden Analyse von I. Krastev und St. Holmes: "Das Licht, das erlosch" für Leser mit Vorkenntnissen breit einsetzbar. (2)

von Stephan Lehnstaedt

Der Polnisch-Sowjetische Krieg (1919 - 1921) ist die Urkatastrophe des osteuropäischen 20. Jahrhunderts. An seinem Ende stand eine labile Friedensordnung, deren Spannungen durch den Zweiten Weltkrieg nicht aufgelöst wurden. Bis heute streiten die osteuropäischen Staaten um nationale Minderheiten und historische Grenzen - und der gegenwärtige Konflikt in der Ukraine wirkt geradezu wie eine Neuauflage der Kämpfe vor einhundert Jahren. Stephan Lehnstaedt schildert eine Auseinandersetzung, die für das Verständnis des heutigen Osteuropa so wesentlich ist.

von Holger Stark

»Ein leidenschaftliches, exzellent begründetes Plädoyer für mehr Unabhängigkeit von Amerika« INGO ZAMPERONINie war seit dem Zweiten Weltkrieg so offensichtlich, welche Gefahren einem liberalen Europa drohen – und wie wenig Verlass auf alte Allianzen ist. Dies gilt ganz besonders für Deutschland und Amerika: Tiefenscharf und aus nächster Nähe analysiert Holger Stark, warum Trump keine Momentaufnahme ist, sondern etwas Neues. Und er sagt, worauf es jetzt ankommt:Auf der Grundlage von Gesprächen mit Regierenden und Ministern in Berlin, Brüssel und Washington rekonstruiert er die Fehler der vergangenen 25 Jahre – und entwirft ein Bild, wie eine Zukunft jenseits von Amerika aussehen könnte. Für Deutschland ist es an der Zeit, erwachsen zu werden. Es könnte ein zweiter Mauerfall-Moment werden.