3.9

Dark Blue Rising (Bd. 1)

von Teri Terry

Format:Hardcover

Traue niemandem, das wurde Tabby immer wieder eingeblaeut. Und: Huete dich vor dem Kreis! Mit ihrer Mutter Cate ist sie staendig unterwegs, zieht viel um - bis Cate ploetzlich verhaftet wird und fuer Tabby eine Welt zusammenbricht: Cate war nie ihre Mutter, sondern hat sie als Kleinkind entfuehrt! Die 16-Jaehrige versucht sich in ihrem neuen Leben mit ihren echten Eltern zurechtzufinden. Doch der einzige Ort, an dem sie sich wirklich zu Hause fuehlt, ist das Meer. Eine innere Stimme lockt Tabby in die Tiefe und sie stellt fest, dass sie unglaublich lange tauchen kann. Haben Cates Hinweise auf den Kreis damit zu tun? Und ist sie wirklich die einzige, der es so geht? Tabby beginnt zu begreifen, dass ein ungeheuerliches Geheimnis in ihr schlummert.

Romance
448 SeitenHardcover
Erschienen an: 2021-06

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.9(11 ratings)
feder_magieRezension von feder_magie

Tabby fühlt sich, schon seit sie denken kann, zum Wasser hingezogen. Sie und ihre Mutter Cate reisen von Ort zu Ort, doch Tabby weiß nicht, warum Cate so ein Geheimnis darum macht und warum sie andauernd den Wohnort wechseln müssen. Nach einem Unfall muss Tabby ins Krankenhaus und wird von der Polizei mitgenommen. Sie erfährt, was es mit ihrer Vergangenheit auf sich haben soll, doch nun weiß sie überhaupt nicht mehr, was sie glauben kann. Das Umwelt-Thema bleibt im ersten Band erst einmal ein bisschen im Hintergrund. Zunächst weiß man nur, dass Wasser unsere Protagonistin Tabby sehr fasziniert, aber sehr ins Detail geht es erstmal nicht. Dafür treten zig Fragen auf, die dem Lesenden keine Zeit zum Durchatmen lassen. Schon in Mind Games herrschte eine ganz eigene Atmosphäre, die man auch in Dark Blue Rising wiederfindet. Bei der Autorin kann man einfach nie einschätzen, was sie als Nächstes plant und wen sie alles auf dem Gewissen hat. Und genau das macht das Buch einfach so super spannend. Die Charaktere sind einfach fantastisch. Tabby hinterfragt alles, macht Fehler, steht wieder auf und gibt niemals auf. Sie ist superauthentisch und verdammt liebenswert. Die anderen Charaktere sind umgeben von Geheimnissen, die aufgedeckt werden möchten. Die Sprecherin, Nadine Zaddam, war große Klasse und hat für mich die 16-jährige Tabby perfekt vertreten. Sie hat perfekt zu ihr gepasst und ihre Stimme war wirklich angenehm und mitreißend. Auch wenn in Band 1 der Bezug zum Thema Umwelt noch nicht so ausgeprägt ist, weiß ich jetzt schon, dass die Reihe wirklich gut wird und natürlich habe ich direkt schon Band 2 angefangen zu hören.

JennyRezension von Jenny

https://viciousbooknerd.wordpress.com/2025/12/15/the-circle-trilogy-1-dark-blue-rising/ Mit Dark Blue Rising legt Teri Terry einen Jugendroman vor, der laut Klappentext als Klimathriller vermarktet wird. Genau diese Genrezuordnung ist jedoch eines der größten Probleme des Buches: Denn was hier lange Zeit erzählt wird, fühlt sich weder wie ein Thriller noch wie ein Roman mit klarem Fokus an. Stattdessen entsteht ein in sich widersprüchlicher Text, der viel verspricht, aber kaum etwas davon einlöst. Handlung Der Einstieg ist ohne Frage gelungen und macht neugierig: Die Protagonistin Tabby erfährt, dass die Frau, die sie großgezogen hat, sie als Baby entführt hat. Nun lebt sie bei ihren leiblichen Eltern, die ihr fremd sind, und muss nicht nur ihre Identität neu verhandeln, sondern auch mit der Erkenntnis umgehen, dass ihr gesamtes bisheriges Leben auf einer Lüge aufgebaut war. Diese Ausgangssituation ist emotional stark, konfliktreich und bietet enormes erzählerisches Potenzial. Schon früh wird außerdem klar, dass Tabby etwas Besonderes an sich hat: Sie ist eine außergewöhnlich gute Schwimmerin, hält extrem lange die Luft an, regeneriert sich schnell von Verletzungen und fühlt sich auf beinahe obsessive Weise vom Meer angezogen. Hinzu kommen rätselhafte Träume, körperliche Merkmale und vage Andeutungen, die stark in Richtung Übernatürliches oder genetische Experimente weisen. Als Leserin beginnt man sofort zu spekulieren – Meerwesen, gentechnische Manipulation, geheime Organisationen? Doch anstatt diese Fragen gezielt weiterzuentwickeln, verliert sich der Roman über mehr als zwei Drittel hinweg in endlosen Wiederholungen. Ein Großteil der Handlung besteht aus Tabbys Zeit an einer Schwimmschule: Trainingseinheiten, Schwimmen, noch mehr Schwimmen, dazwischen ein paar kryptische Andeutungen, dann wieder Schwimmen. Die immer gleichen Abläufe – Traum vom Meer, Sehnsucht nach Wasser, körperliche Höchstleistung, kurze Irritation – werden so oft wiederholt, dass sie ihre Wirkung vollständig verlieren. Spannung wird nicht aufgebaut, sondern regelrecht verschleppt. Erst sehr spät erfolgt eine abrupte Wendung: Plötzlich wird das Klimathema explizit, es geht um radikale Umweltaktivisten, Organisationen, Verfolgung und Bedrohung. Diese Entwicklung mag für sich genommen interessant sein, fühlt sich jedoch komplett losgelöst von dem an, was zuvor erzählt wurde. Es wirkt, als habe die Autorin sich erst spät daran erinnert, dass sie einen Thriller schreiben wollte. Das Ende schließlich kommt überraschend schnell und ohne echte Auflösung – eher wie ein Abbruch als wie ein bewusst gesetzter Cliffhanger. Charaktere Tabby ist als Protagonistin leider einer der schwächsten Aspekte des Romans. Obwohl sie permanent mit Hinweisen auf ihre Andersartigkeit konfrontiert wird, bleibt sie erstaunlich passiv, naiv und wenig reflektiert. Während Leser*innen längst verstanden haben, dass hier etwas Grundlegendes nicht stimmt, scheint Tabby kaum Eigeninitiative zu entwickeln, um Antworten zu finden. Dieses Ungleichgewicht zwischen Leserwissen und Figurenhandeln sorgt weniger für Spannung als für Frustration. Auch die Nebenfiguren bleiben blass. Die leiblichen Eltern, die Verantwortlichen der Schwimmschule sowie andere Jugendliche erfüllen zwar ihre Funktion innerhalb der Handlung, gewinnen aber kaum Tiefe oder emotionale Kontur. Beziehungen werden angedeutet, aber selten wirklich ausgearbeitet, sodass es schwerfällt, eine echte Bindung zu den Figuren aufzubauen. Stil und Atmosphäre Der Schreibstil ist einfach und flüssig, die Kapitel sind kurz – was vermutlich der Hauptgrund ist, warum sich das Buch trotz seiner Längen relativ schnell lesen lässt. Dennoch kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Mittelteil massiv überladen ist mit Wiederholungen und inhaltlicher Leere. Die Atmosphäre schwankt unentschlossen zwischen Mystery, Fantasy und Thriller, ohne sich je klar festzulegen. Genau diese Unentschlossenheit nimmt der Geschichte ihre Wirkung. Fazit Dark Blue Rising ist ein Roman mit einer starken Idee und einem vielversprechenden Beginn, der jedoch an seiner eigenen Struktur scheitert. Zu viel Aufbau, zu wenig Entwicklung, endlose Wiederholungen und eine späte, schlecht eingebettete thematische Kehrtwende machen das Lesen über weite Strecken mühsam. Besonders enttäuschend ist das fehlende Payoff: Fragen werden gestellt, Hinweise gestreut, Erwartungen geweckt – aber kaum etwas davon wird tatsächlich eingelöst. Die wenigen positiven Aspekte liegen im Einstieg und im Ansatz des Finales, das zumindest erahnen lässt, welches Potenzial die Geschichte gehabt hätte. Mit strafferem Lektorat und klarerer Genreentscheidung hätte hier ein wirklich spannender Roman entstehen können. 2 von 5 Sternen!

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