3.0

Bis ans Ende, Marie

von Barbara Rieger

Format:eBook

Sie lernt Marie in einer Bar kennen. Sofort entwickelt sich eine innige Freundschaft. Marie ist alles, was sie nicht ist: attraktiv und beliebt, dominant und extrovertiert. Und sie überschreitet gerne Grenzen. Marie ist immer an ihrer Seite und so nahe wie niemand sonst, manchmal zu nahe, zu fordernd, zu bestimmend und verletzend, dennoch die Einzige, die sie versteht. Die Mutter ist hysterisch, der Vater hat stets das passende Medikament parat und ihr Schwarm und Studienkollege Dominik schenkt ihr keine Beachtung – also bleibt nur Marie. Was wie eine gewöhnliche Freundschaft beginnt, wird allmählich zu einem Vexierspiel. Die Begegnungen mit Marie werden merkwürdiger, die Erinnerungen bruchstückhafter, als würde etwas nicht stimmen, eine Art Störbild, das sich über die Realität legt. Wie im Tanz führt Barbara Rieger ihre zwei Figuren durch den Roman, mal verschmelzen sie miteinander, mal werden sie durchgeschüttelt, immer aber bleiben sie im Takt der Sprache. "Ich schiebe sie zur Seite, sie lacht laut und vibriert in meinem Bett, vibriert wie ein Wecker, mein Wecker, ich schalte den Wecker aus, blonde Haare stecken in meinem Hals, ich huste, würge. Bevor ich ersticke, wache ich auf."

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
208 SeiteneBook
Erschienen an: July 26, 2018

Was ist bookie?

  • Gratis Lieferung in Deutschland
  • Finde Bücher die zu dir passen
  • Tracke dein Leseverhalten und setze dir Ziele
  • Connecte dich mit anderen Leser*innen

Aktuelle Rezensionen(1)

3.0(1 ratings)
Madame RivkeleRezension von Madame Rivkele

„Als ich wieder zu Bewusstsein komme, steckt etwas in meiner Vagina. Ich ziehe es aus mir heraus, beginne die Fäden der Erinnerung zu entwirren, ich suche die Spinne in meinem Netz. „Bis ans Ende, Marie“ von Barbara Rieger, erzählt von dem Leben einer namenlosen Wiener Psychologiestudentin. Es handelt sich um einen inneren Monolog, was es nicht einfach, wenn nicht sogar unmöglich macht, der Handlung zu folgen. Reales vermischt sich immer mehr mit Träumen, Songtexten und Vorstellungen. Immer zentral ist Marie, ihre Freundin und spätere Mitbewohnerin, die sie bewundert und vielleicht auch begehrt. Im Laufe des Romans wird immer mehr deutlich, dass die Protagonistin Probleme hat, mit ihrem Leben zurechtzukommen. Es fällt mir schwer, etwas über diesen Roman zu sagen. Er hat mich an vielen Stellen verstört, an noch mehr Stellen irritiert und verwirrt. Auch wenn ich bis zuletzt nicht alles verstanden habe, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Der Stil zieht einen in seinen Bann, entwickelt einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann und ist in diesem Sinne sogar sehr passend zum Inhalt. Im Großen und Ganzen denke ich, dass der Debütroman durchaus trotz allem zu empfehlen ist.

Ähnliche Bücher