Empfehlungen basierend auf "Benin"
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von Jürgen Osterhammel
In dieser grandiosen Weltgeschichte des 19. Jahrhunderts erzählt Jürgen Osterhammel kundig, schwungvoll und facettenreich die Geschichte einer Welt im Umbruch. Aus einer Fülle an Material und einer Vielzahl unterschiedlicher Blickwinkel entsteht dabei das tiefgründige Porträt einer faszinierenden Epoche.Osterhammel fragt nach Strukturen und Mustern, markiert Zäsuren und Kontinuitäten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Seine kulturübergreifenden, thematisch aufgefächerten Darstellungen und Analysen verbinden sich dabei zu einem kühnen Geschichtspanorama, das nicht nur traditionelle eurozentrische Ansätze weit hinter sich läßt, sondern auch erheblich mehr bietet als die gängigen historiographischen Paradigmen wie Industrialisierung oder Kolonialismus. Die Herausbildung unterschiedlicher Wissensgesellschaften, das Verhältnis Mensch-Natur oder der Umgang mit Krankheit und Andersartigkeit kommen darin ebenso zur Sprache wie Besonderheiten der Urbanisierung, verschiedene Formen von Bürgerlichkeit oder die Gegensätze von Migration und Seßhaftigkeit, Anpassung und Revolte, Säkularisierung und Religiosität. Zugleich stellt Osterhammel immer wieder Bezüge zur Gegenwart her.Auf der Höhe der Forschung, engagiert geschrieben und zugleich wohltuend unideologisch, ist sein Werk nicht nur ein unverzichtbares Handbuch für jeden Historiker. Seine plastischen Schilderungen ziehen auch den interessierten Laien in den Bann eines Jahrhunderts, dessen historische Bedeutung in dieser fulminanten Epochengeschichte ganz neu ausgelotet wird
von Jürgen Wertheimer
Was hält Europa zusammen? Gibt es Gemeinsamkeiten in den Werken der Kunst und Kultur, die sie als europäisch kenntlich machen? In einer fesselnden Reise durch über 2000 Jahre europäischer Kulturgeschichte zeigt Jürgen Wertheimer, was Europa ausmacht: Es nimmt sich seit jeher als Gemeinschaft wahr, die ständigem Wandel unterliegt, die zwischen Autonomie und Zusammenhalt schwankt - ohne sich auf ein starres Selbstbild zu verpflichten. Trotz aller Krisen und Kriege liegt darin auch seine Stärke: Seit der Antike hat sich eine einzigartige Kultur der Neugier, Selbstbefragung und Offenheit gebildet, die sich in den vielfältigen kulturellen Zeugnissen Europas spiegelt - von Homer bis in unsere Zeit. "Wir leben auf einem Kontinent der Kontraste - so sieht es Jürgen Wertheimer. In seinem Buch führt er durch mehr als 2000 Jahre europäischer Kulturgeschichte und entdeckt darin ebenso viele Muster wie Metamorphosen" (NZZ)
von Neil MacGregor
Was uns eine steinerne Säule über einen großen indischen Herrscher erzählen kann, der seinem Volk Toleranz predigt, was spanische Dukaten uns über die Anfänge der globalen Währung verraten, oder was ein viktorianisches Teeservice uns über die Macht des Britischen Empires offenbart - Neil MacGregor beschreibt all diese Objekte nicht einfach nur, sondern erschließt uns durch ihre Betrachtung immer auch ein Stück Weltgeschichte. Wer den hier versammelten Dingen - vom afrikanischen Faustkeil bis zur Solarlampe Made in China - auf diese Weise begegnet, sieht die Geschichte als ein großes Kaleidoskop - kreisend, vielfältig verbunden, unentwegt voller Überraschungen. Ein intellektuelles und ästhetisches Vergnügen von der ersten bis zur letzten Seite und eines der außergewöhnlichsten historischen Bücher der letzten Jahre.
von Josef Kreiner
In diesem umfassend aktualisierten Band wird die Geschichte des fernöstlichen Inselreichs erzählt, das den Europäern zwar oft exotisch erscheint, aber insbesondere im 20. Jahrhundert mit dem Alten Kontinent in engem Kontakt stand. In dieser Neuausgabe sind auch die jüngsten Geschehnisse um die Abdankung des 125. Tenno dokumentiert.
von Adam Zamoyski
Einleitung 1. Der aufgeschreckte Löwe 2. Der Retter Europas 3. Die Friedensstifter 4. Ein Krieg für den Frieden 5. Diskrete Verhandlungen 6. Farce in Prag 7. Das Spiel um Deutschland 8. Die ersten Walzertakte 9. Ein Stück vom Kuchen 10. Diplomatie des Schlachtfelds 11. Triumph in Paris 12. Frieden 13. Die Londoner Runde 14. Gerechte Vereinbarungen 15. Die Bühne wird gerichtet 16. Punkte auf der Tagesordnung 17. Noten und Bälle 18. Ferienzeiten für die Fürsten 19. Ein Friedensfest 20. Guerre de plume 21. Ein politisches Karussell 22. Diplomatische Explosionen 23. Kriegstanz 24. Krieg und Frieden 25. Der sächsische Handel 26. Unerledigte Punkte 27. Der Flug des Adlers 28. Die Hundert Tage 29. Der Weg nach Waterloo 30. Wellingtons Sieg 31. Die Bestrafung Frankreichs 32. Letzte Riten 33. Disharmonisches Konzert 34. Der Stillstand Europas Anhang Anmerkungen Literatur Bildnachweis Personenregister
von Martin Zimmermann
Was ich über die Weltgeschichte wissen darf... und kann: Herausgeber und Autor der Einführungen in die Kapitel ist Professor für Alte Geschichte an der Universität München. Die Beiträge stammen von verschiedenen Historikern. Die kurzen Aufsätze von je zwei Seiten sind gut verständlich, überblickbar und berücksichtigen Geschichte von der Steinzeit bis in die Gegenwart weltweit. Sie zoomen je einen exemplarischen Tatbestand (historisches Ereignis, geschichtliche Situation, Institution oder Person etc.) heran. So entsteht ein interessantes, ansprechendes, stattliches Buch mit Texten, die auf prägnante Art historische Erkenntnisse anschaulich machen. Mit der Kürze der Texte, mit kleinen Illustrationen und klärenden Randnotizen kommt das Buch den Leseeigenarten heutiger Jugendlicher verständnisvoll entgegen. Ab 14 Jahren, ausgezeichnet, Ruedi W. Schweizer.
von Eckart Frahm
Die 3000 Jahre Geschichte des alten Mesopotamien umfassen – zusammen mit der ungefähr gleichzeitigen Kultur des alten Ägypten – nichts weniger als die gesamte erste Hälfte der Menschheitsgeschichte. Die in ungeheuer großer Menge überlieferten Keilschrift-Quellen sind, wie ein Assyrologe es mal formulierte, »unsere ältesten Familiendokumente«. Trotzdem erscheint uns die Kultur der Sumerer, Assyrer und Babylonier außerordentlich fremd. Sie lag Jahrtausende unter Schutt und Sand verborgen, kaum Traditionen verbinden uns mit ihr. Der deutsche, in Yale/USA lehrende Altorientalist Eckart Frahm unternimmt es, das alte Zweistromland heute verständlich zu machen.
von Ulrich Herbert
Die deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert sieht Ulrich Herbert durch zwei Perspektiven bestimmt, die zueinander in Widerspruch stehen. Zum einen die großen Kriege und Katastrophen, die das deutsche 20. Jahrhundert in zwei Teile spalten - vor und nach 1945. Deutschland ist das Land, in dem die radikalen Ideologien von links und rechts erdacht wurden, und das einzige, in dem sie jeweils staatliche Form annahmen. Das prägt die erste wie die zweite Hälfte des Jahrhunderts. Zum anderen der Aufstieg der modernen Industriegesellschaft, der über die verschiedenen politischen Systeme hinweg zu jahrzehntelangen Auseinandersetzungen um die soziale und politische Ordnung führt. Kriege und Terror, Utopie und Politik, Kapitalismus und Sozialstaat, Sozialismus und demokratische Gesellschaft, Geschlechter und Generationen, Kultur und Lebensstile, europäische Integration und Globalisierung: Wie diese widersprüchlichen Ereignisse und Entwicklungen strukturiert und aufeinander bezogen sind, davon handelt dieses Buch. (Verlagstext) Vom Feuilleton hoch gelobte Geschichte Deutschlands mit besonderer Berücksichtigung der Zeit des Nationalsozialismus und der Wende zu einem demokratischen Deutschland nach 1945. Nicht alle Bände der Serie über die Geschichte europäischer Länder wurden angeboten (s. Vergleichstitel). (S. Preisler)