4.3

Befreit

von Tara Westover

Format:Hardcover

Von den Bergen Idahos nach Cambridge - der unwahrscheinliche "Bildungsweg" der Tara Westover. Tara Westover ist 17 Jahre alt, als sie zum ersten Mal eine Schulklasse betritt. Zehn Jahre später kann sie eine beeindruckende akademische Laufbahn vorweisen. Aufgewachsen im ländlichen Amerika, befreit sie sich aus einer ärmlichen, archaischen und von Paranoia und Gewalt geprägten Welt durch - Bildung, durch die Aneignung von Wissen, das ihr so lange vorenthalten worden war. Die Berge Idahos sind Taras Heimat, sie lebt als Kind im Einklang mit der grandiosen Natur, mit dem Wechsel der Jahreszeiten - und mit den Gesetzen, die ihr Vater aufstellt. Er ist ein fundamentalistischer Mormone, vom baldigen Ende der Welt überzeugt und voller Misstrauen gegenüber dem Staat, von dem er sich verfolgt sieht. Tara und ihre Geschwister gehen nicht zur Schule, sie haben keine Geburtsurkunden, und ein Arzt wird selbst bei fürchterlichsten Verletzungen nicht gerufen. Und die kommen häufig vor, denn die Kinder müssen bei der schweren Arbeit auf Vaters Schrottplatz helfen, um über die Runden zu kommen. Taras Mutter, die einzige Hebamme in der Gegend, heilt die Wunden mit ihren Kräutern. Nichts ist dieser Welt ferner als Bildung. Und doch findet Tara die Kraft, sich auf die Aufnahmeprüfung fürs College vorzubereiten, auch wenn sie quasi bei null anfangen muss ... Wie Tara Westover sich aus dieser Welt befreit, überhaupt erst einmal ein Bewusstsein von sich selbst entwickelt, um den schmerzhaften Abnabelungsprozess von ihrer Familie bewältigen zu können, das beschreibt sie in diesem ergreifenden und wunderbar poetischen Buch. (Verlag)

Biografien & Memoiren
384 SeitenHardcover
Erschienen an: 2018-09-07

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Aktuelle Rezensionen(3)

4.3(40 ratings)
MimiohRezension von Mimioh

Erschreckend ehrliche Erzählung eines Lebens und einer Realität, die dein meisten von uns völlig fremd ist. Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe.

NiciRezension von Nici

Die Geschichte, die eigentlich keine ist, sie ist Realität hat mich sehr beeindruckt und motiviert. Es ist, wie der Name schon sagt, eine Geschichte der Befreiung durch Bildung. Trotzdem muss ich sagen, dass ich besonders am Anfang schwer rein gefunden habe. Der erste Teil fiel mir schwer zu lesen. Doch die anderen Teile haben mir besser gefallen. Die Frage dir sich mir stellt: Habe ich überhaupt das Recht, eine Bewertung abzugeben, da es sich hier doch um ein Leben, um Erinnerungen handelt und nicht um Fiktion?

_mazzzin_Rezension von _mazzzin_

Dieses Werk beleuchtet fabelhaft, was geschieht, wenn Kinder, ohne gleichzeitigen Bezug zur Außenwelt, über Jahre hinweg den versessenen Ideologien ihrer Eltern ausgesetzt werden. Welch gravierende Probleme hierdurch auch im Erwachsenenalter zu entstehen vermögen, beschreibt Tara Westover auf fesselnde Weise. Damit absolut lesenswert und völlig zurecht auf der New York Times List!

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