Empfehlungen basierend auf "Ausgewählte Werke in acht Bänden"

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von Alexander Granach

Vom Bäckergesellen zum gefeierten Theaterstar – der unglaubliche Lebensweg des Alexander Granach.Alexander Granachs Lebensweg ist beispiellos. Das neunte Kind einer jüdischen Bauersfamilie kämpft sich mit atemberaubender Vitalität und großem Improvisationstalent aus der galizischen Provinz bis nach Berlin, wo es ihm gelingt, an Max Reinhardts Schauspielschule zugelassen zu werden. Der erste Weltkrieg, an dem er als Soldat teilnimmt, kann die glänzende Karriere Granachs zum gefeierten Theater- und Stummfilmstar nur aufschieben, nicht verhindern. In der Emigration in den USA schreibt er seine mitreißenden und anrührenden Erinnerungen.

von Emmanuel Carrère

Eduard Limonow, spätestens seit der Gründung der Nationalbolschewistischen Partei eine der umstrittensten und widersprüchlichsten Figuren Russlands, lebt sein abenteuerliches Leben mit einer schwindelerregenden Intensität. Er hatte Sex mit unzähligen Männern und Frauen, verführte Minderjährige, wurde Familienvater, lebte als hungerleidender und partyfeiernder Dandy in den USA und in Paris, gründete eine Partei, kämpfte als Freiwilliger in diversen Kriegen, tötete und saß im Gefängnis. Seine politische Wandlung vollzog sich von extrem links nach extrem rechts bis hin zur Auflösung dieser Begriffe. Carrère erzählt in dieser alle Genres sprengenden Romanbiografie, die den Leser von der ersten Seite an in gefesselte Aufmerksamkeit versetzt, die schillernde Geschichte Eduard Limonows, rekonstruiert ein Leben, das ihn fasziniert und auch abstößt und skizziert wie nebenbei seine eigene Annäherung an das heutige Russland.

von Peter-Andr+â-¬ Alt

Eberhard Falcke, der Peter André Alts Kafka-Biografie den Hörern des Norddeutschen Rundfunks in den höchsten Tönen zur Lektüre empfahl, hat völlig Recht: Dieses Buch "hat das Zeug zum Standardwerk."-- Ein Standardwerk, das mit dem Leben dieses (nicht nur literarischen) Sonderlings sehr eindrücklich auch die Gestimmtheit des späten 19. und frühen 20. Jahrhundert porträtiert. Neue Einsichten in das Werk und dessen Verfassers Innenleben gewährt Alt mit einer ganzen Reihe von in den Fluss seiner glänzend geschriebenen Lebenserzählung eingefügten Werkinterpretationen, die den geistigen und psychischen Kontext souverän zur Darstellung bringen. Im Spiegel von äußerem wie innerem Leben und dem mit diesem mehr als bei irgendwem sonst innig verschränkten Werk werden die kulturellen und geistigen Strömungen sowie die politische Zeitläufte in der Perspektive des Ausnahmeliteraten sichtbar gemacht. Dessen Blick auf die geschichtlichen Ereignisse freilich ist ein merkwürdig distanzierter: "Die gravierenden Zäsuren, die Europa am Beginn des 20. Jahrhunderts bestimmen, spielen für Kafkas Leben scheinbar keine Rolle", finden aber immerhin hier und da als "literarisches Ereignis" Verwendung, wie etwa die russische Revolution 1905 für Das Urteil. Seine eigentliche Inspiration jedoch schöpfte Kafka -- man möchte sagen: zum Glück -- "nur in Bruchteilen aus den Zonen der externen Realität".Nach seiner völlig zu Recht hoch gelobten zweibändigen Schiller-Biografie ist Peter-André Alt abermals ein großer Wurf gelungen! --Andreas Vierecke

von Stefan Zweig

Ja, es stimmt, was der kurze Einführungstext im Sammelband Meistererzählungen formuliert: Der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig (1881-1942) war ein Erzähler aus Leidenschaft. Seit er 1904 seine erste Novelle veröffentlichte, blieb er dieser Gattung bis zu seinem Freitod im Exil auf der Flucht vor den Nationalsozialisten in Petrópolis bei Rio de Janeiro treu. Er tat dies in einer psychologisch durchdringenden, schon damals wohl leicht antiquiert klingenden Sprache. Hin und wieder hat Zweig die Leidenschaft für das Erzählen auch übermannt, etwa in den überaus pathetisch daher kommenden Sternstunden der Menschheit. Im Idealfall aber hat er sie kanalisiert und die menschlichen Leidenschaften selbst zum Gegenstand seiner Geschichten werden lassen.Meistererzählungen besteht fast ausschließlich aus solchen Idealfällen. Versammelt sind die Erzählungen:- Brennendes Geheimnis- Der Amokläufer- Brief einer Unbekannten- Die Frau und die Leidenschaft- Verwirrung der Gefühle- Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau- Episode am Genfer See- Die unsichtbare Sammlung- Schachnovellewobei letztere sicher die bekannteste, bei weitem aber nicht die beste Erzählung Zweigs darstellt. So ist denn jeder aufgerufen, mit Hilfe dieser überaus preisgünstigen Sonderausgabe auch die anderen, mehr oder weniger bekannten (und zum Teil fast 100 Seiten umfassenden) Geschichten des österreichischen Klassikers zu entdecken. Aber auch für jene, die sie bisher nur in vergilbten Taschenbuchausgaben aus Schulzeiten im Bücherregal stehen haben, lohnt sich die Anschaffung. Denn Meistererzählungen ist nicht nur ein sehr preisgünstiges, sondern auch noch ein wunderschön gemachtes Buch.Einziger Wermutstropfen ist da lediglich, dass man sich nicht nur einen Zwölfzeiler als Begleittext, sondern ein ausführliches Vor- oder Nachwort als Einführung beziehungsweise Ausklang gewünscht hätte. Aber dies ist wohl noch am ehesten zu verschmerzen. --Stefan Kellerer

von Franz Kafka

Der Brief an den Vater ist ein im Jahre 1919 verfasster und niemals abgeschickter Brief Franz Kafkas an seinen Vater. Er wurde erst 1952 veröffentlicht und ist ein beliebter Text für psychoanalytische und biographische Studien über Kafka.Nachdem Kafka 1919 bei einem Kuraufenthalt in Schelesen (Böhmen) Julie Wohryzeck kennenlernte und sich einige Monate später mit ihr verlobte, reagierte sein Vater ungehalten auf seine unstandesgemäßen Heiratspläne. Es wird angenommen, dass dies Kafka veranlasste, zwischen dem 10. und 13. November 1919 den Brief zu verfassen. Die Hochzeit war ursprünglich für November geplant, fand jedoch nie statt. Der vordergründige Anlass war eine vergebliche Wohnungssuche.Der ausladende Brief besteht im Original aus 103 handschriftlichen Seiten (45 Seiten in der Maschinenfassung), auf denen Kafka versucht, seinen Vaterkonflikt schreibend zu bewältigen. Viele seiner Lebensschwierigkeiten schreibt er der totalen Wesensverschiedenheit zwischen sich und dem Vater zu. Der Brief endet mit der Hoffnung, dass sich durch ihn beide ein wenig beruhigen würden und Leben und Sterben leichter gemacht werden könnten.

von Georgi Gospodinov

»›Der Gärtner und der Tod‹ erzählt mit großer Zartheit und Demut von Krankheit und Tod seines Vaters.«

von Christoph Ransmayr

Christoph Ransmayr wurde 1954 in Wels/Oberösterreich geboren und lebt nach Jahren in Irland und auf Reisen wieder in Wien. Neben seinen Romanen »Die Schrecken des Eises und der Finsternis«, »Die letzte Welt«, »Morbus Kitahara«, »Der fliegende Berg«, »Cox oder Der Lauf der Zeit«, »Der Fallmeister. Eine kurze Geschichte vom Töten« und dem »Atlas eines ängstlichen Mannes« erscheinen Spielformen des Erzählens, darunter »Damen & Herren unter Wasser«, »Geständnisse eines Touristen«, »Der Wolfsjäger« (gemeinsam mit Martin Pollack) und »Arznei gegen die Sterblichkeit«. 2022 erschien die Sammlung von Gedichten und Balladen »Unter einem Zuckerhimmel« (illustriert von Anselm Kiefer), 2024 der Erzählband »Als ich noch unsterblich war« sowie der Band »Egal wohin, Baby« mit Fotografien des Autors. Zum Werk Christoph Ransmayrs erschien der Band »Bericht am Feuer«. Für seine Bücher, die in mehr als dreißig Sprachen übersetzt wurden, erhielt er zahlreiche literarische Auszeichnungen, unter anderem die nach Friedrich Hölderlin, Franz Kafka, Bertolt Brecht und Heinrich von Kleist benannten Literaturpreise, den Premio Mondello und, gemeinsam mit Salman Rushdie, den Prix Aristeion der Europäischen Union, den Prix du meilleur livre étranger und den Prix Jean Monnet de Littérature Européenne, zuletzt im Jahr 2023 den südkoreanischen Park-Kyung-ni-Preis.Literaturpreise:Anton-Wildgans Preis der österreichischen Industrie (1989), Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (1992), Franz-Kafka-Preis (1995), Franz-Nabl-Preis der Stadt Graz (1996), Aristeion-Preis der Europäischen Union (1996, gemeinsam mit Salman Rushdie), Solothurner Literaturpreis (1997), Premio Letterario Internazionale Mondello (1997), Landeskulturpreis für Literatur des Bundeslandes Oberösterreich (1997), Friedrich Hölderlin Preis der Stadt Bad Homburg (1998), Nestroy-Preis (Bestes Stück - Autorenpreis) für »Die Unsichtbare« (2001), Bertolt-Brecht-Literaturpreis der Stadt Augsburg (2004), Heinrich-Böll-Preis (2007), Premio Itas (2009), Premio La voce dei lettori (2009), Premio Gambrinus (2010), Ernst-Toller-Preis (2013), Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau (2013), Franz-Josef-Altenburg-Preis (2014), Donauland Sachbuchpreis (2014), Fontane-Preis für Literatur (2014), Prix Jean Monnet de Littératures Européennes (2015), Prix du Meilleur livre étranger (2015), Marieluise-Fleißer-Preis (2017), Würth-Preis für Europäische Literatur (2018), Kleist-Preis (2018), Nominierung für den Man Booker International Prize (2018), Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten (2018), Ludwig-Börne-Preis (2020), Premio Navicella d'Oro der Società Geografica Italiana (2023), Park-Kyung-ni-Literaturpreis (2023)

von Werner Herzog

Die Lebenserinnerungen des großen Filmemachers Werner Herzog. - "Jetzt schon ein Klassiker.“ Daniel Kothenschulte, Frankfurter Rundschau Werner Herzogs lang erwartete Erinnerungen erzählen ein Jahrhundertleben, wie es nicht einmal in einen seiner eigenen berühmten Filme passen würde. Ein immerzu hungriger Junge, mit der Mutter aus dem bombardierten München in ein bitterarmes Nest in den Alpen geflohen. Ein Jugendlicher, der ganz allein lostrampt und bald darauf im hintersten Ägypten im Fieberwahn auf den Tod wartet. Ein Liebender, ein Enthusiast, ein Getriebener: Ein Mann, der mitten im Dschungel leise auf den tobenden Klaus Kinski einredet, ein Mann, der weinend um seinen Freund Bruce Chatwin an dessen Sterbebett sitzt. Wüst und sanft, voller Lebensgier und Staunen über unsere Welt ist dieses Buch ein literarisches Ereignis.

von Susan Sontag

„Mein Leben ist mein Kapital, das Kapital meiner Imagination“, sagte Susan Sontag einmal. Ihre Tagebücher sind Spiegel dieses Selbstverständnisses, das bei ihr auch immer an die Politik geknüpft war. Zentral sind ihr Aufenthalt in Hanoi und ihr Engagement in den USA gegen den Vietnamkrieg, ihre Begegnung mit Mary McCarthy und Reisen nach China, Marokko und Israel. In den Jahren 1964 bis 1980, die geprägt sind von ihrer Auseinandersetzung mit der Kunst von John Cage, Marcel Duchamp, Jasper John und vor allem Joseph Brodsky, entstehen auch Sontags bedeutendste Bücher. In diesen Tagebüchern legt eine der außergewöhnlichsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts das intime Zeugnis ihrer Reifejahre ab. Die Übersetzung wurde von der Brougier-Seisser-Cleve-Werhahn-Stiftung gefördert: www.bscw-stiftung.de.

von Victor Klemperer

AS NEW softcover, clean text, solid binding, NO remainders NOT ex-library slight shelfwear / storage-wear; WE SHIP FAST. Carefully packed and quickly sent. 201601869 Helen Henley with her own personal story of sexual discovery and adventure makes a special claim for honesty. Using her own unique litery style as key, she opens a door onto an extraordinary world of sexual pleasure never previously examined by literature. Together with those who take such pleasure in dressing, walking and wading in rubber, lesbians, transvestites and bondage masochists inhabit this seamy world and through them strides Helen Henley in her high patent leather boots dispensing her favours with colourful imagery and humour. A entertaining funny, erotic and thought provoking read. Along with Jeanette Luther, Helen is one of the pioneers of dressing for pleasure and this book reveals just how far we have moved forward in a short space of time. "At bus stops, standing in the rain in my long red satin rubber cape, I was the traveller for whom drivers stopped to offer a lift. So remarkable was the effect of the material that I often wondered why the less beautiful, the less gifted, the less self-assured and the lost and lonely did not seek to change their restricted life pattern by wearing and adopting this uniquely attracting material?" We recommend selecting Priority Mail wherever available. (No shipping to Mexico, Brazil or Italy.)