Authentischer Erlebnisbericht aus der Psychiatrie. Nach einem Selbstmordversuch lässt sich die Ich-Erzählerin freiwillig in eine psychiatrische Anstalt einweisen. Dort unterzieht man sie einer Arsenkur. Ein Arzt empfiehlt ihr einen "ordentlichen, strengen Dienstplatz" als "das beste Mittel gegen Hysterie" und macht sich über ihren schriftstellerischen Ehrgeiz lustig. Aus der Sicht der Institution sind das eben die Ideen einer Verrückten. Mit lakonischer Präzision porträtiert Lavant Ärzte, Schwestern und die Mitpatientinnen, die an Wahn, Katatonie, Depressionen und Magersucht leiden. Und wenn sich auch in der Psychiatrie seit 1935 viel geändert hat, so ist Lavants Kritik an ihr in manchen Punkten leider immer noch aktuell.
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Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus.
von Christine Lavant, Annette Steinsiek, Ursula A. Schneider
Authentischer Erlebnisbericht aus der Psychiatrie. Nach einem Selbstmordversuch lässt sich die Ich-Erzählerin freiwillig in eine psychiatrische Anstalt einweisen. Dort unterzieht man sie einer Arsenkur. Ein Arzt empfiehlt ihr einen "ordentlichen, strengen Dienstplatz" als "das beste Mittel gegen Hysterie" und macht sich über ihren schriftstellerischen Ehrgeiz lustig. Aus der Sicht der Institution sind das eben die Ideen einer Verrückten. Mit lakonischer Präzision porträtiert Lavant Ärzte, Schwestern und die Mitpatientinnen, die an Wahn, Katatonie, Depressionen und Magersucht leiden. Und wenn sich auch in der Psychiatrie seit 1935 viel geändert hat, so ist Lavants Kritik an ihr in manchen Punkten leider immer noch aktuell.
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