Empfehlungen basierend auf "Aprilwetter"
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von Clarice Lispector
»Endlich wird eine der geheimnisvollsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts in all ihren schillernden Facetten wiederentdeckt.« Orhan PamukIdalina sucht einen Weg zwischen Vernunft und Leidenschaft, Luísa ringt um innere Stärke und Tuda um ein Leben ohne Therapeuten. In Kurzprosa von beispielloser Originalität lotet Clarice Lispector die Paradoxien des Daseins und die Grenzen des Sagbaren aus: Wahnsinn wird zu Weisheit, Angst zu Mut, wenn sie das Innerste ihrer nur auf den ersten Blick alltäglichen Figuren – meist Frauen – nach außen kehrt. Poetisch und tiefgründig, gleichen ihre Erzählungen flirrenden Träume von einer geheimnisvollen Welt… International als einer der Höhepunkte brasilianischer Literatur bekannt, ist Lispectors Kurzprosa im deutschsprachigen Raum noch zu entdecken. Der vorliegende Band mit vierzig teils erstmals ins Deutsche übertragenen Geschichten verspricht eine aufregende Begegnung mit der suggestiven Kraft ihrer Sprachkunst.
von Claudia Schumacher
Juli wächst in einer Vorzeigefamilie auf: Die Eltern sind Rechtsanwälte, sie ist Klassenbeste. Doch in der Kleinstadtvilla herrscht das Grauen. Der Vater drillt die Kinder auf Leistung, prügelt sie und seine Frau. Juli wird älter, fordert ein Ende der Gewalt, deren Realität von der Mutter vehement abgestritten wird. Einzig ihre Geschwister und eine Maus geben Halt. Doch wie kann man sich befreien, wenn man weder den Eltern noch den eigenen Erinnerungen traut? Die Befreiung gerät zum Feldzug – gegen die Eltern und das eigene Ich. Drei Jahrzehnte folgen wir Juli, die mit aller Macht versucht, die Deutungshoheit über ihr Leben zu erlangen. Ein eindringlicher Roman über Verletzungen und eine mögliche Heilung, voller Originalität und Wärme.»Intensiv, wach, klug!« Helga Schubert»Das hier ist nicht einfach nur ein starkes Debüt, es ist ein sprachgewaltiger, erschütternder, psychologisch kluger Wurf. Wie so oft im echten Leben liegt in diesem Roman alles dicht beisammen; das Komische neben dem Verstörenden, das Traurige und Schmerzhafte beim Zärtlichen. Es ist nicht leicht, die Worte für eine solche Geschichte zu finden, und ich kann mir nur zwei Personen vorstellen, die das so hinbekommen hätten: Der eine ist der wütende junge J.D. Salinger, in Bestform. Der Name der anderen Person steht auf dem Cover dieses Buchs.« Benedict Wells
von James Baldwin
Baldwins explizitester, leidenschaftlichster RomanWarum hat Rufus Scott - ein begnadeter schwarzer Jazzer aus Harlem - sich das Leben genommen? Wegen seiner Amour fou mit der weissen Leona, einer Liebe, die nicht sein durfte? Verzweifelt sucht Rufus' Schwester Ida nach einer Erklärung. Aber sie findet nur Wahrheiten, die neue Wunden schlagen, - auch über sich selbst. Wie ihr Bruder war Ida lange bereit, sich selbst zu verleugnen, um ihren Traum zu verwirklichen, den Traum, Sängerin zu werden. Wie ihr Bruder hat sie ihre Wut auf die Weissen, die sie diskriminieren. Bis jetzt. Baldwin verwickelt uns in ein gefährliches Spiel von Liebe und Hass - vor der Kulisse eines Amerikas, das sich selbst in Trümmer legt.
von D. C. Odesza
Seit über 188 Tagen – mehr als einem halben Jahr sind sich Maron und Gideon nicht mehr begegnet. Durch eine Intrige, die viel zu spät aufgedeckt wird, hat sich das Paar getrennt. Maron will wieder als Escortdame arbeiten, während sich Gideon mit Arbeit, Alkohol und flüchtigen Frauenbekanntschaften ablenkt. Wäre da nicht Dorians und Janes Hochzeit. Beide treffen aufeinander und was folgt, ist ein unerwartetes Spiel der Sinne. Werden beide wieder zueinanderfinden? Oder doch getrennte Wege gehen?
von Mercedes Lauenstein
»In ›Zuschauen und Winken‹ beobachtet Mercedes Lauenstein kleine Alltagsmerkwürdigkeiten und beleuchtet komisch-herzerwärmend das Zusammenleben zweier Menschen.«
von Lou Andreas-salomé
Im spätsommerlichen Paris lernt Max eine ungewöhnliche, sehr eigenständig denkende und lebende Studentin kennen. Der Psychologe ist fasziniert von der jungen Russin. Die beiden kommen sich nahe, doch ihre Beziehung schwankt auf für ihn rätselhafte Weise zwischen vertrauensvoller Freundschaft und Verliebtheit. Max und Fenitschka verlieren sich aus den Augen, um sich später noch einmal zu treffen … Die Emanzipationsversuche einer jungen Frau um 1900, psychologisch einfühlsam erzählt von der russisch-deutschen Schriftstellerin und Rilke-Freundin Lou Andreas-Salomé (1861–1937). Mit einer Nachbemerkung.
von Hrg. Walter Trobisch
Ich liebte ein Mädchen - Ein Briefwechsel - bk763; Vandenhoeck & Ruprecht Verlag; Hrg. Walter Trobisch; pocket_book; 1977