Empfehlungen basierend auf "Ankommen"
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von Katja Riemann
"Zeit der Zäune" ist ein überraschend unterhaltsames und radikal menschliches Buch mit vielen persönlichen Einsichten.
von Rafik Schami
Mal ernst, mal augenzwinkernd macht Rafik Schami deutlich, worin sich die europäische und die arabische Kultur unterscheiden, und plädiert für ein tolerantes Miteinander. 
von Mark Benecke
Berlin als Pharmazie-Stadt?! Und ob! Ob Uran, Haushaltszucker oder Tussamag-Hustensaft, wir verdanken den Berliner Apothekern einiges! Aber auch Giftmorde, Medikamentenskandale und illegale bunte Pillen gehören zu Historie und Gegenwart Berlins wie die Universitätsklinik Charité. Die Geschichte und Geschichten streifen Medizin und Chemie, Kultur und Wissenschaft. Mark Benecke, bekennender Experte für das Abseitige, nimmt Sie mit auf Entdeckungsreise an verborgene und vergessene Ecken, zu historischen Schätzen und überraschenden Fakten, und manchmal bis in die Abgründe der menschlichen Seele.
von Stephan Anpalagan
Stephan Anpalagans neues Buch ist der richtige Beitrag für die überhitzte Migrationsdebatte.
von Navid Kermani
Ein immer noch fremd anmutendes, von Kriegen und Katastrophen zerklüftetes Gebiet beginnt östlich von Deutschland und erstreckt sich über Russland bis zum Orient. Navid Kermani ist entlang den Gräben gereist, die sich gegenwärtig in Europa neu auftun: von seiner Heimatstadt Köln nach Osten bis ins Baltikum und von dort südlich über den Kaukasus bis nach Isfahan, die Heimat seiner Eltern. Mit untrüglichem Gespür für sprechende Details erzählt er in seinem Reisetagebuch von vergessenen Regionen, in denen auch heute Geschichte gemacht wird. Navid Kermani ist im Auftrag des SPIEGEL von seiner Heimatstadt Köln durch den Osten Europas bis nach Isfahan, die Heimat seiner Eltern, gereist. Die Reise führte ihn mitten durch den jüdischen «Ansiedlungsrayon» der Zarenzeit, die «Bloodlands» des Zweiten Weltkriegs, am Riss zwischen Ost und West entlang, wo der Kalte Krieg längst nicht zu Ende ist und im Donbass zum heißen Krieg wird. Er hat die Trümmer zerstörter Kulturen und die Spuren alter wie neuer Verwüstungen gesehen. Vor allem hat er Menschen getroffen, die innerlich zerrissen sind, weil sie sich auf der Suche nach Heimat und Wohlstand auf eine Seite schlagen müssen. Mit wenigen Strichen lässt er das Nachtleben der Großstädte lebendig werden, Geschäfte wie zu Sowjetzeiten, hippe Cafés, die Gelassenheit in Frontnähe und die Angst vor den anderen, wer immer das ist. "Das Beispiel von Navid Kermani zeigt, wie voraussetzungsreich eine Autorschaft gemacht sein muß, wie vielfach gebrochen, marginalisiert, davon betrübt und zugleich euphorisiert, wie sehr, bei aller Kritik, weltbegeistert sie sein muß, daß sie sich die Rolle des politischen Schriftstellers, die auch besonders schön leuchtet, zutrauen darf." Rainald Goetz, Dankesrede zur Verleihung des Büchner-Preises 2015
von Teju Cole
Teju Cole betrachtet Kunst, wie er die Welt betrachtet: mit dem Blick eines unsystematischen Historikers, der zunächst beobachtet, beschreibt, das Offensichtliche betrachtet, um zum weniger Offensichtlichen vorzudringen, das darunter liegt. Seine Essays handeln vom Unterwegssein, von politischer Moral, von Rassismus und von dem, was ihn geistig nährt, ob Essays von Baldwin, Gedichte von Tranströmer oder neue Meister der Fotografie auf Instagram. Und immer wieder zieht er erhellende Verbindungen, von der konkreten Gegenwart zur Dichtung, von der Geschichte zur Kunst. "Vertraute Dinge, fremde Dinge" offenbart den Reichtum von Teju Coles Interessen, hier findet er zum poetischen Kern seines Denkens und Schreibens.
von Thomas Harding
Fünf Familiengeschichten sind mit dem Holzhaus in Gross Glienicke bei Berlin verbunden. 1927 von der jüdischen Familie Alexander erbaut, wird es 1939 beschlagnahmt und an ein NSDAP-Mitglied verkauft. Nach dem 2. Weltkrieg wird der Ort geteilt, später schneidet die Mauer den Zugang zum See ab.
von Jan Bürger
Hamburg gewann nicht durch Fürsten Bedeutung und auch nicht durch den Klerus. Die Hansestadt wuchs allein durch den Handel und galt für Reisende und Auswanderer lange als Tor zur Welt. Im Schatten seines riesigen Hafens wurde Hamburg besonders in den vergangenen 150 Jahren zum Schmelztiegel der Kulturen. Dabei wird sein vielfältiges künstlerisches Leben oft übersehen. Mit den städtischen Bahnlinien als Orientierungshilfe erkundet Jan Bürger Hamburgs einzigartige Geschichte, vom Grindel bis zur Mönckebergstraße, von der Elbphilharmonie bis nach Blankenese. Kenntnisreich und voller Überraschungen erzählt er von Schriftstellern und Gelehrten, Musikern und Malern, von der Gründung der Universität, innovativen Museen und rauschenden Künstlerfesten. Hamburg, die Stadt an der Elbe, gewann nicht durch Fürsten oder den Klerus Bedeutung, sie wartet nicht mit Schlössern und Burgen auf. Die Hafenstadt wuchs allein durch den Handel und galt für Reisende und Auswanderer ein halbes Jahrtausend lang als Tor zur Welt. Früher als andere deutsche Städte wurde Hamburg zum Schmelztiegel der Lebensformen und Kulturen. Dabei entstand die Metropole, wie wir sie heute kennen, überwiegend in den vergangenen 150 Jahren. Dennoch begegnet uns in ihr vielerorts plötzlich die ältere Vergangenheit. Mit dem Liniennetz der U- und S-Bahnen als Orientierungshilfe erkundet Jan Bürger Hamburgs Straßen und Viertel und erzählt die Geschichte ihrer vielfältigen Kultur und derer, die sie schufen. Von Literatur und Theater, von Musik und Museen, von Gräbern und Gelehrten, vom Strich und vom Hafen, vom Hirschpark und von Övelgönne – von Gotthold Ephraim Lessing, Carl Philipp Emanuel Bach, Aby Warburg, Anita Rée und Hans Henny Jahnn bis hin zu Wolfgang Borchert, Brigitte Kronauer, den Beatles und der Elbphilharmonie. Eine Entdeckungsreise durch eine der aufregendsten deutschen Städte.
von Pierre Nora, Etienne François
Statt 39,90 € jetzt nur noch 18,00 € Vom königlichen Hof, Jeanne d'Arc und den Errungenschaften der Französischen Revolution über Verdun und Vichy bis hin zu Marcel Prousts Suche nach der verlorenen Zeit und der Tour de France - in insgesamt sechzehn Essays entsteht ein lebendiges Panorama der Erinnerungslandschaft unserer Nachbarn. "Das Gedächtnis klammert sich an Orte wie die Geschichte an Ereignisse." Nach dem großen Erfolg der Deutschen Erinnerungsorte erscheint nun erstmals in deutscher Sprache eine Auswahl aus dem umfangreichen Werk, das als Grundlage und Vorbild all dieser Versuche einer neuen Gedächtnistopographie gelten kann: Les lieux de mémoire. In insgesamt sechzehn Essays beschreiben die Autoren ausgewählte zentrale Erinnerungsorte Frankreichs: der Nation, der Republik und des Landes mit seinen vielfältigen Facetten. Der Bogen spannt sich vom königlichen Hof, Jeanne d'Arc und den Errungenschaften der Französischen Revolution über Verdun und Vichy bis hin zu Marcel Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" und der Tour de France. Dabei geht es nicht um Ereignisgeschichte, sondern um eine Symbolgeschichte, die nach dem Fortleben dieser "Orte" im kollektiven Gedächtnis (nicht nur) der Franzosen fragt. Glänzend geschrieben, bieten diese Beiträge ein lebendiges Panorama der Erinnerungslandschaft unserer Nachbarn und zeigen, daß diese bemerkenswerte Form der Geschichtsschreibung stets über nationale Grenzen hinausblickt.