4.0

Am liebsten nach Süden unterwegs in Europa

von Sybille Bedford

Format:Hardcover

Sybille Bedford once wrote that travel writing is inseparable from the writer's tastes, idiosyncrasies, and general temperament--it is what happens to him when he is confronted with a column, a bird, a sage, a cheat, a riot; wine, fruit, dirt; the delay in the dirt, the failing airplane. Pleasures and Landscapes is what happened to Mrs. Bedford when, at the peak of her literary powers, she traveled through France, Italy, and the rest of Europe for Vogue, Esquire, and other magazines --eight classic essays that secure her a place at the table with A. J. Liebling and M. F. K. Fisher.

Biografien & Memoiren
219 SeitenHardcover
Erschienen an: 2008

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Aktuelle Rezensionen(1)

4.0(1 ratings)
JuliaRezension von Julia

„Champagner in Buchform“ ist mein liebstes Zitat über Sibylle Bedford, eine außergewöhnliche Frau und eine meiner liebsten Schriftstellerinnen. Am besten gefällt sie mir immer dann, wenn sie schwelgt: wenn sie von exzellenten Weinen sachkundig schwärmt, wenn sie mit großem Appetit über die Speisenfolge in einem normannischen Landhaus fachsimpelt, wenn sie das gute Leben auf Reisen für uns Leser*innen erfahrbar macht. Durch ausufernde Beschreibungen von Architektur und Landschaft. Durch geistreiche Bemerkungen über Land und Leute. Durch Passion für Menschen, Momente und Abenteuer. Manchmal mag dann ein Absatz zu ausführlich erscheinen, der Ton gelegentlich belehrend und womöglich die ein oder andere Beobachtung aus der Zeit gefallen. Aber was für ein Glück dieser Essayband ist, um die Sehnsucht nach einer Zeit des Reisens zu vermitteln als Glamour und Gemütlichkeit und vom Guten das Beste noch zusammengehörten. „Zum Käse gab es einen 1945er Château de Pez. Wenn man Wein von jugendlicher Kraft getrunken hat, bereitet es besonderes Vergnügen, sich der vergänglichen Komplexität eines älteren Weines zuzuwenden.“ „In Sarnen verliebten wir uns in ein Haus mit weiß und rot gestrichenen Fensterläden. >>Das ist es<<, sagte Martha (Gellhorn!). >>So schön, so beruhigend. Und denk nur, wie gut man dort arbeiten könnte. Aber was würde man in der heure bleue machen?<< >>Es gibt immer einen pensionierten Major mit einer Kollektion von Monteverdi-Platten<<, sagte ich. >>Würde er den Mund aufmachen?<<, fragte Martha.“ „Denn diese Konstellation aus Hafen, kleinem Ort und Castello ist hinreißend und wird das auch bleiben, da es verboten ist, auch nur die Form eines Fensters zu verändern. Als wir ankamen, war Nebensaison und Mondschein: Mehr kann man nicht verlangen. Wir aßen. Das erste Abendessen in Italien - wird es den Erwartungen entsprechen? Reicht je etwas an das heran, woran man sich erinnert? Ja. Wir aßen leichte Pasta, die wie ein geflochtenes Nest auf dem Teller lag, mit der grünen Genueser Sauce aus zerstoßenem Basilikum und Knoblauch, dann eine gegrillte Dorade, festes Fleisch, leicht nussig im Geschmack, mit einem Schuss toskanischem Olivenöl und etwas Zitrone. Dazu tranken wir einen mir unbekannten lokalen Wein, weißen Cinqueterre, der sehr angenehm schmeckte.“

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