1989 in der DDR, Geschlossener Jugendwerkhof Torgau: Die rebellische Gonzo soll hier, wie schon ihre Freundin Anja, Heldin von "Weggesperrt", zu einer "sozialistischen Persönlichkeit" umerzogen werden. Hilflos ist sie den Methoden der Erzieher ausgeliefert und zerbricht fast an dieser Erfahrung. Als sie in ihren alten Jugendwerkhof zurückgebracht werden soll, gelingt ihr die Flucht. Sie will endlich frei sein! In einer Kleingartenanlage trifft sie René, der in den Westen abhauen will. Gemeinsam schaffen sie es über die grüne Grenze bis in die Prager Botschaft. Die Geschichte basiert auf Zeitzeugen-Interviews sowie historischen Tatsachen. Für den ersten Band "Weggesperrt" wurde die Autorin mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2010 ausgezeichnet. "Die Geschichte, die Grit Poppe in "Abgehauen" erzählt, ist fiktiv, beruht aber auf Fakten. Die Details der Botschaftsbesetzung in Prag sind gut recherchiert. Darüber wusste man bisher recht wenig. Über das Leben in dieser Ausnahmesituation erzählt die Autorin spannend und sehr lebendig. Doch besonders ergreifend ist der erste Teil des Buches, der im Jugendwerkhof spielt. Die geschilderten Grausamkeiten gehen ans Herz. Aus jedem Satz spricht namenloser Schrecken, der Leser ist geschockt. Aber Poppe bricht den Schrecken geschickt mit Gonzos Schnoddrigkeit. Und so ist "Abgehauen" nicht nur ein Roman über DDR-Verbrechen, sondern auch die Geschichte eines jungen Mädchens, das sich nicht unterkriegen lässt. Und das am Ende viel mehr gewinnt als ihre Freiheit“ (ndr.de).
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Abgehauen Roman
von Grit Poppe
1989 in der DDR, Geschlossener Jugendwerkhof Torgau: Die rebellische Gonzo soll hier, wie schon ihre Freundin Anja, Heldin von "Weggesperrt", zu einer "sozialistischen Persönlichkeit" umerzogen werden. Hilflos ist sie den Methoden der Erzieher ausgeliefert und zerbricht fast an dieser Erfahrung. Als sie in ihren alten Jugendwerkhof zurückgebracht werden soll, gelingt ihr die Flucht. Sie will endlich frei sein! In einer Kleingartenanlage trifft sie René, der in den Westen abhauen will. Gemeinsam schaffen sie es über die grüne Grenze bis in die Prager Botschaft. Die Geschichte basiert auf Zeitzeugen-Interviews sowie historischen Tatsachen. Für den ersten Band "Weggesperrt" wurde die Autorin mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2010 ausgezeichnet. "Die Geschichte, die Grit Poppe in "Abgehauen" erzählt, ist fiktiv, beruht aber auf Fakten. Die Details der Botschaftsbesetzung in Prag sind gut recherchiert. Darüber wusste man bisher recht wenig. Über das Leben in dieser Ausnahmesituation erzählt die Autorin spannend und sehr lebendig. Doch besonders ergreifend ist der erste Teil des Buches, der im Jugendwerkhof spielt. Die geschilderten Grausamkeiten gehen ans Herz. Aus jedem Satz spricht namenloser Schrecken, der Leser ist geschockt. Aber Poppe bricht den Schrecken geschickt mit Gonzos Schnoddrigkeit. Und so ist "Abgehauen" nicht nur ein Roman über DDR-Verbrechen, sondern auch die Geschichte eines jungen Mädchens, das sich nicht unterkriegen lässt. Und das am Ende viel mehr gewinnt als ihre Freiheit“ (ndr.de).
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