Empfehlungen basierend auf "1968, die Revolte"

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von Manfred Görtemaker

Als das Bundesministerium der Justiz 1949 seine Arbeit aufnahm, kam es zu ganz erheblichen personellen und politischen Verflechtungen mit dem "Dritten Reich“. Dass Juristen, die eine stark belastete NS-Vergangenheit hatten, in der Behörde Dienst taten, wurde nicht als problematisch empfunden. Dieses grundlegende Werk zeigt, wer alles im Ministerium unterkam und welchen Einfluss das auf die Rechtspraxis hatte – nicht zuletzt bei der Strafverfolgung von NS-Tätern. Die "Rosenburg" in Bonn war von der Gründung der Bundesrepublik bis 1973 der Sitz des Bundesministeriums der Justiz. 2012 setzte das Ministerium eine Unabhängige Wissenschaftliche Kommission ein, die den Umgang der Behörde mit der NS-Vergangenheit in den Anfangsjahren der Bundesrepublik erforschen sollte. Zu diesem Zweck erhielt die Kommission uneingeschränkten Aktenzugang. Dieses Buch präsentiert ihre Ergebnisse. Zum "Geist der Rosenburg", so zeigt die Studie, trugen maßgeblich Beamte und Mitarbeiter bei, die zuvor im Reichsjustizministerium, bei Sondergerichten und als Wehrrichter tätig gewesen waren. Ihre Karrieren vor und nach 1945 zeichnet die Kommission ebenso nach wie die Belastungen, die dies für das Ministerium und den Inhalt seiner Politik darstellte. So wird unter anderem gezeigt, welche zentrale Rolle das Ministerium spielte, als 1968 Zehntausende von Strafverfahren gegen NS-Täter eingestellt wurden.

von Nelson Mandela

BRIEFE, DIE TIEF BEWEGEN UND BEEINDRUCKEN - DAS INTERNATIONALE BUCHEREIGNIS 1962, auf dem Höhepunkt einer brutalen Kampagne des südafrikanischen Apartheidregimes gegen die politische Opposition, wurde der vierundvierzigjährige Anwalt und Aktivist des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) Nelson Mandela verhaftet. Er ahnte nicht, dass er die folgenden siebenundzwanzig Jahre im Gefängnis verbringen würde. Im Laufe seiner 10 052 Tage in Haft schrieb der künftige Führer Südafrikas eine Vielzahl von Briefen an sture Gefängnisbehörden, an Mitstreiter, Regierungsfunktionäre und insbesondere an seine Frau Winnie und seine fünf Kinder. Nun erlauben uns mehr als 250 ausgewählte Briefe, die meisten davon bislang unveröffentlicht, einen höchst unmittelbaren Blick auf diesen außergewöhnlichen Menschen. Ob er über den Tod seines Sohnes Thembi schreibt, ob er seine ebenfalls inhaftierte Frau unterstützt oder eine bis heute aktuelle Philosophie der Menschenrechte entwirft - aus den "Briefen aus dem Gefängnis" spricht ein Mann, den keine Macht auf Erden zu beugen vermochte. Heute wird Nelson Mandela als einer der inspirierendsten Menschen des 20. Jahrhunderts verehrt. "Eine neue Welt wird nicht von denen geschaffen, die tatenlos beiseitestehen, sondern von denen, die sich in die Arena begeben, deren Kleider vom Sturmwind zerfetzt sind und deren Leiber im Kampf bleibende Spuren davontragen." Nelson Mandela "Mandelas Worte geben uns einen Kompass in einem Meer des Wandels." Barack Obama

von Maren Gottschalk

Als Widerstandskämpferin und Mitglied der »Weißen Rose« wurde Sophie Scholl (1921-1943) zum Mythos. Ihr Mut und ihre Unerschrockenheit sind umso erstaunlicher, als sie noch wenige Jahre vorher eine begeisterte HJ-Führerin war. Neue Quellen zeigen, dass das Mädchen Sophie Scholl eine viel kompliziertere und spannendere Persönlichkeit war als bisher bekannt. Nach 1933 ging ein Riss durch die Familie Scholl: Während die Eltern in Hitler einen gefährlichen »Rattenfänger« sahen, ließen sich die Scholl-Kinder faszinieren von HJ und BDM. Doch Sophie Scholl glaubte auch an Freiheit und Nächstenliebe und fühlte sich immer mehr abgestoßen von der Menschenverachtung des NS-Regimes. Über ihren Freund, den jungen Offizier Fritz Hartnagel, mit dem sie eine innige, aber schwierige Liebesbeziehung verband, erfuhr sie die grausame Wahrheit über den Ostfeldzug. Kurz bevor sie am 18. Februar 1943 zusammen mit ihrem Bruder Hans in der Münchner Universität die Flugblätter der Weißen Rose verteilte und dabei verhaftet wurde, sagte sie: »Es fallen so viele Menschen für das Regime, es ist an der Zeit, dass jemand dagegen fällt.« Mit 21 Jahren wurde Sophie Scholl hingerichtet. Ein vielschichtiges Porträt, das Sophie Scholl zum Leben erweckt, gerade indem es sie nicht nur auf die »Widerstandskämpferin« reduziert. Maren Gottschalk hat dafür viele Zeitdokumente, auch bisher nicht zugängliche Briefe und Tagebücher ausgewertet. Persönlichen Gesprächen mit Sophies Schwester Elisabeth Hartnagel verdankt sie wertvolle neue Informationen.

von Alois Prinz

Warum wird ein Mensch zum Terroristen? Um die Gesellschaft mit aller Gewalt zu verändern? Weil ihm die Aktionen, auch das Töten, einen Kick verschaffen? Weil er ein skrupelloser Wirrkopf ist -- oder im Gegenteil hoch intelligent und sozial eingestellt?Einfache Antworten gibt es da kaum, erst recht nicht im Fall Ulrike Meinhof (1934-1976). Selbst der Autor steht im letzten Kapitel an ihrem Grab und hat "das Gefühl, als ob sie immer undeutlicher wird". Dabei hat er doch eine Menge Fakten und Geschichten über die Mitbegründerin der RAF zusammengetragen -- und zwar in einer nüchternen, klaren Sprache. Trotzdem geht es nicht ganz ohne Lexikon und an einigen Stellen wird es auch ziemlich philosophisch.Man muss aber gar nicht alles verstehen, um hier auf spannende Weise viel über die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und den Menschen Meinhof zu lernen. Vor ihrem "Sprung in ein anderes Leben" war sie eine fürsorgliche Mutter und angesehene Journalistin, die sich besonders für Schwache und Benachteiligte einsetzte. Deren Schicksal ging ihr offensichtlich so nahe, dass sie die Dinge immer öfter schwarz-weiß sah, sehen wollte: gute Arbeiter gegen böse Unternehmer, aufrechte Demonstranten gegen "Bullenschweine", tapfere Untergrundkämpfer gegen eine faschistische Pseudo-Demokratie.Prinz ist -- fast schon zu sehr -- darum bemüht, das alles zu verstehen und zu erklären, ohne den Lesern bestimmte Sichtweisen aufzudrängen. So gründlich und plastisch er Meinhofs Entwicklung vom kindlichen "Engel" zum "Killer-Girl" nachzeichnet -- an einigen Stellen hätte er sie ruhig noch schärfer ins Visier nehmen können, zum Beispiel wenn sie in einem Brief aus dem Gefängnis plötzlich von ihren "Auschwitzphantasien" spricht.Besser geht es immer, aber so gut muss man ihn erst einmal hinbekommen, den Lebensbericht der vielleicht meistgehassten Frau der deutschen Geschichte, die für andere wiederum eine Symbolfigur im Kampf um eine bessere Welt war. Anspruchsvolles Lese- und Denkfutter für Erwachsene ab 14. --Patrick Fischer

von Jürgen Pettinger

Jürgen Pettinger, geboren 1976 in Linz, hat Wirtschaft & Management in Innsbruck studiert und als Redakteur und Moderator von Tirol heute im ORF- Landesstudio Tirol gearbeitet. 2012 wechselte er ins ORF-Zentrum Wien. Er moderiert die ZIB18, die ZIB Flashes, ZIB Nacht und gestaltet regelmäßig TV- und Radio-Reportagen. Für das Ö1-Radiofeature Mit einem Warmen kein Pardon. Der Fall Franz Doms wurde er mit dem Prof. Claus Gatterer-Preis und dem deutschen dokKa-Preis geehrt.

von Andreas Hartinger

Der Großvater erzählt dem Enkel vom 2. Weltkrieg - so wie er ihn erlebt hat - ohne Umschweife und verklärten Pathos.Was den Leser erwartet:"Meine Feuertaufe war das einschneidendste Ereignis meines Lebens. Nichts war mehr wie zuvor. Meine jugendliche Unbekümmertheit war unter dem Eindruck der unmittelbaren Todesangst und des orchestrierten Massensterbens mit einem Mal verflogen.""Er lebte dann noch den ganzen Tag und verstarb schließlich in der darauffolgenden Nacht. Während dieser Zeit rief er immerzu um Hilfe. Kurz vor dem Tod glaubte er, seine Mutter zu sehen und beruhigte sich etwas. Ich legte noch einmal meine Hand auf seine Schulter, um ihn nicht alleine sterben zu lassen. Mit starr geöffneten Augen und beide Hände auf die Gedärme gedrückt verließ er schließlich unsere Welt.""Tief geschockt und herzstarr vor Trauer, schlugen wir uns weiter durch. Ich hatte genug von allem. Genug vom Töten. Genug vom Sterben. In den Augen des Elsässers sah ich die Frage, die auch ich mir stellte. Wann würde dieser schreckliche Krieg ein Ende haben, die Kriegstrommeln verstummen und die Waffenschmieden erlöschen? Wann würden wir uns endlich dem Leben zuwenden können und nicht dem Kriechen, Erschlagen und Zerstören?"SynopsisDie Fehler der Herrschenden werden stets von den einfachen Leuten mit Blut bezahlt. Das war schon zu allen Zeiten so. Nicht anders erging es einem steirischen Bergbauernsohn, der, in der Blüte seiner Jugend stehend, in den Fleischwolf der Ostfront geschmissen wurde. Das in einer Phase, wo der Zweite Weltkrieg für das Dritte Reich so gut wie verloren war.Im Greisenalter erinnert sich der Bergbauernsohn an jene dunklen Stunden zurück, die ihn Zeit seines Lebens verfolgt haben. Ob am Maschinengewehr im erbarmungslosen Ringen gegen einen übermächtigen Feind oder Mann gegen Mann, in einem auf die niedrigsten Instinkte menschlichen Daseins reduzierten Überlebenskampf. Er erinnert sich auch an die felsenfeste Kameradschaft in seiner Gebirgsjägertruppe, Gesten der Menschlichkeit und wahnwitzige Zerstörungswut in einer Zeit, als die Welt aus den Fugen geraten war.Der schonungslose, ehrliche und berührende Tatsachenbericht eines einfachen Frontsoldaten soll als Mahnung gelten, jederzeit für den Frieden einzustehen und den Krieg zu verachten. So lange, bis das Auge bricht…Über den AutorDr. Andreas Hartinger hat sich schon in jungen Jahren mit Zeitgeschichte auseinandergesetzt und bei beruflichen Reisen in verschiedene Krisengebiete der Welt seine eigenen Erfahrungen mit dem Krieg als unselige Geisel der Menschheit gemacht. Die vorliegende Biografie wurde vom Autor zusammen mit seinem Großvater Hans Kahr in mühevoller Kleinarbeit und unzähligen aufwühlenden Gesprächen niedergeschrieben. Was als Familienprojekt begann, hat sich in kurzer Zeit zu einem internationalen Bestseller entwickelt.

von Alois Prinz

Sein Name gilt als Inbegriff des skrupellosen Demagogen und der Massenmanipulation: Gestützt auf teilweise unbekannte Dokumente zeichnet Alois Prinz den Lebensweg von Joseph Goebbels eindringlich nach, der zum gnadenlosen “Verführer der Massen” wurde. Ein tiefer Blick in die Abgründe des ideologischen Wahns. „Joseph Goebbels einfach als teuflischen Agitator zu verstehen, der ein ganzes Volk verhext hat, wäre zu bequem. Mich interessiert, warum er eine so große Faszination ausüben und mithilfe moderner Medien Millionen Menschen zu gläubigen Gefolgsleuten des Nationalsozialismus machen konnte. Denn es geht doch vor allem darum, ihn rechtzeitig wiederzuerkennen, falls er, etwa in Gestalt des (Rechts-)Populismus, wiederkehrt.“ Alois Prinz Man nannte den geistigen Wegbereiter des Nationalsozialismus Joseph Goebbels, wegen seiner unbedingten Treue zum “Führer”, den „kleinen Hitler“ . Als Propagandaminister im “Dritten Reich” hetzte er die Bevölkerung auf, bereitete Judenverfolgung und Angriffskriege vor. Als das “Reich” in Schutt und Asche lag, schürte er immer noch den Glauben an den “Endsieg” und an eine Wunderwaffe. Der „totale Krieg“, den er 1943 mit seiner Rede im Berliner Sportpalast entfacht hatte, endete für ihn im Führerbunker, wo er zuließ, dass seine Frau Magda sich selbst und seine sechs Kinder vergiftete, damit sie nicht in einer „Welt ohne Hitler“ leben müssten. Die Presse über Prinz’ Meinhof-Biographie: »Alois Prinz hat alles zusammengetragen, was es über ‚die Meinhof' zu wissen gibt...Und was man nicht für möglich gehalten hätte, das hat er wirklich geleistet: Wenn man das Buch zuklappt, verfügt man über neue Einsichten...« DIE ZEIT »Prinz hat alles verfügbare Material zum Fall Meinhof zusammengetragen, alle Motive und Indizien rational durchgearbeitet und in einer betont schnörkellosen Sprache präsentiert.« Frankfurter Rundschau

von Christian Schweppe

Zeit der Zauderer – warum Deutschland die Zeitenwende verschläft Sonntag, 27. Februar 2022. Olaf Scholz tritt im Bundestag ans Rednerpult: Zeitenwende. An diesem Tag beginnt das Buch von Christian Schweppe. Der Journalist hat sich an die Fersen derjenigen geheftet, die des Kanzlers Worte in Taten übersetzen müssen: Minister, Abgeordnete, Militärs. Er fährt in Munitionsdepots und auf alte Militärflugplätze. Er wertet geheime Papiere aus, taucht tief ein in die Welt der deutschen Armee und folgt auch der Spur des Geldes, denn die Rüstungsindustrie wittert das große Geschäft, seit der Kanzler Aufrüstung versprochen hat. Zweieinhalb Jahre später wird klar: Die Welt mag in einer neuen Zeit aufgewacht sein, die Bundeswehr ist es nicht. Diese Langzeitreportage zeigt, wie es dazu kam und warum. Ein investigativer Blick hinter die Kulissen eines Polit-Dramas. Mehr als zwei Jahre ist Christian Schweppe durchs Land gereist und hat beobachtet, was aus der versprochenen deutschen Zeitenwende jenseits von Ankündigungen und Plänen wirklich geworden ist. Er besucht Munitionslager und geheime Flugplätze. Er sitzt mit Christine Lambrecht im Regierungsflieger und verfolgt ihren politischen Absturz. Er zeigt auf, wie wertvolle Zeit verschwendet wird. Er trifft einfache Soldaten und ranghohe Generäle, besucht den verschwiegenen Verteidigungsausschuss und seine Vorsitzende, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die sich immer mehr zur Gegenspielerin des Kanzlers entwickelt. Am Ende der Recherchen steht ein bitteres Bild: Die Bundesrepublik ist trotz allem nicht wirklich sicherer geworden. Im Kriegsfall wären wir weitgehend wehrlos. Warum? Dieser Insider-Report erzählt die ganze erschreckende Geschichte und bietet eine bedrückende Innenansicht der Zeitenwende. „Wir erleben eine Zeitenwende.“ Bundeskanzler Olaf Scholz im Deutschen Bundestag, 27. Februar 2022 • Zu wenig, zu spät: die wahre Geschichte hinter der Zeitenwende • Wie wir wehrlos wurden – und warum • Mechanismen und Blockaden der deutschen Sicherheitspolitik • Detailreiche, szenische Reportage: nahe dran an den handelnden Personen • Ein investigativer Blick hinter die Kulissen eines Polit- Dramas • Für alle Leser:innen von Robin Alexander und Stefan Lamby

von Frank Schumann

Das muss man wissen: Wofür starben Liebknecht und Luxemburg? Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg sind bis heute Ikonen der linken Bewegung. Wie ist es dazu gekommen? Was ist Fakt, was Mythos? Und was kann man heute noch von den beiden Revolutionsführern lernen – aus ihren Ideen und Schriften, aber auch aus den Ereignissen der Novemberrevolution und aus deren Scheitern? Vor 100 Jahren brach die Novemberrevolution aus. Nachdem die SPD schon 1914 ihren Burgfrieden mit dem imperialistischen Kaiserreich geschlossen hatte, spaltete sich nun die Partei, die Sozialisten gingen eigene Wege. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie rief der Reichstagsabgeordnete Karl Liebknecht vom Spartakusbund die Sozialistische Republik aus und gründete mit Rosa Luxemburg und anderen ehemaligen Sozialdemokraten die KPD. Daraufhin wurden sie Freiwild, offen wurde gegen die linken Revolutionäre plakatiert: 'Schlagt ihre Führer tot! TÖTET LIEBKNECHT!' Am 15. Januar 1919 wurden Liebknecht und Luxemburg für ihre Überzeugungen von Terroristen ermordet. Der Übergang vom Kaiserreich zur bürgerlich-demokratischen Republik von Weimar war blutig. Aber musste die Novemberrevolution so verlaufen und so enden? Warum schlug man die linken Führer tot? Gab es friedliche Alternativen für den gesellschaftlichen Wandel in Deutschland? Die kompakte 'Geschichte im Brennpunkt' zeichnet die Ereignisse vor 100 Jahren detailliert nach, fragt nach Motiven, Hintergründen und Zusammenhängen. Und macht Bezüge zur Gegenwart sichtbar.

von Lutz Hübner, Sarah Nemitz

Potsdam, September 1929: Auf einer Terrasse über den Dächern der Stadt porträtiert die jüdische Malerin Lotte Laserstein eine Gruppe von fünf Bekannten. In ihrem Atelier setzt sie die Arbeit fort. Zunächst ist die Atmosphäre beschwingt, im Lauf der Monate bis zur Reichstagswahl 1930 kippt die Stimmung: Börsenkrach, Weltwirtschaftskrise und dann ‒ der Aufstieg der Nazis. Was bedeutet das für die einzelnen Figuren? Wie verhalten sich Menschen, die unter Druck geraten? Wer wird zum Profiteur, wer zum Opfer, und wer leistet Widerstand? Lutz Hübner und Sarah Nemitz zeigen in ihrem 2017 uraufgeführten Theaterstück eine Gesellschaft, die sich radikalisiert ‒ ein brandaktuelles Thema. Mit Anmerkungen und einem Nachwort von Sascha Feuchert.