Empfehlungen basierend auf "100 Jahre S. Fischer Verlag 1886-1986 Kleine Verlagsgeschichte"
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von René Aguigah
RENÉ AGUIGAHS BRILLANTES PORTRÄT VON JAMES BALDWIN James Baldwin (1924–1987) gehört zu den wichtigsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Schon zu Lebzeiten machten ihn seine Bücher "Giovannis Room" und "The Fire Next Time" berühmt und brachten ihn auf die Coverseite des "Time Magazine". Aber Baldwin war schwarz und schwul, die Gesellschaft, in der er lebte, rassistisch und schwulenfeindlich. Aus dieser Spannung ist ein einzigartiges Werk entstanden, das die Tore weit aufgestoßen hat, durch die Generationen von Aktivisten nach ihm gegangen sind. Am 2. August 2024 wäre der große Autor, den manche einen Propheten nannten, 100 Jahre alt geworden. In seinem elegant geschriebenen Porträt skizziert Baldwin-Kenner René Aguigah das Leben Baldwins von der Herkunft in ärmlichen Verhältnissen in Harlem bis zur Flucht vor dem alltäglichen Rassismus nach Paris, seinen rasanten Aufstieg zu einem gefragten Redner und seine Beziehungen mit Martin Luther King und Malcolm X. Vor allem aber begibt sich Aguigahs essayistisches Buch auf die Suche nach dem, was Baldwin uns heute noch mitzuteilen hat. Es fragt nach dem Verhältnis zwischen seinem Künstlertum und Aktivismus, der Spannung zwischen Literatur und Politik, seinem Eintreten für Minderheiten und seinen universalistischen Überzeugungen. Baldwin, der Hass so gut kannte, hielt in seinen Romanen und Essays an der Liebe als Hoffnung fest. Aguigah porträtiert ihn als Zeugen – einer Zeit der Gewalt und des Unrechts, die bis heute fortexistieren. "Du hast mir eine Sprache gegeben, in der ich wohnen kann." Toni Morrison, Literaturnobelpreisträgerin, über James Baldwin Ein sprachmächtiger Zeuge von Gewalt und Unrecht Die Hoffnung auf Liebe in Zeiten des Hasses 100. Geburtstag von James Baldwin am 2. August 2024
von Franz Kafka
Kafkas berühmter Brief an seinen Vater, der im Nachlass gefunden wurde und seinen Adressaten nie erreichte, ist Literatur und Dokument zugleich, ein rhetorisch durchdachter Text und autobiographischer Kommentar zu bedeutenden Werken des Autors.
von Reiner Stach
This volume of Reiner Stach's acclaimed and definitive biography of Franz Kafka tells the story of the final years of the writer's life, from 1916 to 1924 - a period during which the world Kafka had known came to an end. Stach's riveting narrative, which reflects the latest findings about Kafka's life and works, draws readers in with a nearly cinematic power, zooming in for extreme close-ups of Kafka's personal life, then pulling back for panoramic shots of a wider world scarred by World War I, disease, and inflation.In these years, Kafka was spared military service at the front, yet his work as a civil servant brought him into chilling proximity with its grim realities. He was witness to unspeakable misery, lost the financial security he had been counting on to lead the life of a writer, and remained captive for years in his hometown of Prague. The outbreak of tuberculosis and the collapse of the Austro-Hungarian Empire constituted a double shock for Kafka, and made him agonizingly aware of his increasing rootlessness. He began to pose broader existential questions, and his writing grew terser and more reflective, from the parable-like "Country Doctor" stories and "A Hunger Artist" to "The Castle."A door seemed to open in the form of a passionate relationship with the Czech journalist Milena Jesenska. But the romance was unfulfilled and Kafka, an incurably ill German Jew with a Czech passport, continued to suffer. However, his predicament only sharpened his perceptiveness, and the final period of his life became the years of insight.
von Stefan Zweig
5 boxes of books, 30 books. written in German. (Kassette 1) 10 books (box has damage) 3-10-097040-3 Maria Stuart, Marie Antoinette, Triumpf und Tragik des Erasmus von Rotterdam, Joseph Fouche, Ungeduld des Herzens, Die Welt von Gestern, Drei Meister, Der Kampf mit dem Damon, Drei Dichter ihres Lebens, Sternstunden der Menschheit (Kassette 2) 5 books 3-10-097038-1 Rausch der Verwandlung, Phantastische Nacht, Die Heilung durch den Geist, Tersites / Jeremias, Silberne Saiten (Kassette 3) 5 books 3-10-097039-X Verwirrung der Gefuhele, Magallan, Die Schlaflose Welt, Begegnumgen mit Buchern, Rhythmen (Kassette 4) 5 books (box has damage) 3-10-097063-2 Der Amoklaufer, Das Lamm des Armen, Das Geheimnis des kunstlerischen Schaffens, Tagebucher (Kassette 5) 5 books 3-10-097069-1 Auf Reisen, Romain Rolland, Ben Jonson's Volpone , Castellio gegen Calvin, Brennendes Geheimnis
von Witold Gombrowicz
»Ich muss mein eigener Kommentator, besser noch mein eigener Regisseur werden. Ich muss einen Gombrowicz-Denker schmieden, zusammen mit einem Gombrowicz-Genie, einem Gombrowicz-Kulturdemagogen und vielen anderen unverzichtbaren Gombrowiczen«, beschreibt der polnische Schriftsteller sein Tagebuch-Projekt, das er seit 1952 als eigenständiges literarisches Werk konzipierte und das zu einem seinem Hauptwerk heranwuchs. Darin setzt sich Gombrowicz mit »einem Maximum an Frechheit« mit der Welt auseinander, äußert sich zu philosophischen, historischen, kulturellen, religiösen, gesellschaftlichen Themen, aber auch zu seinem Emigrantenschicksal und seiner Homosexualität.Die über 1000 Seiten sind ein Thesaurus aus Reflexionen, Analysen, Paradoxien und Provokationen, aus Erlebtem und Erfundenem, die den Leser zu Gelächter, Zustimmung und Widerspruch reizen und damit zum Nachdenken provozieren. Das Tagebuch von Witold Gombrowicz ist Autobiographie, Essay und Kunstwerk in einem. Vor allem aber ein Pamphlet gegen jedwede Unterdrückung und ideologischen Dogmatismus und das Manifest einer gnadenlosen Individualität. Maßlos und über- bordend, ein Buch ohne Ende, ein einzigartiges literarisches Monument des 20. Jahrhunderts.
von Markus Spieker
Dos-to-jew-ski! Zum 200. Geburtstag erscheint das große Buch zum großen Schriftsteller. Als Würdigung. Und als Wachmacher. Denn Dostojewski rüttelt auf, durch seine Werke genauso wie durch den faszinierenden Werdegang: vom Sohn eines Armenarztes, Literatur-Wunderkind, Revolutionär und Zwangsarbeiter in Sibirien – zum Medienunternehmer, Blogger (tatsächlich!) und schließlich gefeierten Nationaldichter. Ganz zu schweigen von seiner Zockerei, seinen Liebesverrücktheiten und vielen Krankheiten. Ist Dostojewski von gestern? Von wegen! Seine Tiefe und Schärfe lässt viele heutige Autoren flach und brav aussehen. Hochaktuell sind seine Warnungen vor einem Hyper-Individualismus und den Folgen der Abkehr von Gott. Höchste Zeit, ihn ganz frisch zu entdecken: als Erzähler, Seelenforscher, Weisheitslehrer. Auf der Grundlage der neuesten Dostojewski-Forschung werden seine Lebensstationen vorgestellt. Dabei kommt er auch ausführlich selbst zu Wort: in einem «Best of» seiner Bücher, Zeitschriften, Briefe und Notizen. Dieser einzigartige Mix aus Biografie und Anthologie steht unter dem Motto, das Dostojewski sich als 17-Jähriger gegeben hatte: «Der Mensch ist ein Geheimnis. Man muss es enträtseln.»
von Franz Kafka
Der Brief an den Vater ist ein im Jahre 1919 verfasster und niemals abgeschickter Brief Franz Kafkas an seinen Vater. Er wurde erst 1952 veröffentlicht und ist ein beliebter Text für psychoanalytische und biographische Studien über Kafka.Nachdem Kafka 1919 bei einem Kuraufenthalt in Schelesen (Böhmen) Julie Wohryzeck kennenlernte und sich einige Monate später mit ihr verlobte, reagierte sein Vater ungehalten auf seine unstandesgemäßen Heiratspläne. Es wird angenommen, dass dies Kafka veranlasste, zwischen dem 10. und 13. November 1919 den Brief zu verfassen. Die Hochzeit war ursprünglich für November geplant, fand jedoch nie statt. Der vordergründige Anlass war eine vergebliche Wohnungssuche.Der ausladende Brief besteht im Original aus 103 handschriftlichen Seiten (45 Seiten in der Maschinenfassung), auf denen Kafka versucht, seinen Vaterkonflikt schreibend zu bewältigen. Viele seiner Lebensschwierigkeiten schreibt er der totalen Wesensverschiedenheit zwischen sich und dem Vater zu. Der Brief endet mit der Hoffnung, dass sich durch ihn beide ein wenig beruhigen würden und Leben und Sterben leichter gemacht werden könnten.
von Benjamin Moser
Ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis als beste BiografieSusan Sontags glamouröse Erscheinung ist so legendär wie ihr schneidender Verstand. Das Themenspektrum, das sie in ihrem beeindruckenden literarischen Werk bearbeitete, reicht von postabstrakter Malerei über Pornografie und Existenzialismus bis hin zu Krebs und Kriegsfotografie. Für seine monumentale Biografie dieser Literaturikone des 20. Jahrhunderts konnte Benjamin Moser zahlreiche private Aufzeichnungen auswerten und erstmals Lebensgefährten wie Annie Leibovitz befragen. Sein tiefgründiges, intimes Porträt vermisst das Leben und den geistigen Kosmos dieser Intellektuellen, die wohl ebenso sehr bewundert wie gehasst wurde und für die ihre Freundin Jamaica Kincaid einmal die Worte fand: »Sie war großartig. Ich glaube, seit ich Susan kenne, möchte ich nicht mehr großartig sein.« Mit einem 32-seitigem Bildteil.Ausstattung: mit insgesamt 32-seitigem Bildteil
von Michail Jurevic Lermontov
Michail Jurevic Lermontov: Ein Held unserer ZeitEdition Holzinger. TaschenbuchBerliner Ausgabe, 2016, 4. AuflageVollständiger, durchgesehener Neusatz mit einer Biographie des Autors bearbeitet und eingerichtet von Michael HolzingerErstdruck: Petersburg 1840 (mit einem Vorwort von Lermontov). Hier nach der Übers. v. Wilhelm Lange.Textgrundlage ist die Ausgabe: Lermontoff, Michael: Ein Held unsrer Zeit. Übers. v. Wilhelm Lange, Leipzig: Verlag von Phillipp Reclam jun., [o. J.].Herausgeber der Reihe: Michael HolzingerReihengestaltung: Viktor HarvionGesetzt aus der Minion Pro, 10 pt.
von Wiesław Kielar
Ami ebben a pokoljárásban vonzó – különös, hát a borzalomnak is lehet bája? –, az maga a szerző személye, a vézna, szőke fiúé, aki öt esztendőt töltött a halál árnyékában. Tizenkilenc éves volt, amikor a 290-es számot kapta Auschwitzban, s az érkezéskor még azt kérdezte magától: „Auschwitz? Az ördög hallott róla. És milyen lehet egy koncentrációs tábor? Hamarosan megtudom.”Ami azt illeti, alaposan megismerhette öt esztendő alatt. Megtanulta a túlélés művészetének minden „naprakész” csínját-bínját, a fogarany, a cigaretta, a krumpli csereértékét, illetve az emberélet értékének teljes semmibevételét.És megismerte Kielar a halál minden fajtáját, mielőtt megismerhette volna a szerelmet, az életet. Alvilági útikalauz ez a fekete memoár; felsorol minden pokolbeli látnivalót, és mint minden jó útikalauz, végül a halál glosszáriumát is közli, azt a német társalgási nyelvet, amelyet rabok és rabtartók egyaránt beszéltek.Az olvasót magával ragadja a szerző egyéni bája és egyéni látásmódja. S amit olyan sokszor elmondtunk már: a haláltáborok kora után született nemzedékek megismerhetik ebből a könyvből azt a világot, amely ugyan már távoli, de amelyről a haladó emberiség nem feledkezhetik meg soha.