
Meine Geschichten beginnen immer mit einer Figur, die ich möglichst oft in Konflikte und Peinlichkeiten reinschubse, um zu schauen, ob sie genug Selbstironie, Humor und Wut besitzt, um sich daraus zu befreien. Mein zweites Standbein als Schauspielerin schult mich im Perspektivwechsel - und doch erzähle ich immer von Themen, die nah an meinem Herzen sind. Aufgewachsen in der Berliner Platte als Deutsch-Polin schreibe ich über Liebe und Rassismus, Migration und Freundschaft, Sex und Ost-Nostalgie. Meine Expertisen sind Happy Ends (zumindest im Film), Alman-Memes und die perfekte Konsistenz von Vanillekipferln.
von Bianca Nawrath
Zwei Paare und eine Single-Freundin, ein Wochenende im Sommerhaus – was soll da schon schief gehen? Mit einem scharfsinnigen Blick auf toxische Machtstrukturen schreibt Bianca Nawrath über Schuldgefühle, Selbstermächtigung und weibliche Solidarität. Zwei befreundete Paare fahren für ein gemeinsames Wochenende an die Ostsee, und zum ersten Mal ist auch Ola dabei. Ola ist Single, liebt Frauen und Männer und hat eine Biografie von Hildegard von Bingen im Gepäck. Für Amalias Freund Christian ist Ola mit ihren feministischen Bemerkungen eine einzige Katastrophe. Schon der erste Abend droht über der Frage, wem es gelingt, den Grill anzuzünden, und einem Gespräch über weibliche Selbstbefriedigung zum Fiasko zu werden. Das zweite Paar, Kata und Lenny, ist zunehmend irritiert von Christians Verhalten, aber weitgehend mit ihren eigenen unterdrückten Streitereien beschäftigt. Spätestens als Amalia und Ola plötzlich unauffindbar sind, eskaliert die Situation. Wie befreie ich mich aus einer selbstzerstörerischen Beziehung, und ab wann ist Nicht-Einmischung Komplizenschaft? Bianca Nawrath beweist ein scharfes Auge für die Grauzonen innerhalb von Freundschaft und Liebe, für das leise Wirken von Scham- und Schuldgefühlen. Mit zugespitzten Dialogen, psychologischer Spannung und glaubhaften Figuren hinterfragt sie traditionelle Machtstrukturen und führt ihre Leser*innen über viele, oftmals hochamüsante Umwege zu der Erkenntnis, wie wertvoll weibliche Solidarität ist. »Schöne Scham bewegt sich mit feinem Gespür durch das, was zwischen Menschen liegt: Begehren, Unsicherheit, Nähe, Herkunft, Körper. Es erzählt nicht von Lösungen, sondern von Widersprüchen – und schenkt gerade dort, wo Sprache oft stockt, einen Ton, der zärtlich und klar bleibt.« Sophia Fritz »Bianca Nawrath trifft einen Nerv. Sie traut sich einiges und es ist, als würde sie einen dabei direkt anschauen.« Judith Poznan
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"Was ich an Büchern liebe, ist, dass sie mir neue Perspektiven schenken. Auch an euren Perspektiven bin ich interessiert. Lasst ein paar Kommentare und Rezensionen zu meinen Büchern da - oder auch einfach nur so ;)"
- Bianca Nawrath
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Worum geht es in „Schöne Scham“?