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Bianca Nawrath

Autor*in
Bianca Nawrath

Meine Geschichten beginnen immer mit einer Figur, die ich möglichst oft in Konflikte und Peinlichkeiten reinschubse, um zu schauen, ob sie genug Selbstironie, Humor und Wut besitzt, um sich daraus zu befreien. Mein zweites Standbein als Schauspielerin schult mich im Perspektivwechsel - und doch erzähle ich immer von Themen, die nah an meinem Herzen sind. Aufgewachsen in der Berliner Platte als Deutsch-Polin schreibe ich über Liebe und Rassismus, Migration und Freundschaft, Sex und Ost-Nostalgie. Meine Expertisen sind Happy Ends (zumindest im Film), Alman-Memes und die perfekte Konsistenz von Vanillekipferln.

Eine persönliche Nachricht von Bianca Nawrath

"Was ich an Büchern liebe, ist, dass sie mir neue Perspektiven schenken. Auch an euren Perspektiven bin ich interessiert. Lasst ein paar Kommentare und Rezensionen zu meinen Büchern da - oder auch einfach nur so ;)"

- Bianca Nawrath

Bianca Nawrath im Porträt

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Worum geht es in „Schöne Scham“?

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Zwischen den Zeilen: Q&A von Bianca Nawrath

Warum hast du einen Roman über Scham geschrieben?
Scham ist ein unsichtbares Band zwischen Menschen - sie kann trennen, aber auch verbinden. Mich interessiert, wie stark sie unsere Identität formt und unser Handeln beeinflusst. FLINTA erleben Scham oft intensiver, weil ihr Körper stärker im öffentlichen Blick steht, ob durch Schönheitsideale, Sexualisierung oder Tabus rund um Menstruation und Lust. Ins Reden (oder Schreiben) kommen ist der beste Schutz, weil Tabus nur dann Macht haben, wenn man sie unberührt lässt.
Hast du eine Schreibroutine?
Ich bin Handwerkerin, morgens ist meine produktivste Zeit. Das wird ausgenutzt. Am liebsten schreibe ich, wenn es draußen noch dunkel ist und ich mir einbilden kann, die ganze Welt schläft noch.
In welcher Figur deines Romans „Schöne Scham“ steckt am meisten von dir selbst?
In allen ein bisschen, in keiner wirklich. Außerdem sehe ich Amalia vielleicht ganz anders als mein Publikum. Jede Geschichte ist am Ende auch immer Teamarbeit, zwischen mir und meinen Leser*innen. Figuren wie Amalia, Kata und Ola setzen sich aus den Worten zusammen, die ich geschrieben habe, aber auch aus den Bildern, die ganz individuell in den Kopfkinos der Leser*innen entstehen.