3.8

White Maze: Du bist längst mittendrin

von June Perry

Format:Hardcover

Mit einem Schlag endet Vivians sorgenfreies Leben: Ihre Mutter Sofia wurde ermordet! Die erfolgreiche Game-Entwicklerin stand kurz vor dem Release eines bahnbrechenden Computerspiels. „White Maze“ wird mit neuartigen Lucent-Kontaktlinsen gespielt - dank ihnen erleben die Spieler virtuelle Game-Welten mit allen Sinnen. Aber warum zerstörte Vivians Mutter kurz vor ihrem Tod die Prototypen der Linsen? Zusammen mit dem schulbekannten Hacker Tom will Viv den Mord an Sofia aufklären. Dazu muss Viv selbst Lucent-Linsen einsetzen und tief in die virtuelle Welt eintauchen. Doch dort ist es für den Mörder ein Leichtes, die falsche Realität nach seinen Spielregeln zu manipulieren. Kann Vivian ihren eigenen Gefühlen vertrauen, wenn alles, was sie sieht, hört, riecht und schmeckt, bloße Lüge ist?

Science Fiction & Fantasy
Hardcover
Erschienen an: 2018-07-13

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Aktuelle Rezensionen(2)

3.8(12 ratings)
JennyRezension von Jenny

https://snowyy13.wordpress.com/2018/12/09/whie-maze-du-bist-laengst-mittendrin/ Eine Welt in der die Technik sehr weit ihre Krallen gefangen hat. Eine, die unserer tatsächlich sehr gut ähnelt. Doch was passiert, wenn eine virtuelle Realität zur echten mutiert und man sich dieser nicht mehr entwinden kann? Wenn das eigene Leben in Gefahr ist? Und genau die falschen Menschen diese Technik kontrollieren? Das musste alles Vivian erfahren, als sie erfahren hatte, dass ihre Mutter umgebracht wurde und die neuen Kontaktlinsen, die sie auf entwickelt hatte und vor ihrem Tod vernichten wollte, gar nicht so harmlos sind, wie sie vermarkt werden. Und was passiert, wenn man doch in dieser Welt gefangen ist und man nicht mal mehr sich selber trauen kann? Ich bin hellauf begeistert von diesem Buch. Generell mag ich Bücher, die sich mit Sci-Fi Themen beschäftigen, wie eine virtuelle Realität. Und dies hat die Autorin sehr gut umgesetzt. Denn unsere Welt ist so verknüpft mit Technik und dieses Buch schien für mich fast wie etwas, dass auch eintreten könnte. Zumindest was den Technikstand angeht und das es definitiv Menschen geben wird, die ihren Nutzen daraus ziehen werden, auch wenn sie damit andere verletzen. Und diese Art von Korruption hat dieses Buch widergespiegelt. Es war realistisch! Die Hauptprotagonistin Viv schien mir zunächst etwas naiv zu sein. Auf dem ersten Blick hatte ich das Gefühl, dass sie sich ausnutzen lässt, dadurch, dass ihre Mutter die Kontaktlinsen programmiert und auch die neuesten kostenlos zur Probe geschickt bekommt. Und dies hat sich auch schnell bewahrheitet. Denn sobald es ernst wurde, waren diese sogenannten Freude nicht mehr existent. Und diesen Schlag ins Gesicht hatte Viv meiner Meinung auch nötig. Denn ab dann ging ihre Entwicklung steil bergauf. Die Handlung der Geschichte konnte mich total fesseln. Zwar muss ich auch behaupten, dass einige Stellen, insbesondere die das Hacking betrafen, mir etwas zu blauäugig waren und ich es mir komplexer gewünscht hätte. Dennoch: Der Verlauf der Handlung hatte sich mit Bedacht aufgebaut, trotzdem war es nicht zu lange, gar langweilig, sondern hatte die perfekte Länge. Und sobald es los ging, schien alles ineinander einzubrechen, was das Chaos herrlich gemacht hat. Mir hat das Setting sehr gut gefallen und die Themen die angesprochen wurden! Auch die Liebesbeziehung war zwar etwas instalovy, aber es hat trotzdem gut herein gepasst. Das Buch war super zu lesen. Ich konnte Vivs Empfindungen so gut nachvollziehen und habe mit ihr gelitten. Auch die anderen Charaktere und die Geschehnisse haben sich wie ein Film vor meinen Augen abgespielt. Jedoch muss ich zugeben, dass das Ende mir einige Fragen noch nicht beantworten konnte. Dennoch war es aufregend und unterhaltsam, aber auch verwirrend in mancher Hinsicht. Aber da ich ohne eine Ahnung in dieses Buch eingetaucht bin, finde ich es gar nicht so schlimm. Ich konnte mir selber eine Meinung dazu bilden und über die unbeantworteten Fragen kann ich hinweg sehen, besonders, weil das Buch mich gut unterhalten konnte. Fazit: White Maze ist ein interessantes Jugenbuch, dass sich in einer Zukunft abspielt, die sehr nahe an unsere kommen könnte, was dem ganzen eine Furch einflößende Note verpassen kann. Die Technik in diesem Buch, sowie die Handlung konnte mich fesseln und eine Wahnsinns Neugierde in mir entfachen. Die Charaktere in diesem Buch bilden einen sympathischen Haufen, wo definitiv jemand dabei ist, mit dem man sich identifizieren kann. Zwar bleiben ein paar Fragen unbeantwortet am Ende, aber somit ist dem Leser es selber überlassen, was er meint zu glauben, was es bedeutet! Es war auf jeden Fall ein sehr unterhaltsames Buch, dass ich bloß empfehlen kann! 4 von 5 Sternen!

SandraRezension von Sandra

Vivian lebt mit ihrer Mutter Sofia ein entspanntes Leben. Dank der Programmierkunst ihrer Mutter, hat Vivian alles was man braucht, und eigentlich noch viel mehr als nötig. Als die neuen Lucent-Linsen auf den Markt kommen beginnt ihre Mutter jedoch seltsam zu werden. Plötzlich darf Vivian keine Linsen mehr nutzen, und wieso will ihre Mutter plötzlich aus der Stadt verschwinden? Als Sofia dann wenig später tot aufgefunden ist Vivian voller Trauer, merkt aber schnell, dass hier etwas nicht in Ordnung ist. „White Maze“ ist eine klassische Dystopie mit einem geschickten Thriller-Anteil, der das Hörbuch zu einer richtig guten Unterhaltung macht. Doch abgesehen davon ist „White Maze“ auch eine gar nicht so abwegige Zukunftsversion, die bei genauerer Betrachtung Angst macht. Die Linsen, mit denen die Menschen kommunizieren, werden wie Kontaktlinsen direkt ins Auge eingesetzt und man ist sofort vernetzt. Im Blickfeld tauchen alle Informationen auf, man kann mit einem Fingerschnippen einen Anruf entgegennehmen, an der Kasse bezahlen oder direkt Nachrichten versenden. Man ist immer online, bereit für alles und verfügbar, für Freunde und Bekannte. Handys oder gar die alten Brillen, die es vor den Linsen gab, sind total out und werden nicht mehr genommen. Das klingt alles irgendwie sehr praktisch oder? Für mich war dieses Szenario ein Horror, das es keine Möglichkeit gibt einfach mal ohne Social Media auszukommen oder alles auszuschalten ohne direkt seine Zahlungs- und Handlungsfähigkeit zu verlieren, fand ich beim Hören total befremdlich. June Perry hat mit „White Maze“ dem Leser und Hörer vor Augen geführt, wie sehr wir unserer Welt aus dem Auge verlieren können, wenn wir uns nur noch auf der digitalen Ebene unterhalten. Dieses Vorführen der eigenen Abhängigkeit von solchen elektronischen Mitteln, und mir geht es hier in bestimmten Dingen auch nicht anders, fand ich brillant und gut gemacht. Zwar gibt es immer wieder Romane in denen futuristische Kommunikationsmittel aufgezeigt werden, doch June Perry setzt bewusst bei der Auflösung ihres Romans auf eine analoge Lösung. Ohne zu viel von der Handlung zu verraten möchte ich auf einen Punkt hinaus, der mit den neuartigen Lucent-Linsen und dem damit verbundenen neuen virtuellen Spiel „White Maze“ zusammenhängt. June Perry beschreibt hier durch die Augen von Vivian, die im Gegensatz zu den anwesenden Menschen im Roman keine Linsen trägt, dass diese sich so sehr durch die Linsen täuschen lassen, dass Glibberwürfel auf einmal Sushi ist, und auch so schmeckt. Eine Veränderung der Realität auf diese Art und Weise ist beim heutigen Technikwandel nicht unwahrscheinlich, aber möchte man das? Will man jeglichen Bezug zur Realität verlieren und nur noch auf virtuelle Geräusche, Bilder, Gerüche und Geschmäcker zurückgreifen wollen? Ich glaube nicht das wir dies verlieren möchte, daher ist „White Maze“ auch eine Warnung, dass wir es in unserer Zukunft nicht soweit kommen lassen sollten. Ich fand diese Darstellung im Buch wirklich drastisch und habe immer wieder zwischen „Das gibt es doch nicht“ und „So unwahrscheinlich ist es gar nicht“ geschwankt. Und genau das hat diese Dystopie in meinen Augen ausgemacht, dass alles was June Perry beschreibt, was Vivian durchmacht und erlebt, nicht absolut abwegig ist. In dieser technischen Dystopie leben wir immer noch auf unserer Erde, in denen uns bekannten Ländern, aber wir leben nicht mehr in unserer jetzigen Realität. Die Welt die June Perry skizziert ist faszinierend und schockierend zugleich, sie lebt vom technischen Fortschritt, den wirklichen Gefühlen von Vivian und der ständigen Frage „Ist es real oder nicht?“. Lediglich das Ende und die Auflösung von allem konnte mich nicht zu hundert Prozent überzeugen, doch insgesamt bleibt „White Maze“ ein Hörerlebnis der besonderen Art. Fazit: „White Maze“ von June Perry ist ein Hörbuch, dass man uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Wir werden hier eine Dystopie mit Thriller-Elementen hineingezogen, aus der man nur schwer wieder hinauskommt. Die technischen Facetten, das Verschwimmen der Grenze zwischen Realität und Virtueller Realität ist June Perry wahrlich geglückt. Lediglich das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen, tut aber der Tatsache, dass dieses Hörbuch etwas Besonderes ist, nichts ab.

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