4.2

Vertrauen und Verrat

von Erin Beaty

Format:Hardcover

Die 16-jährige Sage ist ein Freigeist, was im Reich Demora und im Haus ihres Onkels nicht gerne gesehen ist. Er möchte sie gerne verheiraten, doch sie verweigert sich und nimmt stattdessen einen Job an. Doch dann trifft sie Alex und dieser bringt ihre Willenskraft ins Wanken ... Band 1. Ab 14.

Science Fiction & Fantasy
Hardcover
Erschienen an: 2018-03-21

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Aktuelle Rezensionen(4)

4.2(27 ratings)
JuliaRezension von Julia

Die Geschichte an sich ist wirklich ziemlich gut, jedoch ist es wirklich schwer hineinzufinden. Da aus der dritten Person alles beschrieben wird und nicht gesagt wird, um wenn es in diesem Kapitel geht, stockt man während dem Lesen. Aber ab der Mitte gewöhnt man sich dran. Man muss eindeutig gut mitlesen, damit man in der Mitte des Buches nicht wie Sage sich selbst nicht mehr orientieren kann, wen sie nun vertrauen soll oder nicht.

Mrs MoriartyRezension von Mrs Moriarty

Puh... ich finds grade schwierig, einerseits gefällt mir der Roman echt ganz gut. Ich mag die Idee der Intrigen und Spionage die hier eine Rolle spielen. Auch die Idee der Kuplerin und Sage, die für sie arbeitet. Das ist eine interessante Ausgangssituation. Hier hätte ich mir weniger romantische Verwicklungen gewünscht... Denn dann geht doch alles seinen Teenie-Romanzen-Gang.Dabei hatte die Autorin so viele interessante Möglichkeiten, die Geschichte einfach mal in eine ganz andere Richtung zu erzählen. Selbstverständlich alles im Hetereonormativen Bereich - aber das ist jetzt nicht mein Kritikpunkt, ich hätte mir ja ein anderes Buch aussuchen können. Zugegebener Maßen war ich so drin in der Geschichte, das ich vieles erstmal nicht hinterfragt habe. Und das ärgert mich maßlos, weil es einige Punkte gibt, die ich objektiv nicht gut finde. Aber von vorn: Sage: Sie ist quasi Captain Marvel und Wonderwoman in einer Person. Und Miss Superschlau ist sie noch dazu. Gleichzeitig kann sie nur dann alles, wenn es der Autorin in den kram passt. Denn ziemlich offensichtliche Manipulationen und verschiedener Tricks seitens der Männer die sie umgeben, erkennt sie nicht. Für mich war es ziemlich klar und deutlich, wer hier wem eine Rolle vorspielt. Aber trotzdem kommt sie nicht dahinter???? Das ist total unlogisch, wenn man sich anschaut, wie schlau sie dargestellt wird und das sie eine so gute Spionin abgeben soll. Letztendlich hinterfragt sie das System in dem Frauen und Männer verkuppelt werden nur sehr oberflächlich. Und natürlich... so bald sie einen Mann trifft verliert sie quasi ihre Superkräfte... Sage und Männer: Warum ist es immer noch so weit verbreitet?? Eine schlaue Frau als BadAss Charakter konzipiert und sobald Männer in ihre Leben treten verliert sie all ihre Sinne??? Ich weiß, sollte mich nicht groß überraschen, aber ich bin auch eher traurig darüber, das so den Leser*innen nach wie vor beigebracht wird, das es einfach so ist mit den Frauen ... Noch trauriger ist, das viele das ganze einfach nicht hinterfragen und auch nicht als problematisch bewerten. Und Sage kann natürlich am besten in Hosen reiten (Gedankengang von mir dazu: Im Damensattel zu reiten ist sehr viel anspruchsvoller und zeugt von einer guten Beherrschung der Reiterin und einer guten Beziehung zwischen Reiterin und Pferd, nur so nebenbei). Überhaupt, vieles ist so eine typische Hosenrolle... Eine Frau kann nur dann die Heldin sein, wenn sie sich wie ein Mann benimmt... Ich hatte ja gehofft, das dieser Punkt endlich mal abgehakt ist, aber leider kommt es in vielen Romanen immer noch vor. Zum Glück ändert sich das grade auch - nur nicht in diesem Roman... Sage und Frauen: Es ärgert mich sehr, das Sage Frauen so abwertet. Ja Sage ist anders, aufgrund ihrer Geschichte und der Gesellschaft in der sie lebt verständlich. Aber sie wird eigentlich nur aufgewertet, weil fast sämtliche andere Frauen um die herum abgewertet werden. Und das nur, weil sie sich für Makeup und Mode interessieren und heiraten wollen. Sie kommt gar nicht auf die Idee das auch hinter diesen Mädchen mehr stecken könnte, als es von außen erscheint. Erwartet aber von anderen sie nicht nach ihrer Herkunft zu bewerten sondern hinter die Fassade zu schauen. Sie stellt sich selbst als erhaben über allem dar und sieht auf die anderen Frauen herab. Und das nur, weil sie anders sind als Sage. Mag sein das sie hier das Verhalten, das ihr entgegengebracht wurde einfach spiegelt. Aber es gäbe so viele andere Möglichkeiten Sages Geschichte glaubwürdig zu erzählen, ohne alle Frauenfiguren abzuwerten. Vor allem wenn ich mir überlege das z.B. Tamora Pierce genau diesen Quark in ihren Romanen hinterfragt und aufgebrochen hat und das bereits in den 70er Jahren! Rassismus: Hier kommt der Punkt bei dem ich mich sehr ärgere, das es mir nicht so aufgefallen ist. Und das zeigt mir gleichzeitig, das wir in Sachen Alltagsrassismus noch so viel zu tun haben und ich auf jeden Fall noch einiges lernen muss. Es geht hier unter andrem um eine kriegsähnliche Situation in der verschiedene Königreiche (bzw. ehemalige Königsfamilien) auf einander treffen. Die Bewohner dieser Länder werden durch ihre Hautfarbe unterschieden. Dunkle Hautfarbe versus noch dunklere (da steht wirklich als Unterscheidung Y hat noch dunklere Hautfarbe als X) und helle Hautfarbe. Ich glaube die Autorin versucht damit eigentlich zu umschiffen das es unterschiedliche Hautfarben gibt - aber warum erwähnt sie das dann überhaupt? Bei genauerer Betrachtung vermischt sie hier ziemlich rassistische Vorstellungen ala Wer hat Angst vorm schwarzen Mann, in dem sie dem Gegnerischen Volk die "dunklere" Hautfarbe verpasst. Das Buch ist nicht per se rassistisch, ich finde aber trotzdem, das die Autorin hier ihre Handlung noch mal hätte hinterfragen sollen. Auf ein paar Darstellungen hätte sie dann verzichten können. Eigentlich ist der Roman vor allem ein Zeichen dafür, wie White-Washed unsere Welt ist und das es niemandem auffällt, wenn ein Roman genau dieses Bild weiter trägt.

SandraRezension von Sandra

In Demora sind die meisten Ehen arrangiert, aus Liebe zu heiraten wird nicht gern gesehen. Sage verliert als Kind ihre Eltern und muss daher bei ihrer Tante aufwachsen. Als ihr Onkel sie zur Kupplerin schickt ist sie wenig begeistert und wehrt sich, sie glaubt nicht an vereinbarte Ehen. Als die Kupplerin ihr eröffnet, dass sie ihr Lehrling wird ist Sage zunächst gespaltener Meinung, doch schnell wird ihr klar, dass eine viel größere Sache dahintersteckt und Demora in Gefahr ist. Man merkt von der ersten Seite an, dass Sage ein starker Charakter ist, der weiß was er will, aber einfach noch nicht den Weg gefunden hat um das durchzusetzen. Vor allem am Anfang hat mich ihre Herkunft und die Familienverhältnisse von ihrer Tante und ihrem Onkel sehr berührt. Wobei ihr Onkel sehr stark bestimmen will wohin Sages Weg geht, daher ist es unausweichlich, dass hier Differenzen entstehen. Doch glaubt man zunächst, dass dieser Zwist im Mittelpunkt der Geschichte steht, so ändert sich das schnell. Die Kupplerin, ihr Lehrling Sage und die Bräute für das kommende Concordium, einer Art Hochzeitsbasar, machen sich auf dem Weg zu eben diesem und dabei wird schnell klar, dass nicht alles nach Plan läuft. Neben Sage erfahren wir in anderen Kapitel die Geschichte von Ash Carter und Alex Quinn. Beide dienen dem König in seiner Armee und müssen dafür sorgen, dass die unsicheren Grenzen weiterhin ihr Land Demora beschützen. Doch natürlich kommt es zu einem Überfall und damit zu verheerenden Folgen, bei denen die sogenannten Kimisaren eine entscheidende Rolle spielen. Natürlich treffen die beiden Handlungsstränge aufeinander und dabei merke ich mal wieder, wie spannend ich es finde, wenn wir von mehreren Protagonisten die Gedanken um Gefühle kennen. Dadurch ist man als Leser immer sehr nah dran und fiebert den Ereignissen entgegen, und natürlich rauft man sich die Haare, wenn die Protagonisten mal wieder nicht das tun, was das Beste für sie wäre. Dadurch baut sich unheimlich viel Spannung auf, und man möchte eigentlich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Es gibt so viele Wendungen, Enthüllungen und schnelle Gefechte, dass einem manchmal der Atmen stockt. Und obwohl es keinen Cliffhanger am Ende gibt, will man trotzdem weiterlesen und wissen wie Sages Geschichte weiter geht. Fazit: Mich konnte „Vertrauen und Verrat“ von Erin Beaty von Anfang total begeistern. Erwartet man am Anfang noch eine Geschichte in der es „nur“ um Zwangsheiraten geht, merkt man beim Lesen schnell, dass hier viel mehr zwischen den Buchdeckeln steckt. Dank Wendungen und Enthüllungen ist man total gefesselt, und dabei schafft die Autorin einen wunderbaren Mix aus Abenteuer, Romantik und Humor. Absolut lesenswert!

Rezension von

Ich fand es richtig gut. Es hat zwar am Anfang gedauert bis ich in die Geschichte eingefunden hab, aber danach war ich begeistert.

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