4.4

Totensee

von Sophie Czerny

Format:Softcover
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Eine Mutter, deren Tochter entführt wurde, ist verzweifelt.Eine Ermittlerin, deren Tochter entführt wurde, ist bereit zu töten.Ada Sabel ist am absoluten Tiefpunkt: Niemand glaubt der suspendierten Kommissarin vom LKA Wien, dass ihre 14-jährige Tochter entführt wurde. Seit fünf Monaten muss sie die Ungewissheit ertragen, ob Mara noch am Leben ist. Und mit jedem Tag, an dem sie keinen Hinweis auf Maras Verbleib findet, wächst die Strichliste aus Schnitten an ihren Armen. Bis zu Tag 145, als am Ufer des Donaukanals eine kopflose Leiche auftaucht, auf deren Rücken Adas Name in blutigen Buchstaben eingeritzt ist. Ada ist sich sicher: Die Botschaft stammt von Maras Entführer. Fieberhaft folgt sie der Spur auf eigene Faust – nicht ahnend, dass sie mit jedem Schritt den Dämonen ihrer eigenen Vergangenheit näherkommt …

Mystery, Thriller, Horror & Crime
448 Seiten • Softcover
Erschienen an: September 1, 2026

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Aktuelle Rezensionen(7)

4.4(9 ratings)
Lea-SophieRezension von Lea-Sophie

In „Totensee“ von Sophie Czerny sucht die suspendierte LKA-Kommissarin Ada Sabel verzweifelt nach ihrer seit fünf Monaten verschwundenen 14-jährigen Tochter Mara. Als eine kopflose Leiche mit Adas Namen auf den Rücken geritzt am Wiener Donaukanal auftaucht, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln – und stößt dabei immer tiefer in die Abgründe ihrer eigenen Vergangenheit. Dass das ein Debütthriller ist, finde ich krass - es hat mir SO gut gefallen! In dem Buch lesen wir ein paar verschiedene POVs, die aber leicht verständlich sind, weil sie auch an unterschiedlichen Orten spielen. Gleichzeitig wechselt die Geschichte teilweise in die Vergangenheit, da die Protagonistin und ihre Kindheit mehr in die Story verwickelt sind, als man vielleicht denken würde. Ich war direkt von Beginn an hooked. Es ist ein düsterer, fast gruseliger Thriller, der sich perfekt für die spooky Season eignet. Es werden teilweise sehr harte Themen behandelt - also falls ihr damit Probleme habt, schaut lieber, ob das etwas für euch ist. Ich fand den Schreibstil sehr angenehm und leicht zu folgen. Es passiert sehr schnell sehr viel, was meine Aufmerksamkeit zu jeder Zeit hoch gehalten hat. Am meisten hat mir gefallen, dass man zu Beginn SEHR viele Fragen hat, sich die Puzzleteile aber nach und nach zusammensetzen, was irgendwie sehr satisfying war. Ich freue mich auf alles, was die Autorin in Zukunft schreibt, denn ich werde es definitiv lesen 😇

MirjamRezension von Mirjam

Selten hat mich ein Thriller so gefordert! Grell, greller - „Totensee“ von Sophie Czerny. Und damit meine ich nicht nur das auffällige Cover, sondern auch den gleichermaßen ausgeklügelten, wie erschreckenden Inhalt, bei dem sich alles um die suspendierte LKA Kommissarin Ada Sabel aus Wien dreht. Ausgelöst durch zweifelhafte Umstände glaubt Ada niemand, dass ihre 14 jährige Tochter Mara entführt wurde. Bis zu Tag 145 von Maras verschwinden, als plötzlich eine kopflose Leiche mit Adas, auf dem Rücken eingeritzten, Namen gefunden wird und Ada die Ermittlung einmal mehr selbst in die Hände nimmt, um in ihrer eigenen Vergangenheit auf Grauenhaftes zu stoßen. Ohne etwas vorabnehmen zu wollen - es geht dabei um Kindesmisshandlung. Ich finde, dessen sollte sich jeder Leser zunächst bewusst sein, um für sich selbst abwägen zu können, ob er mit diesem Thema umgehen kann. Erzählt wird die Story sowohl aus unterschiedlichen Perspektiven, als auch auch in ständig wechselnden, unterschiedlichen Zeitebenen. Darüber hinaus spielt sie an verschiedenen Orten und beinhaltet verschiedene Handlungsstränge, die sich nach und nach auflösen. Als besonders markant empfand ich allerdings die kurzen Kapitel, die das gesamte Geschehen noch einmal sehr viel temporeicher machen. Um da am Ball zu bleiben, ist unkonzentriertes Lesen also echt nicht drin - genau genommen hat mich ein Thriller selten so gefordert wie dieser! Daher bin ich zwischendrin auch immer mal wieder zum Hörbuch gewechselt, da es einfach so gut eingesprochen ist, dass mir vieles noch lebendiger und prägnanter erschien und auch einfacher nachzuvollziehen. Dadurch, dass fortwährend so extrem viel passiert, man sich so oft erinnern, orientieren und auch ordnen muss, ist das Spannungslevel hoch und es kommt bis zur letzten Seite absolut keine Langeweile auf, eher im Gegenteil, manchmal wünscht man sie sich sogar regelrecht :-) Fazit: Das Buch bietet eine temporeiche Kombination aus Spannung, eigenwilliger, kaputter Ermittlerin, starken Charakteren, unvorhersehbaren Handlungen, wie auch Wendungen, innerer Abscheu und geistiger Forderung. Mit Totensee hat Autorin Sophie Czerny auf jeden Fall ein außergewöhnliches und extrem spannendes Psychothriller-Debüt hingelegt, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird!

Karmann67 Rezension von Karmann67

Ada Sabel ist verzweifelt – ihre Tochter wurde entführt und keiner glaubt ihr. Aber wer glaubt schon einer suspendierten Kommissarin? Von Tag eins an führt sie eine Strichliste aus Schnitten an ihren Armen – ohne jeglichen Hinweis über ihren Verbleib. Bis zu Tag 145, als eine Kopflose weilbliche Leiche gefunden wird, die Adas Namen auf den Rücken geritzt hat. Ada ist sicher, dass die Nachricht vom Entführer von Mara stammt und beginnt, eigenständig zu ermitteln und kommt dabei den Dämonen aus ihrer Vergangenheit sehr viel näher als ihr lieb ist. Ich muss gestehen das mir der Einstieg in das Buch nicht unbedingt leichtgefallen ist, da das Buch in sehr viele verschiedene Zeitebenen und Orten unterteilt ist. Doch dranbleiben loht sich auf jeden Fall, denn auf einmal ist man mittendrin im Geschehen und das ist nichts für schwache Nerven und hat mich an einigen Stellen schlucken lassen. Die Charaktere sind gut dargestellt. Hiedi, die Anwältin von Ada, war mir sofort sympathisch. Mit Ada konnte ich mitfühlen, was sie fühlt. Ihren Schmerz, ihren Kummer, ihr Leiden. Wer einen krassen Thriller lesen möchte, der sehr komplex und düster geschrieben ist, ist hier auf jeden Fall richtig

FriederikeRezension von Friederike

Ein Thriller, der unter die Haut geht Totensee“ ist für mich ein bemerkenswert gelungener Debütroman – spannend von der ersten Seite an und mit einem Tempo, das mich beim Lesen zunehmend beschleunigt hat. Das Cover in Pink, Gelb und Blau ist eine ungewöhnliche Wahl für einen düsteren, thematisch schweren Thriller, aber gerade dieser Kontrast macht es auffällig. Die Handlung bleibt durchweg fesselnd, auch weil die Autorin mutig mit Zeitsprüngen und Ortswechseln arbeitet. Die kurzen Kapitel haben bei mir tatsächlich den Sog noch zusätzlich verstärkt. Im Kern erzählt der Roman unter anderem von einem Thema, das kaum erträglich ist: der Manipulation und Missbrauch von Kindern in einem katholischen Kinderheim und den langen Schatten, die diese Gewalt über ganze Lebenswege wirft. Diese Aspekte werden ernsthaft, ohne Effekthascherei und mit einer durchgehend düsteren Grundstimmung erzählt. Einige Leser würden sich bei diesem sensiblen Thema vielleicht eine Triggerwarnung wünschen. Die Geschichte berührt sehr dunkle Bereiche und für manche kann ein Hinweis vorab hilfreich sein. Für mich persönlich war eine solche Warnung jedoch nicht notwendig – ich konnte gut mit der Art umgehen, wie die Autorin das Thema erzählt. Die Ermittlerin selbst ist ungewöhnlich – eine Figur, die nicht dem klassischen Thrillerbild entspricht und gerade dadurch eine besondere Tiefe erhält. Totensee ist ein anspruchsvoller Thriller, einer, für den man sich Zeit nehmen sollte. Die Geschichte nimmt überraschende, teils verstörende Wendungen, bleibt dabei aber klar strukturiert und für mich gut nachvollziehbar. Besonders beeindruckt hat mich, wie am Ende alle offenen Fäden, die sich durch die vielen Perspektiv- und Zeitwechsel ergebenhaben, plausibel zusammengefügt werden. Nichts bleibt lose, alles greift stimmig ineinander. Ich würde mich sehr über weitere Bücher der Autorin freuen. Totensee empfehle ich allen, die spannende Romane lieben und Geschichten schätzen, die Tempo, Atmosphäre und anspruchsvolle Themen miteinander verbinden.

Stefan | BuchKrimiRezension von Stefan | BuchKrimi

Totensee ist ein Thriller, der nicht nur unter die Haut geht, sondern direkt ins Herz sticht. Sophie Czerny zieht dich in eine Welt, in der Verzweiflung, Wut und Hoffnung gefährlich nah beieinander liegen. Ada Sabel, suspendierte LKA‑Kommissarin aus Wien, steht seit fünf Monaten am Abgrund: Ihre 14‑jährige Tochter Mara ist verschwunden, niemand glaubt ihr, und die Stille frisst sie auf. Jede Narbe auf ihrer Haut erzählt von einem weiteren Tag ohne Antwort – bis Tag 145 alles verändert. Am Donaukanal wird eine kopflose Leiche gefunden, auf deren Rücken Adas Name eingeritzt ist. Brutal, verstörend, ein Schlag in die Magengrube. Ada erkennt sofort: Das ist eine Botschaft. Und sie folgt ihr kompromisslos, getrieben von einer Mischung aus Mutterliebe und Rache, die sie immer tiefer in die Schatten ihrer eigenen Vergangenheit führt. Czerny schafft es meisterhaft, die düstere Atmosphäre Wiens mit einem gnadenlosen Pageturner zu verbinden. Die psychologische Intensität ist hoch, die Spannung konstant, die emotionale Fallhöhe enorm. Ada ist keine Heldin – sie ist ein Mensch, der zerbricht und trotzdem weiterkämpft. Genau das macht diesen Thriller so packend. Ein nervenaufreibender, wuchtiger Krimi, der nachhallt und zeigt, wie weit eine Mutter gehen kann, wenn die Hoffnung der letzte Funken ist.

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