Der Monsterjäger Sebastian Grave ist ein Mann vieler Talente und Geheimnisse, und war in mehr als einem Jahrhundert zuhause. Nun reist er in die abgelegene französische Provinz Gévaudan. Der Baron hat Freiwillige zur Jagd auf eine Bestie aufgerufen, die für das Abschlachten von Vieh und Menschen verantwortlich sein soll. Zusammen mit dem Dämon Sarmodel und dem jungen Adligen Antoine d'Ocerne, macht sich Sebastian auf die Jagd. Doch die Bestie ist schwerer zu fangen als gedacht, und sie ist bei weitem nicht das einzige Monster, das in Frankreich sein Unwesen treibt ...»The Red Winter« zeigt die verborgenen Welt hinter unserer eigenen und erzählt die okkulte Geschichte Europas, vom kaiserlichen Rom bis zur heiligen Jeanne d'Arc und den ersten Anzeichen der Französischen Revolution.
Was ist bookie?
- Gratis Lieferung in Deutschland
- Finde Bücher die zu dir passen
- Tracke dein Leseverhalten und setze dir Ziele
- Connecte dich mit anderen Leser*innen
The Red Winter Macht ist eine hungrige Bestie
von Cameron Sullivan, Jochen Schwarzer
Der Monsterjäger Sebastian Grave ist ein Mann vieler Talente und Geheimnisse, und war in mehr als einem Jahrhundert zuhause. Nun reist er in die abgelegene französische Provinz Gévaudan. Der Baron hat Freiwillige zur Jagd auf eine Bestie aufgerufen, die für das Abschlachten von Vieh und Menschen verantwortlich sein soll. Zusammen mit dem Dämon Sarmodel und dem jungen Adligen Antoine d'Ocerne, macht sich Sebastian auf die Jagd. Doch die Bestie ist schwerer zu fangen als gedacht, und sie ist bei weitem nicht das einzige Monster, das in Frankreich sein Unwesen treibt ...»The Red Winter« zeigt die verborgenen Welt hinter unserer eigenen und erzählt die okkulte Geschichte Europas, vom kaiserlichen Rom bis zur heiligen Jeanne d'Arc und den ersten Anzeichen der Französischen Revolution.
Aktuelle Rezensionen(5)
Solider Grim Dark Fantasy-Roman über den Mythos der Bestie von Gévaudan. "The Red Winter" fühlt sich für mich beinahe wie eine erwachsene Version der "Bartimäus"-Romane an. Dazu tragen vor allem die humorvoll sarkastischen Fußnoten bei, die den Fließtext ergänzen und sehr an die Konstruktion der "Bartimäus"-Romane erinnern. Zudem ist die facettenreiche Hauptperson, die keinesfalls ein strahlender Held ist, von einem Dämon besessen, der ebenfalls schwer greifbar ist und sowohl gute wie auch schlechte Seiten besitzt. Das Personenarsenal von "The Red Winter" ist für mich absolut grandios. Die Charaktere sind durchweg spannend und ich würde einen Folgeband definitiv lesen, um mehr über sie zu erfahren. Die Sprache des Romans ist elegant, beinahe poetisch (habe mir erstaunlich viele Zitate herausgeschrieben, die ich wirklich schön fand), wird aber dann immer wieder gebrochen durch vulgäre Passagen. Das war für mich handwerklich interessant, aber ich habe mich stellenweise sehr geekelt, mir war es zu obszön. Der Ton des Romans hat mich dadurch sehr an "The devils" von Abercrombie und auch an "Reich der Vampire" von Kristoff erinnert - wer diese Romane mochte, wird wohl auch "The Red Winter" mögen. Die sprachliche Gestaltung ist wirklich herausragend und sticht aus dem Fantasy-Einerlei deutlich heraus. Dennoch vergebe ich nur 3 Sterne, trotz toller Charaktere und überragender Erzählkunst. Das liegt letztendlich an der Story, die für mich unausgereift ist. Ich fand die Jagd nach der Bestie nicht wirklich spannend und irgendwie war das Ganze trotz aller Blutrünstigkeit letztendlich belanglos. Dem Autor werde ich aber gerne eine zweite Chance geben.
5 🌟 Mein Guide für historische Mythen, Plasma-Monster und echte Gefühle. Leute, ich bin gerade aus dem 18. Jahrhundert zurückgekommen und was soll ich sagen? Mein Herz liegt noch irgendwo im französischen Schlamm und wird vermutlich gerade von einem antiken Kriegsgott gemampft. Ich muss kurz mal einen Vergleich ziehen. Ich habe letztes Jahr One Dark Window gelesen und fand den Nachtmahr dort... naja, sagen wir mal, er war ein nettes Accessoire. Ein bisschen gruselig, ein bisschen unnütz, meistens einfach nur passiv im Hintergrund. Und dann kommt Sarmodel. Dieser 8.000 Jahre alte, stolze Analphabet ist kein "Schatten im Kopf", er ist eine Naturgewalt. Er manifestiert sich als räudiger Mandrill, rülpst dem Erzengel Michael ins Gesicht und zieht Energie aus allem, was Sebastian fühlt, egal ob Hunger, Hass oder Geilheit. Während der Nachtmahr nur Deko war, prägt Sarmodel jede Sekunde. Er ist zynisch, verfressen und so verdammt präsent, dass man Sebastian manchmal bemitleidet, diese arrogante "Ur-Gier" als Dauergast zu haben. Was ich an diesem Buch aber absolut abgöttisch liebe, ist dieser geniale Bezug zu den echten historischen Ereignissen. Es ist nicht einfach nur Fantasy, es ist eine perfekte Symbiose aus Geschichte, Mythen und Legenden. Die Bestie von Gévaudan ist hier kein plumper Wolf, sondern ein fleischgewordener Alptraum, und die Story um Jeanne d’Arc wird komplett auf links gedreht. Sie war im Grunde das Buffet für den Blutgott Avstamet. Dass reale Figuren wie Jean Chastel oder der Bischof von Mende auftauchen und mit Erzengeln verwebt werden, die als göttliche Scharfschützen agieren, gibt dem Ganzen eine Tiefe, die ich so noch nie gelesen habe. Die Fußnoten sind dabei das heimliche Highlight, weil man vom Autor quasi liebevoll beleidigt wird, wenn man die Offensichtlichkeiten nicht checkt. „Er ist ein Werwolf, du Idiot!“ gehört eigentlich auf ein T-Shirt. Aber was mich völlig unvorbereitet getroffen hat, war die Verbindung zwischen Sebastian und Antoine. Ich habe noch nie MM-Love gelesen und dachte nicht, dass mich das so kriegt, aber die beiden haben mich gekillt. Wenn Antoine betrunken in Unterwäsche im Bach steht und versucht, Forellen mit versauten Liedern in seine Hose zu locken, ist das Comedy pur. Aber man spürt dieses flüssige Feuer in jeder Zeile. Dieser Kuss unter der Brücke... ich hätte fast gejubelt! Sebastian hat zwar das Selbstvertrauen einer zerkochten Nudel, wenn es um Gefühle geht, aber Antoine packt ihn einfach am Kinn, sieht ihm direkt in die Seele und bricht alle Mauern nieder. Das Finale hat mich echt ein bisschen zerstört und ich hab Rotz und Wasser geweint. Es ist eine verdammt ehrliche, dreckige Liebesgeschichte in einer Welt, die eigentlich keine Gnade kennt. Wer also Bock auf ein Buch hat, das einen erst historisch einwickelt, um einen dann mit Schmackes durch den Fleischwolf zu drehen: Bitteschön! Hier gibt es keine Rettung zum Nulltarif, sondern nur knallharte Konsequenzen.
Das erste Mal das ich ein Fantasy Buch über okkultes gelesen habe.(Ab und zu musste ich googeln) Es gibt Engel,Dämonen, alte Götter und noch andere mystische Wesen die alle auf interessante Art und Weise miteinander verbunden sind. Das Setting der Story hat sehr gut gepasst und die Charaktere waren interessant geschrieben . Anfangs war es etwas verwirrend( aber man kam schnell damit klar) da man zwischen 3 Zeitsträngen hin und her springt die sich aber am Ende gut zusammenfügen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon darauf wenn der Autor die Charaktere wieder aufgreift🙃
"The Red Winter" hat mir sehr gut gefallen. In typischer Fantasy-Manier geht es um eine Monsterjagt mit Magie und übernatürlichen Wesen. Eingebettet ist das ganze ins Frankreich des 18. Jahrhunderts und schafft es auf stimmige, atmosphärische Art den real-historisch dokumentierten Fall der Bestie von Gévaudan aufzugreifen und dem ganzen einen Fantasy-Stempel auszudrücken. Die Dialoge der Hauptcharaktere haben mich oft zum Grinsen gebracht: Sebastian Grave und Sarmodel legen oft eine ordentliche Portion Galgenhumor und Sarkasmus an den Tag und es hat Spaß gemacht zuzusehen wie sich die Chemie zwischen Grave und dem jungen Adligen Antoine während der Jagd auf die Bestie entwickelte. Es kommt regelmäßig zu expliziten Darstellungen von Gewalt und Blut. Als Splitter-Roman würde ich "The Red Winter" allerdings auch nicht bezeichnen. Der Roman ist in relativ kurze Kapitel gegliedert. Perfekt zum zwischendurch lesen, wenn man nicht so viel Zeit hat, oder aber um "nur noch eins" weiter zu lesen. Erzählerisch wechseln sich verschiedene Zeitstränge ab, was durch die Orts- und Jahreszahl in der Kapitelüberschrift kenntlich gemacht wird. Man muss es sich also nicht erst selbst zusammenreimen ;) Mir hat vor allem sehr gefallen wie die zeitlichen Erzählstrenge miteinander verwoben wurden. Es gibt immer wieder erklärende (oft amüsante) Fußnoten sowie ein Vor- und Nachwort, welche zur Erzählung gehören und uns Lesenden dadurch das Gefühl vermittelt, dass wir hier keinen Roman, sondern die originalen Aufzeichnungen des Hauptcharakters lesen. Am Ende meiner Reise mit Sebastian Grave und Sarmodel hoffe ich sehr, dass es ein Wiedersehen in einem weiteren Abenteuer (bzw. einer Aufzeichnung ihrer Reise) geben wird.
Die Geschichte ist grundsätzlich gut strukturiert und auch die verschiedenen Zeitströme & Perspektiven sind durchaus nett. Aber: gerade in der ersten Hälfte wird viel mit Fußnoten gearbeitet und die Geschichte verliert hin und wieder den roten Faden, sodass der Lesefluss nicht so richtig fließen will. Kurz: kann man machen, muss man nicht.