4.0

Southern Gothic - Das Grauen wohnt nebenan

von Grady Hendrix, Jakob Schmidt

Format:Softcover

Patricia Campbell ist unzufrieden. Ihr Mann ist ein Workaholic, ihre beiden süßen Kinder sind zu launischen Teenagern mutiert, und ihre pflegebedürftige Schwiegermutter braucht ständig Aufmerksamkeit. Ihr einziger Lichtblick ist der Buchclub, den sie mit ihren engsten Freundinnen gegründet hat: Hier kann sie ihre Leidenschaft für True Crime und Serienkiller voll und ganz ausleben.Eines Abends wird Patricia von ihrer dementen Nachbarin attackiert, und kurz darauf tritt deren Neffe, James Harris, in Patricias Leben. Der vielgereiste, belesene und unverschämt gutaussehende James weckt Gefühle in Patricia, die sie schon seit Jahren nicht mehr gespürt hat. Doch als im weniger wohlhabenden Viertel der Stadt immer mehr Kinder verschwinden, befürchtet Patricia, dass James mehr Ted Bundy als Brad Pitt ist. In Wahrheit ist James jedoch eine ganz andere Sorte Monster – und Patricia hat ihn schon längst in ihr Heim gelassen …

Mystery, Thriller, Horror & Crime
512 SeitenSoftcover
Erschienen an: May 10, 2021

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Aktuelle Rezensionen(8)

4.0(19 ratings)
VanuschkaRezension von Vanuschka

„Southern Gothic – Das Grauen wohnt nebenan“ hat mich wirklich positiv überrascht. Was wie ein ruhiger Vorstadtroman beginnt, entwickelt sich zu einer spannenden Mischung aus Vampir-Horror und Gesellschaftsdrama. Grady Hendrix schreibt mit viel Witz, aber auch mit Gefühl für Atmosphäre und Figuren. Patricia ist eine starke, glaubwürdige Hauptfigur, mit der man richtig mitfiebert. Alleine wie beschrieben wird, wie man den Frauen nicht glaubt, macht einen wütend und zeigt wie machtlos sie sich fühlen mussten. Kein klassischer Gruselschocker, sondern ein cleverer, unheimlich guter Alltags-Horror mit Herz. 🦇 auf jeden Fall ein Jahreshighlight - die Geschichte bleibt mir sicher für eine längere Zeit im Kopf.

Constanze Rezension von Constanze

Hendrix bringt uns ins Jahr 1988. Die ehemalige Krankenschwester Patricia Campbell ist Hausfrau, Mutter zweier Kinder und Pflegekraft für Miss Mary, ihrer dementen Schwiegermutter, die auf Bitten ihres Mannes seit kurzem in ihrer Garage wohnt. Patricias Mann Carter, Workaholic und Psychiater in einer Klinik, ist kaum verfügbar. Als sie auch noch dafür verantwortlich ist, dass ihr monotoner Klassiker-Buchclub aufgelöst wird, entschließen sich die verbliebenen Freundinnen dazu, einen moderneren TrueCrime-Buchclub zu gründen. Mit Erfolg, denn die vorgestellten Bücher werden verschlungen und bringen den Frauen mehr Aufregung in den langweiligen Alltag. Bis Patricia eines Abends einen absurden Zusammenstoß mit ihrer dementen Nachbarin hat. Als daraufhin auch noch James Harris, der Neffe der Nachbarin, in die kleine Gemeinde Mt. Pleasent zieht, fühlt sich Patricia verantwortlich ihm anfänglich zur Seite zu stehen. Zu spät bemerkt sie, dass James nicht der ist, für den sie ihn hält, doch da hat ihr aller Schicksal bereits begonnen. Ich hab absolut nicht erwartet, was dieses Buch bereithält. Wie oft es mich überraschte, wie oft ich selbst stutzig wurde. Und was hatte ich bitte für eine Wut auf die Ehemänner der Freundinnen!? Alle beschriebenen Männer in dem Buch sind wirklich das größte Übel. Empathielos, oberflächlich, belehrend, stellen die Glaubwürdigkeit ihrer Frauen in Frage, dreist und grenzüberschreitend, manche auch noch gewalttätig. I mean wtf? Das hat mich am meisten nervlich beansprucht. Da hat Grady Hendrix auch nichts geschönt. Mir hat es gefallen, die Frauen in den Mittelpunkt zu stellen und sie nachvollziehbar und durchdacht zu schildern. Die Männer wiederum ein Abziehbild des vergangenen Jahrtausends. Keine Kompromisse. Die letzten 20 Seiten haben meine Wahrnehmung dann komplett gesprengt. Ich meine, was habe ich gut 450 Seiten davor haareraufend gelesen und what on gods green earth, was zum makabren Meisterfiletierer passiert da am Schluss!!!??!1! Ich war stolz. Auf die Frauen, auf das Vertrauen gegenseitig und in die Sache, ich weiß nicht, ob ich so viel Vertrauen gehabt hätte. Aber ich war stolz. Und erleichtert. Braucht man auch mal sowas.

HelenaRezension von Helena

Buchclub vs Vampir Lektion Nr. 1: Leg Dich nicht mit dem Buchclub an Die Geschichte verlief anders als ich es mir erhofft habe und blieb hinter meinen Erwartungen zurück. Ich habe noch nie über einen würdeloseren Vampir gelesen als „James Harris“. Zeitweilig hatte ich das Gefühl über einen Pädophilen zu lesen, denn er macht sich hauptsächlich an Kindern gütlich. Dann benahm er sich noch wie ein Serienmörder und wurde auch noch zum Vergewaltiger. Den Horror in diesem Buch machen ganz viel Ekel Szenarien aus. So viel Ekel habe ich während dem Lesen noch nie empfunden. Auch wenn man sich nicht gruseln wird, so wird man sich zu 100 % einfach nur ekeln, so sehr, dass man sich schon fast übergeben muss. In den Südstaaten vergeht die Zeit anders, denn die meiste Zeit hat man das Gefühl, die Handlung spielt sich in den 1960er‘ ab und nicht zwischen 1988 - 1997. Die Mitglieder des Buchclubs sind von ihren Ehemännern unterdrückte Hausweibchen. Die Art wie die Gatten mit ihnen umgehen - ohne Worte! Letztlich war der Buchclub das coolste an dem Buch. Anfang und Ende haben mir daher am Besten gefallen. Die Ladies zeigen hier am meisten was sie drauf haben. Patricia hebt sich grundsätzlich positiv heraus. Sie liefert sich ein riskantes Katz-und-Maus-Spiel mit dem Vampir. Sie kämpft für das was ihr wichtig ist, bricht aus ihrer Rolle des stillen Duckmäuschens heraus. Der Buchclub macht den Drecksack fertig! Yeah!

Iduna WRezension von Iduna W

Mein zweites Buch von Grady Hendrix und er konnte mich bereits wieder ab der ersten Seite in seinem Bann ziehen. Die Art wie die Geschichten sind sehr speziell und mitreißend. Ich mochte die Charaktere sehr und abseits der eigentlichen Story werden viele weitere gesellschaftlichen Themen aufgegriffen, was dazu geführt hat, dass es stets spannend blieb. Es wird sicher nicht lange dauern, bis ich mit den nächsten Hendrix hole!

Kati72Rezension von Kati72

Auf dieses Buch habe ich mich wirklich gefreut und war mega gespannt, ob es meine Erwartungen erfüllt. Hat es leider nicht. Ja, es ließ sich flüssig lesen und war durchaus interessant , aber spannend fand ich es erst zum Schluss, was bei einem über 500 Seiten Buch echt schade ist. Hier trifft der Desperate Housewives Buchclub auf Vampir. Dadurch war es für mich bestenfalls gute Unterhaltung mit zwischenzeitlicher Spannung. Ich hatte spaß beim Lesen, gerade durch den Buchclub und die Bücher, die gelesen wurden, auch wenn ich es teils als langatmig empfand. 200 Seiten weniger hätten der Geschichte nicht geschadet. Man wird zeuge, wie das Vor bzw. Kleinstadt leben von sich langweilenden Hausfrauen funktioniert, warum Schulbrote eingefroren werden und wie naiv man doch ist, wenn man für den neuen Nachbarn ein Konto mit sämtlicher Haftung eröffnet. Also ehrlich, da frage ich mich als normal denkender Mensch, wie naiv man sein kann. Ist dies das Bild , was dem Leser die selbständige Frau vermitteln soll, na danke dann auch. Solche Frauen gibt es wohl in meinem ganzen Bekanntenkreis nicht. Auch wenn es hier zur Unterhaltung dienen soll, erweckte es bei mir nur den Drang mir die Haare zu raufen. Wie kam ich eigentlich darauf zu glauben, es wäre eine schockierende Geschichte? Der Klappentext klang danach , aber in der Umsetzung fehlte jede Spur davon. ich wünsche mir von einer guten Geschichte mehr, als nur naive Hausfrauen und einen Vampir als Unterhaltung , wobei die Spannung erst zum Schluss auftritt. Teils plätschert die Geschichte nur so vor sich hin, auch wenn sie irgendwie interessant ist. Aber ehrlich gesagt reicht mir das bei so einer Geschichte nicht. Und ich habe mir echt viel von der Geschichte versprochen, aber naja, ist nicht zu ändern. Nicht jedes Buch ist dazu gemacht jeden zu erreichen. Fans von Serien wie Deperate Housewives, American Housewives oder Filmen wie The Book Club wird die Geschichte bestimmt gefallen. Aber allen die hier echte Spannung erwarten, kann ich die Geschichte nicht empfehlen. Es ist Unterhaltung, teils auch witzig und sehr naiv, was natürlich zur Geschichte gehört, aber spannend leider erst zum ende hin, was ich sehr schade finde, da die Geschichte mir sonst um einiges besser gefallen hätte.

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