Shades of Bones. Im Bann der Nachtschatten (Scepter of Blood 2)
von Lexy v. Golden
Noch immer kann Sóley nicht glauben, dass Layla fort ist. Am liebsten würde sie sofort nach Nŏsfera reisen, um ihre Freundin aus den Fängen des Herrschers der Verdammnis zu befreien. Vor ihrer vollständigen Wandlung darf sie die gefährliche Dämonenwelt allerdings nicht betreten. Indes reist sie durch das Land der Magielosen, um in den Besitz der Insignien zu gelangen, die den Fluch auf Chester endlich lösen könnten. Doch nicht nur der mächtiger werdende Dämon in Sóleys Innerem macht ihr auf der Reise zunehmend zu schaffen, sondern auch Chester scheint etwas vor ihr zu verbergen.
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Shades of Bones. Im Bann der Nachtschatten (Scepter of Blood 2)
von Lexy v. Golden
Noch immer kann Sóley nicht glauben, dass Layla fort ist. Am liebsten würde sie sofort nach Nŏsfera reisen, um ihre Freundin aus den Fängen des Herrschers der Verdammnis zu befreien. Vor ihrer vollständigen Wandlung darf sie die gefährliche Dämonenwelt allerdings nicht betreten. Indes reist sie durch das Land der Magielosen, um in den Besitz der Insignien zu gelangen, die den Fluch auf Chester endlich lösen könnten. Doch nicht nur der mächtiger werdende Dämon in Sóleys Innerem macht ihr auf der Reise zunehmend zu schaffen, sondern auch Chester scheint etwas vor ihr zu verbergen.
Aktuelle Rezensionen(3)
https://viciousbooknerd.wordpress.com/2025/07/08/scepter-of-blood-2-shades-of-bones-im-bann-der-nachtschatten/ Der zweite Band der Scepter of Blood-Trilogie setzt genau da an, wo der erste endete: Sóley ist erschüttert über den Verlust ihrer Freundin Layla, die in den Fängen des finsteren Herrschers der Verdammnis gefangen gehalten wird. Doch eine direkte Rettungsmission ist unmöglich, solange Sóley ihre Wandlung zur Dämonin nicht vollständig abgeschlossen hat. Zusammen mit Chester, der selbst unter einem mächtigen Fluch leidet, begibt sie sich auf eine gefährliche Reise ins Land der Magielosen. Ihr Ziel: die Insignien der dreizehn Dämonenherrscher, die als Schlüssel dienen sollen, sowohl Layla zu retten als auch Chesters Kräfte wiederherzustellen. Doch der Weg dorthin ist nicht nur physisch gefährlich – auch innerlich beginnt in Sóley ein erbitterter Kampf gegen ihren dunklen Kern. Und während sie sich Chester immer näher fühlt, droht ein verhängnisvoller Schwur alles zu verändern … Lexy V. Golden bleibt sich stilistisch treu. Ihr Schreibstil ist flüssig, atmosphärisch dicht und gelegentlich sehr emotional. Die Autorin versteht es, Bilder im Kopf entstehen zu lassen, insbesondere, wenn es um Umgebungen, magische Stimmungen oder innere Kämpfe der Figuren geht. Erzählt wird primär aus der Ich-Perspektive von Sóley, wodurch die emotionale Nähe zu ihrer Entwicklung stark im Vordergrund steht. Zwischendurch bekommen aber auch Chester und ein mysteriöser Nachtschatten-Dämon eigene Passagen, was für Abwechslung sorgt und das Weltengefüge erweitert. Positiv fällt auf, dass man beim Lesen schnell wieder in die Geschichte findet – vor allem, wenn man Band 1 noch einigermaßen präsent hat. Dennoch wäre eine etwas stärkere Rückblende oder Zusammenfassung zu Beginn hilfreich gewesen, um die Zusammenhänge aufzufrischen. Die Welt, die Golden hier erschafft, bleibt faszinierend und komplex. Zwischen Dämonenadel, verwunschenen Landschaften, alten Flüchen und magielosen Territorien entsteht ein dichtes Setting, das viel Raum für Spannung und Entdeckungen bietet. Der Worldbuilding-Aspekt war schon im ersten Band eine große Stärke – und auch hier gelingt es der Autorin, mit kleinen Details und Legenden Tiefe zu erzeugen. Allerdings rückt dieser Aspekt in Band 2 deutlich in den Hintergrund. Der Fokus liegt weniger auf der Welt an sich als vielmehr auf der inneren Transformation der Figuren und ihrer zwischenmenschlichen Dynamik. Das kann man als bewusste Entscheidung für eine „Charakter-zentrierte“ Erzählung verstehen – dennoch hätte ein stärkerer Balanceakt zwischen Innenleben und äußerer Handlung dem Buch gutgetan. Charaktere & Dynamiken Sóley Sie bleibt die tragende Figur des Romans. Ihre innere Zerrissenheit – zwischen Mensch und Dämonin, zwischen Gefühl und Pflicht – wird glaubhaft dargestellt. Besonders gelungen sind die Szenen, in denen sie ihre neue Macht entdeckt, sie gleichzeitig aber auch fürchtet. Sóley möchte ihrer Menschlichkeit treu bleiben, doch sie muss erkennen, dass sich ihre Realität unwiderruflich verändert hat. Das erzeugt eine emotionale Fallhöhe, die nachvollziehbar ist – auch wenn ihre Entwicklung streckenweise stagniert. Chester Mit Chester hatte ich in diesem Band größere Schwierigkeiten. Während er im ersten Teil noch eher geheimnisvoll und komplex wirkte, rutscht er hier stellenweise in eine unvorteilhafte Klischeerolle ab. Seine „Alpha“-Attitüde wirkt oft aufgesetzt, manche Szenen zwischen ihm und Sóley erreichen fast einen unangenehm dominanten Ton. Zwar gibt es auch Momente, in denen er sich verletzlich und ehrlich zeigt – doch diese werden häufig von forcierten Machtspielchen überschattet. Seine Entwicklung bleibt insgesamt flach, obwohl sein Fluch theoretisch großes Potenzial bietet. Das zentrale Thema in diesem Band ist zweifellos die Verwandlung – körperlich, seelisch, moralisch. Sóleys Identitätskonflikt durchzieht den gesamten Roman: Wie viel Dunkelheit kann sie zulassen, ohne sich selbst zu verlieren? Wie viel Gefühl darf sie zeigen, ohne ihre neue Macht zu gefährden? Auch der Konflikt zwischen freiem Willen und Schicksal spielt eine starke Rolle – verkörpert etwa im Schwur, den Sóley leistet, oder im Fluch, der auf Chester lastet. Ein weiteres Motiv ist die körperliche Nähe als Machtmittel – und hier liegt auch eine der größten Schwächen des Romans: Es gibt zahlreiche explizite Szenen, die weder zur Charakterentwicklung noch zum Plot wesentlich beitragen. Sie wirken oftmals wie Lückenfüller oder reine Fan-Service-Elemente. Das ist besonders schade, weil sie den Fokus von der eigentlichen Geschichte – einer düsteren, vielschichtigen Fantasyreise – ablenken. Weniger wäre hier definitiv mehr gewesen. Kritikpunkte im Detail • Längen in der Handlung: Über weite Strecken fehlt die narrative Spannung. Die Geschichte tritt auf der Stelle, vor allem im Mittelteil. • Explizit-Szenen ohne Mehrwert: Sie reißen aus der eigentlichen Story heraus und wirken teils deplatziert. • Chester als schwierige Figur: Seine dominante Art wirkt in vielen Momenten nicht organisch, sondern aufgesetzt und fast toxisch. • Kaum echte Entwicklung: Sowohl der äußere Plot (Suche nach den Insignien, Rettung Laylas) als auch die Figuren bewegen sich nur langsam vorwärts. Stärken, die bleiben Trotz aller Schwächen gibt es auch klare Pluspunkte: • Der Schreibstil bleibt angenehm und atmosphärisch. • Sóley ist eine interessante Heldin mit innerem Konfliktpotenzial. • Das Worldbuilding ist weiterhin kreativ und vielschichtig. • Die Trilogie behält ihren düsteren, geheimnisvollen Ton bei, was für Fans von Dark Fantasy sehr reizvoll bleibt. Fazit „Shades of Bones – Im Bann der Nachtschatten“ ist ein typischer zweiter Band: Übergang, Vorbereitung, innere Konflikte – aber auch viel Leerlauf. Die eigentliche Stärke der Reihe – ein dichter Plot mit überraschenden Wendungen in einer faszinierenden Welt – wird in diesem Teil zu oft von repetitiven Beziehungsszenen und wenig dynamischer Figurenzeichnung überlagert. Wer auf eine konsequente Weiterentwicklung der Charaktere oder eine packende, stringente Handlung hofft, wird enttäuscht. Wer hingegen tief in düstere Emotionen, Selbstzweifel und eine leidenschaftlich-dämonische Atmosphäre eintauchen möchte, findet hier durchaus fesselnde Momente. Ich hoffe sehr, dass der finale Band das volle Potenzial der Reihe entfaltet – denn das Fundament, auf dem hier gebaut wird, ist trotz aller Kritik sehr vielversprechend. 3 von 5 Sternen!
4,5✨ Wow this book was soo good!!! I just loved the development of Chester. And Sóley is such a strong and great protagonist you can only love her! I'm really curious how the series will continue and I can't wait...
War wieder richtig gut