3.0

Rebengold

von Ellin Carsta

Format:Softcover

Uerdingen 1351: Die Familie Velten will ihre von der Pest verwüstete Heimat hinter sich lassen. Sie geben den Hof auf und machen sich auf den weiten Weg zum Kloster Johannisberg. Vom Abt haben sie das Angebot bekommen, die klösterlichen Weinberge zu pachten. Auf der Reise treffen sie auf die Familie Stauber, die das gleiche Schicksal ereilt hat, und die ebenfalls zu Weinbauern werden wollen.Während der Fahrt mit dem Schiff ereignet sich ein Streit zwischen den Familien, der mit einem tragischen Unfall endet. Sowohl das Familienoberhaupt der Veltens als auch sein Bruder sterben. Die Witwe Isabel ist verzweifelt und steht vor einer gewaltigen Herausforderung: Mit den Kindern auf sich allein gestellt muss sie den lange brach liegenden Weinberg bestellen. Ihre Verpächter, die Klosterbrüder, sind ihr keinesfalls alle wohlgesinnt. Und auch die ihr verhasste Familie Stauber tut alles, um ihr Steine in den Weg zu legen.

Historische Romane
352 SeitenSoftcover
Erschienen an: September 27, 2016

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.0(1 ratings)
☆kati☆Rezension von ☆kati☆

Ich lese mal schnell ein Buch. Rebengold - ein historischer Roman um 1351. Eigentlich eine vielversprechende Handlung: Eine Witwe kämpft mit ihren drei Kindern und der Schwiegermutter ums nackte Überleben. Als Frau, die einen klösterlichen Weinberg gepachtet hat, wehrt sie sich den Umständen ihrer Zeit. Niemand hilft einer Frau, niemand treibt Handel mit einer Frau, die Klosterbrüder und Nachbarn legen ihr Steine in den Weg. Klingt spannend für einen historischen Roman. Aber, das Buch ist nur 352 Seiten dick. Es gibt also ganz viel Handlung auf engstem Raum, die Charaktere sind nicht recht ausgefeilt, Dialoge zu kurz. Wer historische Romane liebt, wird hier enttäuscht. Machen doch gerade ausführlich beschriebene historische Wahrheiten, detailliertes Alltagsleben und Genauigkeiten in den Produktionsprozessen einen guten historischen Roman aus. Vielleicht sind deshalb richtig gute historische Romane auch dicke Wälzer ab 500 Seiten aufwärts. Ich hätte gerne mehr über die einzelnen Arbeitsschritte beim Weinanbau und Produktion gelesen. Mehr Tiefe im Streit mit den Klosterbrüdern, mehr Handel auf den Märkten. Rebengold kratzt halt nur an der Oberfläche. Vielleicht hätten drei, vier Wendungen weniger, dafür mehr Tiefe dem Roman gut getan. Trotz des modernen Schreibstils (kurz und prägnant) hat mich das Buch unterhalten. Ich liebe starke Frauen im Mittelalter, das ist Isabel Velten definitiv. Mit Rebenblut gibt es eine Fortsetzung des Romans, ich werde ihn lesen - als leichte Lektüre für zwischendurch.

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