Louisville, 1951: Zu Doris‘ Entsetzen wird bei ihrer Tochter Cora die Tuberkulose festgestellt. Aber es gibt Hoffnung, Cora kann im renommierten Sanatorium Waverly Hills behandelt werden. Kurz nach ihrer Einlieferung benimmt sich Cora immer merkwürdiger und behauptet sogar, Geister sehen zu können. Doris geht der Sache auf den Grund, nicht ahnend, welch irres Grauen das Sanatorium für sie bereithält ...- Warum sehe nur ich euch? Seid ihr Geister?- Ja. Wir sind Tausende. Wenn du in den Tunnel kommst, kannst du uns alle sehen. Aber das geht nur nachts.
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Pandämonium
von Christophe Bec, Stefano Raffaele
Louisville, 1951: Zu Doris‘ Entsetzen wird bei ihrer Tochter Cora die Tuberkulose festgestellt. Aber es gibt Hoffnung, Cora kann im renommierten Sanatorium Waverly Hills behandelt werden. Kurz nach ihrer Einlieferung benimmt sich Cora immer merkwürdiger und behauptet sogar, Geister sehen zu können. Doris geht der Sache auf den Grund, nicht ahnend, welch irres Grauen das Sanatorium für sie bereithält ...- Warum sehe nur ich euch? Seid ihr Geister?- Ja. Wir sind Tausende. Wenn du in den Tunnel kommst, kannst du uns alle sehen. Aber das geht nur nachts.
Aktuelle Rezensionen(1)
Unglaublich gut und verstörend … Ich habe diesen Band von 2012 damals gelesen und ihn mir vor einiger Zeit noch mal bei einer Freundin ausgeliehen, weil ich eine sehr gruselige Faszination von Trepanation habe, die hier auch eine Rolle spielt. Beim Lesen wurde mir wieder klar, dass Hitler und Co. damals ihre Ideen von der „Säuberung“ und aus den Vereinigten Staaten übernommen hatten. Diese Systeme von der systematischen Vernichten von Menschenleben sind für mich nach wie vor unverständlich und schmerzhaft. Sehe ich mir die Umstände an, ist mir aber auch klar, wie Kapitalismus und das Anhäufen von Geld dazu führen, solche verstörenden, ekelhaften Triebe zu entwickeln. Die Geschichte ist eine Mischung aus „Silent Hill“ und „Homunculus“ und „Outlast“. Genau das, was mein Gehirn auf seltsame Weise kitzelt, weshalb ich es noch mal lesen wollte. Die Figuren sind eine Mischung aus gruselig, liebevoll und traurig. Wie sagt einer in dem Comic: „Das Ganze hier ist ein geschlossener Kreislauf. Er funktioniert nach eigenen Gesetzen und entwickelt gewisse Auswüchse. Die Menschen draußen wollen gar nicht wissen, was hinter diesen Mauern geschieht, sie wollen nur ihre Kranken hier abliefern. Je weniger sie davon mitbekommen, desto geringer sind ihre Schuldgefühle. Das ist dasselbe Phänomen wie bei den Todeslagern in Europa.“ Fehlende Empathie und zutiefst gestörte Männer sind der treibende Faktor in diesem Comic. Und seien wir ehrlich: Es hat große Ähnlichkeit mit „Outlast“. Keine der liebenswerten Figuren oder zumindest mit intaktem Pflichtbewusstein kommt hier ungeschoren (oder lebendig) raus. Daher eine ernst gemeinte Warnung, denn hier gibt es keine Hoffnung oder positive Wendung. Ihr seid auf euch gestellt, wenn ihr das hier lest. Denn die Verantwortlichen kommen davon und werden vermutlich ein langes Leben geführt haben. Was mich erinnert, dass drin steht, dass es auf wahren Begebenheiten beruht. Ich muss mal recherchieren gehen … … so, nach einem ziemlichen Rabbithole bin ich wieder hier und nach wie vor von dem Comic begeistert (habe einen ziemlichen Verriss gefunden, den ich nicht teilen kann – aber wie gesagt, die Themen Sanatorium, Trepanation und so etwas sind für mich spannend; s. auch „Until Dawn“ u.a.). Wenn das nicht euer Thema ist, lasst die Finger davon. XD