Nicht immer im Leben schafft man es, allein mit einem Problem fertigzuwerden, das ist eine Botschaft dieses klugen Buches, das feinfühlig nah an der Protagonistin bleibt und dabei doch den Blick für die überindividuelle Problematik weitet.
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Orte, an denen ich geweint habe (wegen dir)
von Holly Bourne, Nina Frey
Nicht immer im Leben schafft man es, allein mit einem Problem fertigzuwerden, das ist eine Botschaft dieses klugen Buches, das feinfühlig nah an der Protagonistin bleibt und dabei doch den Blick für die überindividuelle Problematik weitet.
Aktuelle Rezensionen(4)
Das Buch wird mein absolutes Jahreshighlight. Ich bin sonst eine absolute Romantik-Liebhaberin, weswegen mir dieses Buch umso mehr das Herz gebrochen hat. Es war auf eine Art genau das was ich erwartet habe und doch was ganz anders. Am Anfang muss ich gestehen brauchte ich ein bisschen um rein zu kommen, doch dann hat mich Amelie komplett gefangen genommen. Der Stil des Buches erinnert sehr an „tote Mädchen Lügen nicht“. Für alle Fans, wäre es also eine Absolute Empfehlung. Aber auch so kann ich Amelies Geschichte nur jedem an Herz legen, der bereit dafür ist die Märchenprinzen kurz beiseite zu legen und sich stattdessen ein wenig der Realität zu widmen.
Ein emotionales und ehrliches Buch. Ehrlich gesagt habe ich hier eine „Geschichte für zwischendurch erwartet“, die einen zwar unterhält und mitreißt, aber nicht lange nachhallen wird. Falsch gedacht. Zu keinem Zeitpunkt habe ich erwartet, dass die Geschichte von Amelie & Reese so emotional, ehrlich, erschreckend und mitreißend ist. Nicht nur die Beziehung der beiden wird sehr gut dargestellt, sondern auch die Zeit nach der Trennung. Ehrlich und authentisch schreibt Holly Bourne über eine toxische Beziehung und Missbrauch und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Dadurch wird die ganze Geschichte meiner Meinung nach noch emotionaler und ehrlicher. Ich habe selten ein Buch mit dieser Thematik gelesen, die so fantastisch und mitreißend umgesetzt wurde. Ein absolut hartes, tiefgründiges, realistisches und offenes Buch über toxische Beziehungen, Missbrauch, Trauma aber auch über Hoffnung, Verarbeitung und Heilung.
Was für Gefühle dieses Buch in mir auslöste, Wut, Trauer, Hilflosigkeit.. Amelie ist so ein liebes tolles Mädchen & verliebt sich vom ersten Blick an in Reese. Das Buch erzählt ihre Geschichte & all ihre "Höhen" und tiefen. Ein sehr wichtiges Thema, das oft unterschätzt wird, gerade wenn man auf manipulativen Art sein ganzes Selbstbewusstsein verliert.
Rezensionsexemplar | 5⭐️ "Orte, an denen ich geweint habe (wegen dir)" hat mich gefesselt, mitgenommen und mir gezeigt, wie schwierig es sein kann, aus einer toxischen Beziehung zu kommen, bzw. zu realisieren, dass man sich in einer toxischen Beziehung befindet, wo es doch von Außen so eindeutig und einfach erscheint. Dieses Buch ist wirklich besonders, es wirkt so realistisch und realitätsnah, dass ich immer weiter lesen wollte und mir Amelies Leben bildlich vor Augen vorstellen konnte. Es ist nicht ohne, deshalb rate ich Betroffenen und Menschen, die sicher gehen wollen, ob sie mit den behandelten Themen klar kommen, erstmal die Triggerwarnung am Ende des Buches zu lesen. Dieser Roman war das zweite Buch, was ich von Holly Bourne gelesen habe, dementsprechend habe ich mich wieder über den tollen Schreibstil gefreut, war direkt in der Geschichte drin und konnte schnell eine Bindung zu Amelie aufbauen. An einigen Stellen wollte ich sie einfach schütteln und ihr klar machen, dass sie etwas ändern muss aber trotzdem konnte ich an den meisten Stellen nachvollziehen, warum sie so gehandelt hat, wie sie gehandelt hat. Was mir besonders gut gefallen hat, ist dass die Geschichte auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt wird: Einmal das Kennenlernen von Amelie und Reese und ihr Leben nach der Trennung, in dem sie alles immer noch verarbeitet. Außerdem fand ich es sehr gut gelöst, dass Amelie schon früh Anzeichen der toxischen Beziehung bemerkt hat und dass dies nicht erst zum Schluss aufgelöst wurde, Abschließend empfehle ich dieses Buch jedem, der eine realitätsnahe Geschichte über eine toxische Beziehung mit starker Protagonistin lesen möchte um besser zu verstehen, warum Menschen in einer toxischen Beziehung "gefangen" sind und sich nicht "einfach so" trennen können. Ein Highlight für mich!