4.1

Nur einmal

von Kathleen Collins

Format:Hardcover

In der hitzigen Atmosphäre der Bürgerrechtsbewegung ziehen Studenten und Aktivisten durch New York. Schwarze und Weiße, die glauben, dass eine bessere Zukunft möglich ist, wenn man nur bereit ist, sich dafür einzusetzen. Junge schwarze Frauen reisen in den Süden, um gegen die Segregation zu kämpfen, für Gleichheit und Emanzipation. Sie lassen ihre Haare wachsen und entdecken neue Freiheiten, ihren Vätern gegenüber und ihren Liebhabern. So vieles scheint möglich in diesem Sommer. Alle träumen sie von einer Welt, in der das Leben nicht entweder schwarz oder weiß ist. Und die Liebe? Kennt sie wirklich keine Farben? Kann sie der Wirklichkeit standhalten?

Literary & Contemporary Fiction
Hardcover
Erschienen an: October 4, 2018

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Aktuelle Rezensionen(1)

4.1(3 ratings)
CharRezension von Char

Eigentlich bin ich kein Fan von Erzählungen. Oft sind sie mir zu abstrakt, man lernt die Protagonisten nicht kennen, es entstehen keine Gefühle. Bei Kathleen Collins? Ganz anders. Sie schafft in wenigen Worten Gefühle, Stimmungen, Botschaften. Manchmal gleichen die Geschichten Regieanweisungen, dann sind es Introspektionen, dann wieder fast wirre Gedanken. Mal leichtfüßig, mal schwer und tragisch. Mal ironisch, mal schmerzlich eindeutig. Ihre Erzählungen sind sehr menschlich, im Nachwort wird erklärt, dass sie oft autobiografisches mit Fiktion mischte. Gleichbleibender Tenor: die Zeit der Bürgerrechtsbewegung, die Frage nach der Liebe zwischen Schwarz und Weiß, aber auch der Dynamik innerhalb von Familien, die Desillusion, die viele erfahren. Es geht jedoch nicht um das größere Ganze, es geht immer um den einen Mensch, der alles erlebt. Dieser Transfer macht ihr Werk so magisch. Collins porträtiert den Doppelkampf, dem sich schwarze Frauen stellen und an dem sie in ihren Erzählungen öfter beinahe zerbrechen: schwarz und weiblich zu sein. Collins ist ein unbekannter Juwel, erst posthum wurden ihre Werke veröffentlicht und bekannt. Ihre Erzählungen in 'Nur einmal', im Original 'Whatever happened to interracial love?' lege ich jedem ans Herz. 'Als sie in die Sommerferien aufbrach, war ihr Haar so kurz, dass ihr Vater sich nicht von ihr verabschiedete. Es war so kurz, dass Glätten zwecklos war, also lag es kraus um ihren Kopf und ließ sie, wie ihr Vater es ausdrückte, "wie alle farbigen Mädchen" aussehen.' 'Eine vielschichtige Offenbarung … Kathleen Collins’ Stil ist anmutig und distanziert, aber hinter den pointiert schlichten Sätzen lauert die Gefahr.' The New Yorker

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