2.5

Lockruf des Goldes

von Jack London

Format:Softcover

"Lockruf des Goldes", auch erschienen als "Goldrausch" und "Lockendes Gold", englischer Originaltitel "Burning Daylight", ist ein 1910 erschienener Roman des amerikanischen Schriftstellers Jack London (1876-1916). Er war zu Londons Lebzeiten sein erfolgreichstes und meistverkauftes Buch.

Science Fiction & Fantasy
Softcover
Erschienen an: March 14, 2018

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Aktuelle Rezensionen(1)

2.5(1 ratings)
RobertRezension von Robert

London, oh London, was hast du nur mit mir gemacht? In dem 1910 (damals noch unter anderem Namen) erschienenen Abenteuerroman Lockruf des Goldes bringt uns Jack London die Lebensgeschichte des fiktiven Protagonisten Elam Harnisch näher, besser bekannt unter seinem ihm gegebenen Spitznamen „Burning Daylight“. Als einfacher Goldsucher und spielaffiner alaskischer Abenteurer beginnend, bringt ihn sein enormer Erfolg zu Reichtum. Dieser wiederum katapultiert ihn in kürzester Zeit an die Spitze der kalifornischen Wirtschaft, wo er als skrupelloser Unternehmer seinen alten Werten fremd wird und ein träges Leben in Saus und Braus sein Eigen nennt. Zwar gelingt es Londons vokabularischer Variabilität, das Erzählte stets lebhaft darzustellen, doch verliert er meiner Ansicht nach schnell den Faden in der Charakterentwicklung. Der Wandel des Protagonisten wirkt unnatürlich, da man sich als Leser immer weiter von ihm distanziert. Schnell wird ersichtlich, dass der Autor einem während der Handlung zu erklären versucht, was Charaktere denken und weshalb sie jene Entscheidungen treffen – eine Erzählform, in die er sich selbst hineingeschrieben hat, da die Geschichte am Anfang sehr gut ohne sie auskam. Die Wandlung eines Protagonisten ist der Anker vieler Geschichten, doch hier geschieht dies zu schnell und unüberlegt. Gegen Ende schleicht sich auch noch eine schnulzige Liebesgeschichte mit ein, die dem Ganzen den restlich verbliebenen Fahrtwind endgültig stiehlt. Ein kleines Fenster ergab sich auf den letzten Seiten, das Ganze in eine andere, unerwartete Richtung zu schlagen, doch dies wurde schnell wieder geschlossen, und mit ihm starb auch die bei mir wieder kurz aufkeimende Hoffnung auf ein, naja, zumindest lyrisches Happy End. PS: Die vielen verstreuten, alten Ansichten, welche man heute sehr gut unter dem Begriff Sexismus und/oder Misogynie einordnen könnte, habe ich aus meiner Bewertung bewusst rausgelassen. Ich bewerte diese Lektüre als ein Relikt ihrer Zeit und nicht nach heutigen (deutlich gesünderen) Normen. Als Mann mag mir dies zugegebenermaßen auch leichter gefallen sein, was heißt, dass andere diesem Einwand deutlich mehr Gewicht zusprechen könnten.

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