In Kafka Deleuze and Guattari free their subject from his (mis)interpreters. In contrast to traditional readings that see in Kafka's work a case of Oedipalized neurosis or a flight into transcendence, guilt, and subjectivity, Deleuze and Guattari make a case for Kafka as a man of joy, a promoter of radical politics who resisted at every turn submission to frozen hierarchies.
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Kafka. Für eine kleine Literatur.
von Gilles Deleuze, Felix Guattari, Burkhart Kroeber
In Kafka Deleuze and Guattari free their subject from his (mis)interpreters. In contrast to traditional readings that see in Kafka's work a case of Oedipalized neurosis or a flight into transcendence, guilt, and subjectivity, Deleuze and Guattari make a case for Kafka as a man of joy, a promoter of radical politics who resisted at every turn submission to frozen hierarchies.
Aktuelle Rezensionen(1)
Jede*r hat alles über Kafka jemals geschrieben und nichts lässt sich so wirklich neu denken über diesen Monolith der modernen Literatur. Ha! Wären da nicht Deleuze und Guattari! Teils überführen sie Kafkas Briefe/Erzählungen/Romane in ein begriffliches Analyseraster, teils entwickeln sie dieses aus ihren Lektüren Kafkas heraus, dass stark von den vorherigen Arbeiten der beiden Vollzeitatzen geprägt ist (die Maschinen-Aufsätze Guattaris, der Anti-Ödipus, Tausend Plateaus etc.) und sich als "kleine Literatur" zusammenfassen lässt. Dieser kleinere Aufsatz liest sich nicht nur deswegen wie ein großer. Aber es lohnt sich: Am Ende kann mensch/tier u.a. begründen, warum die literarische Maschine die revolutionäre Maschine ist und warum das Klein-Werden (in der Literatur) das eigentlich Große einer Kultur ist. J'adore. Vieles habe ich nicht verstanden. Once again: j'adore that.