Mit einer Flotte von tausend Schiffen versammeln sich die griechischen Helden zum Feldzug gegen Troia – doch in Aulis sitzen sie fest: Windstille verhindert ihre Abfahrt. Der Seher erteilt die Auskunft, der Weg werde erst frei sein, wenn König Agamemnon seine eigene Tochter Iphigenie opfert. Die Tragödie nimmt ihren Lauf. Zweimal hat Euripides den Iphigenie-Mythos behandelt: in der »Iphigenie bei den Taurern« und der »Iphigenie in Aulis«. Dieses wahrscheinlich letzte Werk des Dichters vor seinem Tod aus dem Jahr 406 v. Chr. liegt hier in einer Neuübersetzung vor.
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Iphigenie in Aulis
von Euripides, Horst-Dieter Blume, Horst-Dieter Blume, Horst-Dieter Blume
Mit einer Flotte von tausend Schiffen versammeln sich die griechischen Helden zum Feldzug gegen Troia – doch in Aulis sitzen sie fest: Windstille verhindert ihre Abfahrt. Der Seher erteilt die Auskunft, der Weg werde erst frei sein, wenn König Agamemnon seine eigene Tochter Iphigenie opfert. Die Tragödie nimmt ihren Lauf. Zweimal hat Euripides den Iphigenie-Mythos behandelt: in der »Iphigenie bei den Taurern« und der »Iphigenie in Aulis«. Dieses wahrscheinlich letzte Werk des Dichters vor seinem Tod aus dem Jahr 406 v. Chr. liegt hier in einer Neuübersetzung vor.
Aktuelle Rezensionen(1)
„Iphigenie in Aulis“ (406/405 v. Chr.) ist Euripides’ letzte Tragödie und spielt am Vorabend des Trojanischen Krieges. Die griechische Flotte liegt in Aulis fest, weil Göttin Artemis den Wind verweigert. Seher Kalchas verkündet: Nur das Opfer von Agamemnons Tochter Iphigenie kann die Götter besänftigen. Unter dem Vorwand einer Hochzeit mit Achill lockt Agamemnon sie nach Aulis. Als die Wahrheit ans Licht kommt, will Achill sie retten – doch Iphigenie entscheidet sich, ihr Leben für ihr Vaterland zu geben. In der überlieferten Fassung rettet Artemis sie im letzten Moment und die Flotte bricht nach Troja auf. Mir hat die Tragödie sehr gefallen: Sie ist gut lesbar und verständlich. Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung des Zwiespalts zwischen familiärer Liebe und dem Gemeinwohl. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der Freude an griechischer Mythologie hat und auch an Einsteiger von historischen Tragödien.