Grischa, Band 1: Goldene Flammen
von Leigh Bardugo
Alina wird von den Grischas entdeckt, als sie versehentlich mit hellen Flammen ihren langjährigen Freund Maljen vor grausigen Kreaturen rettet. Sie wird direkt vom "Dunklen", dem Anführer der Grischas, mitgenommen und soll zur Geheimwaffe des Zaren ausgebildet werden. Ab 13.
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Grischa, Band 1: Goldene Flammen
von Leigh Bardugo
Alina wird von den Grischas entdeckt, als sie versehentlich mit hellen Flammen ihren langjährigen Freund Maljen vor grausigen Kreaturen rettet. Sie wird direkt vom "Dunklen", dem Anführer der Grischas, mitgenommen und soll zur Geheimwaffe des Zaren ausgebildet werden. Ab 13.
Aktuelle Rezensionen(9)
Was mich dieses Buch gelehrt hat: Lass dich nicht vom äußeren Schein täuschen. Und damit meine ich sowohl den Hype um‘s Buch als auch die Story an sich. Ich habe das Gefühl, das eine Geschichte von 600-700 Seiten in ein 350 Seiten Buch gesteckt wurde. Mir fehlen Informationen für den Beginn sowie den Verlauf der Geschichte. Mit Sicherheit könnten diese im Folgeband nachholend mitgeteilt werden, aber für mich als Leser war dieses Buch ein riesiges Fragezeichen. Des Weiteren verlief alles wahnsinnig schnell. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin unter Zeitdruck stand, nur um so schnell wie möglich zum Ende zu kommen - und dabei mögliche, wichtige Hintergrundinformationen weggelassen hat? Für mich war es enttäuscht, wo doch meine Erwartungen wirklich hoch waren. Die 150 Seiten, ja, die waren endlich mal fließend zu lesen, nicht vollgepackt mit etlichen Fantasy-Fremdwörtern wie zu Beginn der Geschichte. Ich hatte große Schwierigkeiten mit der Sprache der Autorin. Es war höchste Konzentration angesagt, ansonsten konnte ich alles nochmal lesen. Das Ende hm. Zäh. Etwas vorhersehbar und die Spannung war auch weg. Ich hab mir einfach was Größeres vorgestellt. Ich wollte unbedingt wissen, was hinter dem Wort Grischa steckt und in die Welt abtauchen. Stattdessen habe ich dieses innerhalb von 5 Stunden eher lustlos durchgelesen und mir zu oft gedacht „Das habe ich irgendwo schon mal gelesen.“ Meh. 😐
4.6
Wie wahrscheinlich viele aktuell wollte ich die Bücher unbedingt noch vor dem Serien Start von „Shadow and Bone“ lesen. So here I am. Die Welt rund um Ravka und Os Alta etc. ist völliges Neuland für mich und ich bin fasziniert, was es dort alles zu entdecken gibt. Gleich am Anfang des Buches gibt es zum einen eine Übersicht die verschiedenen „Arten“ der Grisha und eine Karte der Umgebung. Beides empfinde ich als sehr hilfreich um sich, gerade am Anfang, eine gute Orientierung zu verschaffen. Wenn man sich erst einmal eingefunden hat ist es recht leicht alle zu unterscheiden und man kann sich voll und ganz in der Geschichte verlieren. Die Charaktere gefallen mir sehr gut, hätten aber etwas besser ausgearbeitet sein können. Alina, unsere Protagonistin, ist eine starke junge Frau, deren Leben plötzlich gänzlich über Kopf geworfen wird. Sie scheint einfach nicht in die Welt der Grisha zu passen, so sehr sie sich auch bemüht den Anforderungen gerecht zu werden. Mal ist der beste Freund von Alina und die beiden sind gemeinsam aufgewachsen. Er ist eher der stille Typ wie es mir scheint, aber unglaublich begabt auf seinem Gebiet des Fährtenlesens. Der „Dunkle“ ist, genau wie sein Name, geheimnisvoll und einschüchternd – ich habe ständig meine Meinung über Ihn überdacht. Die Handlung und der Schreibstil gefallen mir auch sehr gut. Die Abwechslung zwischen Ereignisreich und Ruhiger passt gut und der Lesefluss war auf jeden Fall vorhanden, denn die Seiten flogen nur so dahin. Problem: Meine Mittagspausen auf der Arbeit kamen mir plötzlich viel zu kurz vor :D In einigen Aspekten hätte ich mir genauer Ausführungen gewünscht, da meiner Meinung nach Luft nach oben war, aber ich bin mir sicher, dass Band zwei eventuell noch einiges aufgreift.
Die Themen von 'Goldene Flammen' drehen sich um Macht und den Kampf um sie. Was bedeutet sie? Was ist sie wert? Was macht man mit ihr? Außerdem geht es um Liebe und Romantik für diejenigen, die sich für solche Dinge interessieren - und die ein funktionierendes Herz haben. Wichtiger waren für mich die Gewalt, die Intrigen am Hof und die erotischen Momente, die einen Teil des Romans ausmachen. Diese Aspekte waren auf jeden Fall vorhanden, aber es wurde mit ihnen geflirtet. Ich hätte mir mehr davon gewünscht und etwas weniger von dem Internatsblödsinn und dem zickig-schlechten Mädchendrama. Abgesehen von diesen Faktoren hat mir der Roman gut gefallen. Die Stärken des Buches liegen definitiv in den Charakteren und der starken Handlung, da die eigentliche Erzählung und der Schreibstil eher zum Erzählen als zum Zeigen tendieren. Trotzdem frage ich mich, ob die Dinge, die mir an dem Buch am besten gefallen haben, im nächsten Roman weitergeführt werden. Was mich gestört hat und wodurch das Buch einen Stern abgezogen bekommt, war der mittlere Teil der Geschichte, dieser war sehr langwierig. Alina verlor sich immer wieder im selben Kreis und das zog sich leider über viele Seiten. Ich mochte Alina, aber sie hat mich nicht vom Hocker gehauen. Ich meine, sie ist im Grunde die typische Young-Adult-Heldin: Waise, unscheinbar, stur, freundlich, stark und sehr, sehr naiv. Also ja, sie war so sympathisch wie nur möglich, aber ich hatte nicht wirklich Herzklopfen, als ich von ihr las. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie nach den Ereignissen des ersten Buches auf der Hut sein wird und natürlich bin ich gespannt auf ihre Entwicklung in den weiteren Büchern. Denn, ja, es wird eine Menge Charakterentwicklung auf sie zukommen und ich hoffe, dass sie dadurch interessant wird. Ich meine, keine YA-Heldin hat jemals mit einem vollständig entwickelten Charakter begonnen, also mal sehen. Ich habe endlich den berüchtigten Dunklen getroffen! Und ja, ich muss es zugeben (habe ich aber auch nicht anders von mir erwartet...) ich liebe diesen dunklen, mysteriösen, grüblerischen, faszinierenden und sexy Typen. <spoiler>Wirklich überraschend war es nicht, dass er der Bösewicht ist. Ich meine, komm schon, Alina, er wird nicht umsonst "Der Dunkle" genannt. Ich kann nicht glauben, dass sie so naiv war. Er hat alles, was ich von einem Bösewicht erwarte: grausam, gerissen, berechnend, ehrgeizig, rücksichtslos und fehlgeleitet. Ganz zu schweigen davon, dass er so verliebt ist, dass es mir schwer fiel, mich zu konzentrieren, wenn ich eine seiner Szenen las. </spoiler> Die Chemie zwischen den beiden knistert, das ist sicher! <spoiler>Naja, hat geknistert.</spoiler> Bis zur letzten Seite habe ich den Dunklen geliebt (nicht nur weil er sexy war, sondern) wegen der dunklen, rauen Art seines Charakters. Die Dynamik, die er bei Alina auslöste, wie sie sich selbst sah. Identität, Konzepte von fehlgeleitetem Idealismus. Lust, Liebe, Besitz versus frei gegebene Liebe. Das alles war in einer Welt zu finden, die für einen solchen Roman erstaunlich leicht war - und doch so viel mehr andeutete. Ich verstehe nicht, warum so viele Leute Mal nicht mögen. Ich meine, er ist doch ganz süß. Normalerweise mag ich die "gutaussehenden Freunde aus der Kindheit" in Jugendbüchern nicht, aber am Ende mochte ich Mal wirklich. Er ist nett und fürsorglich und er ist ein treuer Freund von Alina. Außerdem ist er nicht so nervig, wie sie es sonst oft der Fall ist. Mal war ein nettes Gegengewicht zu Alina, er war immer vernünftig, kannte seine Grenzen und schien ein ziemlich entspannter Typ zu sein. Warum also der ganze Hass? Meiner Meinung nach, ist er ein anständiger Love Interest und ich mag ihn wirklich. Ich habe deren starke Freundschaft geliebt und ihre lockeren Scherze genossen. Sie kannten sich in- und auswendig und es war erfrischend zu sehen, dass der "gutaussehende Freund aus Kindertagen" ausnahmsweise mal gut funktioniert hat. Ich bin mir nicht sicher, ob es so bleiben wird und ob sie am Ende des letzten Buches noch zusammen sein werden und wie sich alles weiterentwickelt, aber ich bin gespannt. Auftaktbände haben aber auch wirklich keine leichte Aufgabe, immerhin müssen sie eine völlig fremde Welt eröffnen und die Charaktere vorstellen. Alles in allem ein sehr gutes Buch, und ich freue mich schon auf den nächsten Band, in dem Leigh mir wahrscheinlich mein noch immer schlagendes Herz herausreißen und es an einen wütenden Bären verfüttern wird, während ich vor Erstaunen applaudiere. Oder so ähnlich...
3/5