5.0

Gray after dark

von Noelle W. Ihli

Format:Softcover

Mystery, Thriller, Horror & Crime
523 Seiten • Softcover
Erschienen an: 2025

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Aktuelle Rezensionen(1)

5.0(1 ratings)
ConnyRezension von Conny

Letztes Jahr hat mich die Autorin mit "Frag nach Andrea" komplett begeistert, weshalb klar war, dass ich auch "Grey After Dark" von Noelle W. Ihli, erschienen im Vajona Verlag und übersetzt von Patricia Herbst, lesen musste. Kurz zur Storyline: Biathletin Miley hält eisern an ihrem Traum fest, auch 2026 an den Olympischen Spielen teilnehmen zu können. Sie nimmt einen Sommerjob in einer Lodge in der Wildnis des Frank Church Nationalparks an. Ihr Plan: arbeiten und in ihrer Freizeit an ihrer Fitness arbeiten, durch ausgiebiges Trailrunning durch den Nationalpark. Allerdings wird sie in der Wildnis entführt, und keiner glaubt, dass sie noch am Leben ist, außer ihrem besten Freund Brent, der nicht aufgeben will, nach ihr zu suchen. Mit einer starken und düsteren Eröffnungsszene zog mich Noelle W. Ihli in den Bann dieses Survival-Thrillers. Mit ihrem atmosphärisch dichten und bildgewaltigen Schreibstil schafft es die Autorin sofort, mir Mileys Angst, Hoffnungslosigkeit, aber auch ihren unbeugsamen Willen spüren zu lassen. Miley ist eine starke und selbstbewusste Heldin, die sich ihrem Schicksal nicht ergeben will. Durch die Ich-Erzählperspektive von Miley und Brent lässt sie mich tief in die Seele der beiden blicken. Durch ihre Backstory und ihr Handeln schloss ich sie immer mehr ins Herz und hoffte, dass sie es schaffen würde, Miley aus den Händen dieser irren Entführer zu retten. Der Spannungsbogen ist permanent hoch und von der Autorin gut und wendungsreich angelegt. Geschickt wechselt sie die Erzählperspektive zwischen Miley und Brent ab, wodurch sie mich immer tiefer in den Sog der Geschichte zog. Dabei schafft sie es perfekt, die Leserinnen und Leser in die dunkle und angsteinflößende Wildnis eintauchen zu lassen, in der Miley von ihren Entführern gefangen gehalten wird. Das Buch ist so bildhaft, dass ich es ab und an zur Seite legen musste, denn Fred und Hamish waren so widerliche, abgrundtief böse und verrückte Zeitgenossen, dass manche Szenen fast schon unerträglich realistisch waren. Noelle W. Ihli schaffte es mit "Grey After Dark" wieder, mich komplett von ihrer Story zu überzeugen. Dabei scheut sie auch nicht davor zurück, geliebten Charakteren Leid zuzufügen. Ich kann euch diesen Survival-Thriller mit 4,5 von 5 Sternen nur weiterempfehlen, auch wenn ich wohl in nächster Zeit nicht mehr gerne allein wandern gehe.

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