Ove ist 59. Er fährt Saab. Und wir alle kennen jemanden wie ihn: den grummeligen Nachbarn von nebenan, der kontrolliert, ob der Müll richtig getrennt ist, und heimlich die Falschparker aufschreibt. Doch niemand wird als grummeliger alter Nachbar geboren, und einst war auch Ove glücklich. Bis das mit seiner Frau passierte, und dann das mit der Arbeit. Jetzt macht nichts mehr wirklich Sinn. Noch einmal richtig aufräumen, dann ist Ove bereit, für immer zu gehen. Wie ärgerlich, dass genau im falschen Moment im Haus nebenan eine junge Familie einzieht – und mit ihr unglaubliches Chaos. Definitiv ein Fall für Ove, denn das kann so nicht bleiben ...
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Ein Mann namens Ove
von Fredrik Backman, Stefanie Werner
Ove ist 59. Er fährt Saab. Und wir alle kennen jemanden wie ihn: den grummeligen Nachbarn von nebenan, der kontrolliert, ob der Müll richtig getrennt ist, und heimlich die Falschparker aufschreibt. Doch niemand wird als grummeliger alter Nachbar geboren, und einst war auch Ove glücklich. Bis das mit seiner Frau passierte, und dann das mit der Arbeit. Jetzt macht nichts mehr wirklich Sinn. Noch einmal richtig aufräumen, dann ist Ove bereit, für immer zu gehen. Wie ärgerlich, dass genau im falschen Moment im Haus nebenan eine junge Familie einzieht – und mit ihr unglaubliches Chaos. Definitiv ein Fall für Ove, denn das kann so nicht bleiben ...
Aktuelle Rezensionen(21)
Ein wundervolles Buch mit liebenswerten Charakteren, was jeder gelesen haben sollte.
Absolute Leseempfehlung!
Das war ein schönes Buch! Wahrscheinlich auch eines, das ich mir selbst wohl eher nicht gekauft hätte. Zu Beginn war es erwartbar stereotyp. Aber das macht den Reiz und die Charakterentwicklung des Protagonisten aus. Und es hat einen feinen Sprachwitz, der auch in der Übersetzung gut herausgearbeitet wurde. Etwas schade fand ich es, dass an einigen Nebencharakteren (v.a. den männlichen) nicht ausreichend “geschliffen” wurde, sodass ich sie ihren Rollen anhand des Namens nicht mehr sicher zuordnen könnte.
Dieses Buch kam unerwartet.. Eine Freundin aus dem Buchclub hat mich animiert, mir die 100 besten Bücher des 21. Jahrhunderts (laut NY Times, Readers Choice) anzuschauen. Und da hat mich direkt der Ehrgeiz gepackt. "Ein Mann namens Ove" ist Nummer 100 und ich hätte wirklich nicht gedacht, dass schon dieses Buch mich absolut begeistert. Ove ist 59 Jahre alt, griesgrämig, mürrisch, ein Regelfanatiker, Witwer und seit kurzem auch noch Frührentner. Sein Leben hat keinen Sinn mehr und so trifft Ove Vorkehrungen, um zu sterben. Doch dann kommt ihm eine Familie in die Quere, denn die ziehen im Nachbarhaus ein und nieten direkt mal seinen Briefkasten um. Ove ist eigentlich ein alter Kotzbrocken, dem es unglaublich schwer fällt, sich auf Veränderungen einzulassen. Er nörgeln an allem und jedem rum und lässt keine andere Meinung gelten. Doch je mehr man in sein Leben und seine Geschichte eintaucht, desto deutlicher wird das Bild eines Mannes, der Prinzipien treu bleiben will, der Werte hat, sich einsetzt und kämpft, wo es sich zu kämpfen lohnt. Ein Mann, der liebt, mit allem was er hat und ein Mann, der kein großes Aufhebens um sich selbst haben will. Eigentlich will er nur seine Ruhe haben. Mehr als einmal sind bei mir die Tränen geflossen. Mein Herz hat wirklich geblutet aber ich habe auch sehr viel gelacht. Ich hatte großen Spaß damit Ove zu begleiten, seine Gedanken zu verfolgen und seine Interaktionen mit seinen Mitmenschen zu erleben. Das Buch gibt Hoffnung. Es zeigt Freundschaft. Liebe. Zusammenhalt. Es zeigt, dass Vorurteile schnell ausgeräumt werden können. Dass Selbstlosigkeit auch leise vonstatten gehen kann. Diese Geschichte ist wirklich so berührend, lustig und ehrlich. Ich habe es absolut genossen.
Er ist ein Kontrollfreak, ein Erbsenzähler, ein Querulant, ein Miesepeter. Anders kann man Ove nicht beschreiben. Und seit seine Frau gestorben ist und man ihn in Frührente geschickt hat, will er einfach nur in Ruhe sterben. Doch so leicht wie gedacht ist das nicht. Erst reisst das Seil, an dem er sich aufhängen will, dann muss er einen Mann aus dem Gleisbett retten, so dass er seinen eigenen Selbstmord verschieben muss. Und als er sich dann erschießen will, ist da ja diese Katze, die durch den Schuss bestimmt einen Riesenschreck bekommen würde. Die sollte eigentlich gar nicht bei ihm wohnen, er mag keine Katzen, aber er mag auch die neuen Nachbarn nicht, und die sind ja auch plötzlich immer da. Nach und nach lernt man Oves Welt kennen, lernt, ihn zu verstehen und bevor man er ahnt, hat man diesen komischen Kautz lieb gewonnen. Ein wunderbares Buch, nur ein halber Stern Abzug für die eine oder andere Länge. Leseempfehlung!