Dieser Beitrag wurde entfernt
von Hanna Bervoets
Wer oder was bestimmt unsere Weltanschauung? Hanna Bervoets erzählt von den Abgründen des virtuellen Raums. „Ein fein komponierter, psychologisch scharfsinniger und subtiler Roman einer seelischen Entblößung.“ (Ian McEwan) Mindestens 500 Beiträge pro Tag, maximal 7 Minuten Pause, beim Gang aufs Klo läuft die Stoppuhr – die Arbeitsbedingungen bei HEXA sind hart. Aber Kayleigh gefällt der neue Job, das Gehalt ist gut, und die schrecklich verstörenden Bilder, die sie für die Plattform prüfen muss, behandelt sie mit professioneller Distanz. Als sie sich in ihre Kollegin Sigrid verliebt, scheint ihr Glück vollkommen. Bis ihre Kollegen plötzlich zusammenbrechen oder Verschwörungstheorien anhängen, und Sigrid sich immer mehr distanziert. Ist Kayleigh dem Job als Einzige gewachsen? Oder merkt sie nur nicht, wie auch ihr moralischer Kompass sich auf gefährliche Weise zu verschieben beginnt? "Dieser Beitrag wurde entfernt" ist ein faszinierender, aufwühlender Roman darüber, wer oder was bestimmt, wie wir die Welt sehen, in der wir heute leben.
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Wer oder was bestimmt unsere Weltanschauung? Hanna Bervoets erzählt von den Abgründen des virtuellen Raums. „Ein fein komponierter, psychologisch scharfsinniger und subtiler Roman einer seelischen Entblößung.“ (Ian McEwan) Mindestens 500 Beiträge pro Tag, maximal 7 Minuten Pause, beim Gang aufs Klo läuft die Stoppuhr – die Arbeitsbedingungen bei HEXA sind hart. Aber Kayleigh gefällt der neue Job, das Gehalt ist gut, und die schrecklich verstörenden Bilder, die sie für die Plattform prüfen muss, behandelt sie mit professioneller Distanz. Als sie sich in ihre Kollegin Sigrid verliebt, scheint ihr Glück vollkommen. Bis ihre Kollegen plötzlich zusammenbrechen oder Verschwörungstheorien anhängen, und Sigrid sich immer mehr distanziert. Ist Kayleigh dem Job als Einzige gewachsen? Oder merkt sie nur nicht, wie auch ihr moralischer Kompass sich auf gefährliche Weise zu verschieben beginnt? "Dieser Beitrag wurde entfernt" ist ein faszinierender, aufwühlender Roman darüber, wer oder was bestimmt, wie wir die Welt sehen, in der wir heute leben.
Aktuelle Rezensionen(3)
boa keine ahnung. was war das? ich habe mich richtig auf eine spannende geschichte über die abgründe virtueller räume gefreut, denn die protagonistin prüft verstörende posts. zwar gab es auch einen einblick, aber irgendwie gab es mindestens genauso viele problematische aussagen, die irgendwie nicht eingeordnet wurden? und das ende kam mir auch viel zu abrupt vor.
es hätte so gut sein können, aber leider bestand das buch zu 80% aus einer toxischen beziehung
„Was ist das Schlimmste, was du damals gesehen hast?“ Als Content Moderatorin muss Kayleigh täglich Fotos und Videos beurteilen, die von Benutzer_innen und Bots einer Plattform gemeldet worden sind. „Immer lautete die Frage: Darf der vorliegende Beitrag auf der Plattform stehen bleiben? Und wenn nein, warum nicht?“ Verstörende Fotos, Videos und sogar Live-Videos müssen Content Moderator_innen „mindestens 500 Beiträge pro Tag“ beurteilen, „maximal 7 Minuten Pause, beim Gang aufs Klo läuft die Stoppuhr“. Kayleigh wusste nicht, worauf sie sich in ihrem neuen Job einlässt, denn sie „musste erst nachschlagen, was das bedeutet, aber für zwanzig Prozent mehr Lohn hätte ich auch Mülltonnen geleert.“ Ein kleines Büchlein mit viel Inhalt. Kayleigh, die Protagonistin, schreibt an ihren Vorgesetzten Herr Stitic einen Brief, der sie nun endgültig in Ruhe lassen soll und versucht zu erklären, warum sie bei der Firma Hexa aufgehört hat zu arbeiten. In ihrem neuen Buch „Dieser Beitrag wurde entfernt“, übersetzt von Rainer Kersten, zeigt die Autorin Hanna Beervoets die wahre Fassade hinter Content Moderation. Wer beurteilt eigentlich, was gelöscht wird und was bleiben darf? Eine sehr interessante Tätigkeit, die sehr wenig bezahlt wird. Beervoets enthüllt die bittere Wahrheit des Berufs und versucht mit einer harten Sprache den Lesenden dies zu vermitteln. In meinen Augen gelingt es Hanna in kurzer Textform eine Perspektive zu zeigen, wie schockierend eigentlich der Job ist. „Ein Video von jemandem, der seine Katze aus dem Fenster wirft, ist nur dann erlaubt, wenn es nicht aus grausamen Motiven geschieht, ein Foto von jemandem, der seine Katze aus dem Fenster wirft, ist immer erlaubt.“ Ich kann mir vorstellen, dass die Sprache für einige unangenehm sein könnte, aber der Beruf ist auch genauso wie die Sprache klingt: hart, unangenehm und verstörend. Das Cover und die Haptik des Buches fand ich total schön und angenehm! Es lohnt sich.