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Die Zeichen des Todes: Neue Fälle von Deutschlands bekanntestem Rechtsmediziner

von Michael Tsokos

Format:Hardcover

Rechtsmedizin im Dienst der Verbrechensaufklärung: Forensik-Spezialist Professor Michael Tsokos, Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner hilft, spektakuläre Fälle aufzuklären – am Tatort, auf dem Obduktions-Tisch, im Labor und vor Gericht . In seinem neuen Sachbuch geht es um Mord und Totschlag, um Verbrechen und rohe Gewalt.Ein bekannter Politiker bringt einen Freund um, transportiert dessen Leiche in seine Wohnung und tötet sich dann selbst. Ein Mann ertränkt seine Frau in der Badewanne und inszeniert den Mord als Unfall. Ein Arzt verstümmelt sich selbst und täuscht einen Überfall vor.Mit seiner rechtsmedizinischen Expertise konnte Michael Tsokos den Ermittlungsbehörden bei diesen Fällen entscheidende Hinweise geben. Denn immer geht es um die Frage: War es Mord, Suizid ein Unfall – oder war es ein natürlicher Tod? Hautnah und packend schildert Tsokos rätselhafte Verbrechen, an deren Aufklärung er selbst maßgeblich beteiligt war. Der Forensik-Spezialist folgt den Spuren des Verbrechens und fügt die Indizien zu einem schlüssigen Gesamtbild zusammen, das zur Rekonstruktion des Geschehens führt. Das ist bester True Crime.

Wissenschaft, Technik & Natur
352 SeitenHardcover
Erschienen an: 2017-10-02

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Aktuelle Rezensionen(1)

3.7(7 ratings)
IraRezension von Ira

Rezension hier: https://licentpoeticae.wordpress.com/2019/01/07/michael-tsokos-die-zeichen-des-todes/ <i>"Ich verspreche Ihnen: Bei jedem der hier geschilderten, teilweise unglaublichen, zumeist tragischen, allesamt so spannenden wie echten Fällen aus der Rechtsmedizin wird Ihr Kopfkino anspringen. Der entscheidende Unterschied zur Kriminalliteratur, die Sie sonst vielleicht verschlingen, ist, dass sich die Fälle, von denen ich hier berichte, tatsächlich so ereignet haben."</i> Rechtsmediziner schneiden Tote auf und das war’s. So oder so ähnlich dürfte die Vorstellung der meisten aussehen, wenn sie über den Beruf nachdenken, in dem Professor Michael Tsokos jetzt schon viele Jahrzehnte arbeitet. Tatsächlich sind es aber gar nicht immer Tote und schon gar nicht immer Mordopfer, die von ihm und seinen Kollegen obduziert werden. In zwölf Fällen bringt Tsokos seinen Lesern zumindest einen ordentlichen Teil der Bandbreite an Aufgaben näher, die sein Beruf so mit sich bringt. Und nur weil es sich nicht immer um einen Mord handelt, heißt das nicht, dass die Geschichten, die er zu erzählen hat, nicht durch die Bank weg spannend sind. Die Sachbücher von Michael Tsokos, die sich mit seiner Arbeit befassen, habe ich schon immer gerne gelesen. Seine Romane, das muss ich zugeben, haben mich dagegen ziemlich enttäuscht. Um so begeisterter war ich, als mir mit „Die Zeichen des Todes“ wieder eines der klassischen Bücher in die Hände gefallen ist. Tsokos beschreibt auf knapp 350 Seiten zwölf Fälle aus seiner Laufbahn als Rechtsmediziner, die unterschiedlicher nicht sein könnten. So hat er beispielsweise den Fall eines Arztes untersucht, der bei seiner Versicherung geltend machen wollte bei einem Raubüberfall auf seine Praxis einen Finger verloren zu haben. Mit Hilfe von Rechtsmedizinern war es der Versicherung so möglich aufzuklären, ob sich der Vorfall tatsächlich wie von dem vermeintlichen Opfer beschrieben zugetragen haben kann. Ein anderer Fall beschäftigte sich mit dem Tod des kleinen Volkan, der im Jahr 2000 von zwei Kampfhunden auf dem Schulhof totgebissen wurde. Bei aller Entsetzlichkeit der Geschehnisse war für die Justiz wichtig zu erfahren, welcher der beiden Hunde letztlich der Hauptaggressor war und den Tod des Jungen sozusagen eher verschuldet hat – danach sollte sich im darauf folgenden Prozess die Haftbarkeit der beiden Halter richten. Auch beteiligt war Tsokos an der Aufklärung eines Mordes mit anschließendem Selbstmord, begangen durch den bekannten Berliner Politiker Gerwald Claus-Brunner, damals Mitglied der Piratenpartei. Er hat zunächst den jungen Mann, der seine Liebe nicht erwiderte, und anschließend sich selbst getötet. Da niemand mehr vom Tatgeschehen berichten konnte, war es essentiell es durch forensische Beweise zu rekonstruieren, um zu erfahren was und wie es sich zugetragen hat. Zu guter letzt ist mir auch noch eine Geschichte in Erinnerung geblieben, bei der eine alte Dame von ihrem Messi-Enkel aus dem Pflegeheim nach Hause geholt worden ist, wo sie nach wenigen Wochen verstarb. Der Vorwurf der Vernachlässigung stand im Raum, also Tötung durch Unterlassen, und auch in einer solchen Angelegenheit haben die rechtsmedizinischen Untersuchungsergebnisse maßgeblich dazu beigetragen, Licht ins Dunkel zu bringen. Das waren exemplarisch nur ein paar der geschilderten Fälle, die aber bereits ganz gut das breitgefächerte Spektrum an Tätigkeiten widerspiegeln, mit dem Tsokos tagtäglich zu tun hat. Dabei erklärt er auch komplizierte medizinische oder chemische Sachverhalte für Laien verständlich, sodass ich jeder seiner Erläuterungen folgen konnte. Endlich wieder ein Buch von Michael Tsokos, das ich kaum aus der Hand legen konnte. Einige der Geschichten waren entsetzlich, andere skurril und manche konnten leider Gottes nie abschließend aufgeklärt werden. Für mich war es aber mal wieder ein sehr interessanter Einblick in die Arbeit der deutschen Rechtsmedizin.

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