3.8

Der Morgen nach dem Regen

von Melanie Levensohn

Format:Hardcover
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Johanna und ihre Tochter Eisa stehen sich schon lange nicht mehr nahe – Eisa hat nie überwunden, dass ihre Mutter früher beruflich viel unterwegs war und wenig Zeit für die Familie hatte. Viele Jahre später erbt Johanna das Haus ihrer Tante Toni am Rhein, wo sie und Eisa herrliche Sommer miteinander verbracht haben. Als Eisa sie dort besucht, stellen sie sich endlich der Vergangenheit – und Johanna offenbart ihrer Tochter einschwerwiegendes Geheimnis. Ein bewegender Roman über die Zerrissenheit einer Frau zwischen der Leidenschaft für ihren Beruf und dem Bedürfnis, für ihre Familie da zu sein, über tief sitzenden Schmerz, Schuld und Versöhnung – vor großartigen internationalen Settings.

Gegenwarts- & Literarische Fiktion
431 SeitenHardcover
Erschienen an: September 9, 2024

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Aktuelle Rezensionen(3)

3.8(13 ratings)
DeniseRezension von Denise

Der Morgen nach dem Regen erzählt die berührende, aber auch ambivalente Geschichte einer Mutter-Tochter-Beziehung, deren Wege sich über Jahre hinweg getrennt haben. Im Zentrum steht die Dynamik zwischen zwei starken, emanzipierten Frauen, die ihren Beruf als zentralen Lebensinhalt betrachten – doch genau hier liegt auch der Konflikt. Die Tochter, Anfang 30, wirkt trotz ihres Alters oft wie ihr jugendliches Ich: trotzig, emotional unreif und manchmal fast kindisch. Diese Überzeichnung ihres Charakters macht sie zwar authentisch, aber auch schwer erträglich. Die Mutter hingegen wird negativ gezeichnet, da sie ihre Karriere stets über die Familie stellt. Beide Figuren sind komplex, aber ihre Extreme machen die Lektüre an manchen Stellen anstrengend. Die Handlung selbst ist weitgehend vorhersehbar, wird aber durch spannende Passagen während der beruflichen Einsätze der Protagonistinnen aufgelockert. Andere Episoden wirken dagegen unnötig in die Länge gezogen und verlieren an Fahrt. Dennoch schafft es die Autorin, die Beziehung zwischen Mutter und Tochter am Ende reflektiert und berührend aufzulösen – wenn auch etwas abrupt. Trotz der Schwächen hat mir die Geschichte gut gefallen. Sie ist unterhaltsam, emotional und schön erzählt, auch wenn die Charaktere und ihr Verhalten manchmal schwer auszuhalten sind. Eine Empfehlung für alle, die sich für familiäre Konflikte und starke Frauenfiguren interessieren – aber kein absolutes Muss.

Sophie NeumannRezension von Sophie Neumann

Das Buch war spannend und angenehm zu lesen, es hätte für meinen Geschmack allerdings etwas kürzer sein können und mir waren die Kapitel insgesamt zu lang. Trotzdem habe ich es sehr gerne gelesen

JuliaRezension von Julia

ich weiß nicht wann es das letzte mal passiert ist, dass ich 431 seiten am stück gelesen habe, aber die geschichte hat mich einfach nicht losgelassen. der "plot" war zwar ziemlich schnell klar, aber hier geht es auch eher um die geschichte zwischen mutter und tochter. dass menschen gründe für ihr handeln haben. wunden, die wir nicht erkennen. aber es geht auch um groll, verletzungen, ums wieder-gut-machen.

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