Das Wochenende
von Bernhard Schlink
Nach zwanzig Jahren im Gefängnis ist er überraschend begnadigt worden. Christiane, seine Schwester, will sein erstes Wochenende in Freiheit mit einem Dutzend alter Freunde feiern, in einer verfallenen Villa auf dem Land, ohne Reporter und Kameras. Der Journalist Henner, die Lehrerin Ilse, der Geschäftsmann Ulrich mit Frau und Tochter, Karin, Bischöfin einer kleinen Landeskirche, der Rechtsanwalt Andreas – sie alle haben damals in irgendeiner Form mit der Revolution sympathisiert. Heute haben sie ihren festen Platz im bürgerlichen Leben. Sie kommen aus Loyalität, aus Nostalgie, aus Neugier. Sie wollen gern raten und helfen und zugleich Distanz wahren. Aber sie können sich der Konfrontation mit ihrer eigenen Biographie, ihren Lebensträumen und Lebenslügen nicht entziehen. Die Vergangenheit wird lebendig. Mit der atmosphärischen Intensität eines Kammerspiels wird Bilanz gezogen.
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Das Wochenende
von Bernhard Schlink
Nach zwanzig Jahren im Gefängnis ist er überraschend begnadigt worden. Christiane, seine Schwester, will sein erstes Wochenende in Freiheit mit einem Dutzend alter Freunde feiern, in einer verfallenen Villa auf dem Land, ohne Reporter und Kameras. Der Journalist Henner, die Lehrerin Ilse, der Geschäftsmann Ulrich mit Frau und Tochter, Karin, Bischöfin einer kleinen Landeskirche, der Rechtsanwalt Andreas – sie alle haben damals in irgendeiner Form mit der Revolution sympathisiert. Heute haben sie ihren festen Platz im bürgerlichen Leben. Sie kommen aus Loyalität, aus Nostalgie, aus Neugier. Sie wollen gern raten und helfen und zugleich Distanz wahren. Aber sie können sich der Konfrontation mit ihrer eigenen Biographie, ihren Lebensträumen und Lebenslügen nicht entziehen. Die Vergangenheit wird lebendig. Mit der atmosphärischen Intensität eines Kammerspiels wird Bilanz gezogen.
Aktuelle Rezensionen(8)
nein
etwas zu zahnlos und friedfertig meiner meinung nach
Jörg wird begnadigt und kommt aus dem Gefängnis frei. Als ehemaliger RAF-Terrorist hat der Bundespräsident ihn begnadigt, was aber erst wenige Tage später der Öffentlichkeit mitgeteilt werden soll. Jörgs Schwester holt ihren Bruder ab und arrangiert in ihrem Haus, einer Schlossruine mitten im Nirgendwo, ein Wiedersehens-Wochenende. Mit dabei Jörgs Anwalt, ein linker Aktivist, der Jörg wieder einspannen möchte und alte Freunde. Als dann ein junger Mann, ein vermeintlicher Kunstgeschichte-Student, dazukommt, platzt die große Blase und alte Fragen stehen wieder im Raum: Hat Jörg Mitleid mit seinen Opfern? Wie fühlt sich ein Mord an? Sehr schwere Kost, doch wunderbar erzählt, mit einigen nicht vorhersehbaren Wendungen. Toll!
Eigentlich ziemlich fun zu lesen und sehr angenehm geschrieben, aber ein paar sachen haben mich wirklich zutiefst irritiert. Warum macht sich die Tochter erst an den Vater, und dann an den Sohn ran? Warum findet ihr eigener Vater sie attraktiv? Wie ihr eigenerer Vater ihre Attraktivität und ihren Körper beschreibt war wirklich unschön zu lesen und allein diese weirden Szenen machen das eigentlich ganz nette Buch kaputt.
Ehemaliger Terrorist wird nach langer Zeit aus dem Gefängnis entlassen und verbringt das erste Wochenende in Freiheit mit seinen Freunden auf dem Land. Es geht um Veränderungen der politischen Sicht, Perspektiven, aufzuarbeitende Dinge von früher und die Beziehungen miteinander. Das Buch war recht spannend und interessant. Vielleicht ist mir aber die RAF Denke und Zeit zu fremd. Auch mit den verschiedenen Charakteren bin ich nicht komplett warm geworden, wollte aber doch wissen, wie das Wochenende endet. Von daher ein solide gutes Buch, aber es wird mir nicht nachhaltig im Gedächtnis bleiben.