Das Bildnis des Dorian Gray: mit Illustrationen von Aubrey Beardsley
von Oscar Wilde, Peter Rauhof
Das Leben des Dorian Gray ist mehr als die Biographie eines Einzelwesens, es ist die Geschichte einer ganzen verderbten Gesellschaft, die ihr höchstes Ziel im Genuss sucht, die fühlt, dass sie dem Verfall preisgegeben ist und gewissermaßen im Todeskampf die üppigsten Blüten der Gefallsucht und eines übertriebenen Protzentums treibt. Und gerade darum verdient dieses Werk Oscar Wildes auch heute gelesen zu werden, weil wohl selten die Verfallserscheinungen einer überlebten Gesellschaft deutlicher gegeißelt wurden und weil es den Menschen unserer Tage gut tut, wenn ihnen die Augen geöffnet werden. Die reife Übersetzung von Peter Rauhof hat die Eigentümlichkeiten der Wildeschen Ausdrucksweise ins Deutsche übertragen und kommt damit dem Geiste des Originals so nahe, wie man das von einer Übersetzung nur verlangen kann.
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Das Bildnis des Dorian Gray: mit Illustrationen von Aubrey Beardsley
von Oscar Wilde, Peter Rauhof
Das Leben des Dorian Gray ist mehr als die Biographie eines Einzelwesens, es ist die Geschichte einer ganzen verderbten Gesellschaft, die ihr höchstes Ziel im Genuss sucht, die fühlt, dass sie dem Verfall preisgegeben ist und gewissermaßen im Todeskampf die üppigsten Blüten der Gefallsucht und eines übertriebenen Protzentums treibt. Und gerade darum verdient dieses Werk Oscar Wildes auch heute gelesen zu werden, weil wohl selten die Verfallserscheinungen einer überlebten Gesellschaft deutlicher gegeißelt wurden und weil es den Menschen unserer Tage gut tut, wenn ihnen die Augen geöffnet werden. Die reife Übersetzung von Peter Rauhof hat die Eigentümlichkeiten der Wildeschen Ausdrucksweise ins Deutsche übertragen und kommt damit dem Geiste des Originals so nahe, wie man das von einer Übersetzung nur verlangen kann.
Aktuelle Rezensionen(3)
So schön geschrieben, leider hab ich den Moment verpasst was Dorian ein Arsch wurde.
Was wäre, könnte man die eigene Seele betrachten? Oscar Wilde erzählt die, sich langsam aufbauende, Geschichte des jungen und wunderschönen Dorian Gray, der sich wünscht, diese beiden Eigenschaften niemals verlieren zu müssen. Durch die beinah romantisch bildlich erzählte Geschichte tanzen stets Fragen über die Welt, die Seele und das Gute, ohne die Erzählung zu überschatten. Auch eine ausgeprägte und spannende Haltung über die Künste tauchen an vielen Stellen auf und eröffnen dabei einen Metadiskurs über das Werk selbst. Zugegebenermaßen fesselten mich Anfang und Ende des Werkes mehr, als einige der mittleren Kapitel, welche mich etwas demotivierten. (Das kann allerdings auch a den hohen Erwartungen liegen, welche sich allein durch die Bekanntheit des Titels einstellen.) Doch die humoristischen Dialoge mit Lord Henry machten dies weitestgehend wett.
4,5⭐️